Notfälle, Geschichte

Mitten in Paderborn hat eine Familie in ihrem Garten eine riesige Weltkriegsbombe entdeckt.

08.04.2018 - 17:50:07

Sperrzone bleibt noch bestehen - Fliegerbombe in Paderborn erfolgreich entschärft. Diese ist nun entschärft - zuvor mussten aber Zehntausende Menschen ihre Häuser verlassen.

  • Fliegerbombe im Garten - Foto: Friso Gentsch

    Stefan Werth zeigt ein Smartphone-Foto der Bombe auf seinem Grundstück. Ein 1,8 Tonnen schwerer britischer Blindgänger war bei Gartenbauarbeiten nur 80 Zentimeter unter der Erdoberfläche gefunden worden. Foto: Friso Gentsch

  • Entschärfung Weltkriegsbombe - Foto: Henning Kaiser

    Der Weg in die Paderborner Innenstadt ist abgesperrt. Für die Entschärfung eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg mussten 26.000 Menschen ihr Häuser verlassen. Foto: Henning Kaiser

Fliegerbombe im Garten - Foto: Friso GentschEntschärfung Weltkriegsbombe - Foto: Henning Kaiser

Paderborn - Experten des Kampfmittelräumdienstes haben die Fliegerbombe in Paderborn erfolgreich entschärft. Das teilten ein Sprecher des Ordnungsamtes und die Feuerwehr am späten Sonntagnachmittag mit.

Die Sperrzone bleibe noch eine Weile bestehen, so dass die Bewohner zunächst nicht in ihre Häuser zurückkehren konnten. Die Entschärfer konnten erst mit Verzögerung mit ihrer Arbeit beginnen, weil nach Ende der eigentlichen Evakuierungsmaßnahmen noch einmal Menschen in dem Sperrgebiet aufgetaucht waren.

Von 10 Uhr an durfte niemand mehr den Bereich im Radius von 1,5 Kilometern um den Fundort des Blindgängers betreten. Über 26.000 Menschen sollten ihre Häuser verlassen, bevor Kampfmittelexperten die 1,8 Tonnen schwere Bombe unschädlich machen konnten.

Geräumt werden mussten auch zwei Krankenhäuser, mehrere Altenheime, die Universität und Teile der historischen Altstadt. In zwei weiteren Krankenhäusern sollten die Patienten in sichere Bereiche gebracht werden. Mehr als 1000 Einsatzkräfte von Feuerwehr und anderen Hilfsdiensten waren im Einsatz.

«Das hat es in der ganzen Geschichte des Krankenhauses nicht gegeben», sagte eine Sprecher des Paderborner Brüderkrankenhauses. «Wir wussten gar nicht, ob sich so ein Krankenhaus überhaupt abschließen lässt.» Schon am Donnerstag waren dort die ersten Patienten in andere Häuser verlegt worden.

Die Bombe war vor eineinhalb Wochen bei Bauarbeiten in einem Garten nur 80 Zentimeter unter der Erdoberfläche entdeckt worden. Sie ist mit 1,5 Tonnen Sprengstoff gefüllt und hat damit enormes Zerstörungspotenzial.

@ dpa.de