Staatsoberhaupt, Präsident

Mit militärischen Ehren feiert Frankreich den Amtsantritt seines neuen Präsidenten Emmanuel Macron.

14.05.2017 - 13:12:44

Wechsel im Élyséepalast - Macron ins Präsidentenamt eingeführt. Der 39-Jährige steht vor großen Herausforderungen.

  • Hollande und Macron - Foto: Christope Ena

    Der scheidende französische Präsident Francois Hollande (l) und sein Nachfolger Emmanuel Macron. Der sozialliberale 39-Jährige wird der jüngste französische Präsident aller Zeiten. Foto: Christope Ena

  • In Position - Foto: Thibault Camus

    Fotografen nehmen im Elyseepalast im Vorfeld der Amtseinführung des neuen französischen Präsidenten Macron ihre Position ein. Foto: Thibault Camus

  • Hollande und Macron - Foto: Patrick Kovarik

    Der sozialistische Amtsinhaber Hollande, der wegen miserabler Umfragewerte nicht wieder angetreten war, empfängt seinen Nachfolger. Foto: Patrick Kovarik

  • Brigitte Macron - Foto: Patrick Kovarik

    Brigitte Macron, Frau des künftigen französischen Präsidenten, geht vor dem Elyseepalast über den roten Teppich. Foto: Patrick Kovarik

  • Staatschef - Foto: Thibault Camus

    Der künftige französische Präsident Emmanuel Macron: Erstmals seit Jahrzehnten kommt der Staatschef nicht von den Sozialisten oder den Konservativen. Foto: Thibault Camus

  • Künftiger Präsident - Foto: Yoan Valat

    Macron will Frankreichs Wirtschaft mit Reformen wieder in Schwung bringen. Foto: Yoan Valat

  • Roter Teppich - Foto: Patrick Kovarik

    Eine Woche nach seinem Wahlsieg übernimmt Frankreichs neuer Präsident Macron die Macht im Élyséepalast. Foto: Patrick Kovarik

  • Verabschiedung - Foto: Patrick Kovarik

    Der ehemalige französische Präsident Francois Hollande wird vom neuen französischen Präsidenten Emmanuel Macron vor dem Elyseepalast verabschiedet. Foto: Patrick Kovarik

  • Amtseinführung - Foto: Patrick Kovarik

    Macron hatte im Wahlkampf eine klar pro-europäische Linie gegen die EU-Gegnerin Le Pen vertreten. Foto: Patrick Kovarik

Hollande und Macron - Foto: Christope EnaIn Position - Foto: Thibault CamusHollande und Macron - Foto: Patrick KovarikBrigitte Macron - Foto: Patrick KovarikStaatschef - Foto: Thibault CamusKünftiger Präsident - Foto: Yoan ValatRoter Teppich - Foto: Patrick KovarikVerabschiedung - Foto: Patrick KovarikAmtseinführung - Foto: Patrick Kovarik

Der sozialliberale Macron hatte eine Woche zuvor die Stichwahl um das Präsidentenamt klar gegen die Rechtspopulistin und EU-Gegnerin Marine Le Pen gewonnen. Seine Präsidentschaft ist eine Zäsur für Frankreich, weil er nicht für eine der beiden traditionellen Regierungsparteien - Konservative und Sozialisten - angetreten war. Macron war unabhängig von den etablierten Parteien angetreten und will der Wirtschaft mit Reformen neuen Schwung verleihen. Das Land leidet seit Jahren unter einer hohen Arbeitslosigkeit und war in den vergangenen Jahren das Ziel mehrerer schwerer Terroranschläge.

Der Tradition gemäß empfing Hollande seinen Nachfolger zunächst zu einem vertraulichen Gespräch im Élyséepalast, bevor er die Pariser Machtzentrale verließ. Der Sozialist war wegen schlechter Umfragewerte nicht wieder angetreten. Anschließend wurde Macron mit einer Zeremonie im Festsaal offiziell ins Amt eingeführt. Damit übernahm er auch das Oberkommando über die französische Armee und die Atombomben des Landes. Die Streitkräfte begrüßten den neuen Staatschef mit militärischen Ehren und 21 Kanonenschüssen.

Anschließend sollte Macron über die Prachtstraße Champs-Élysées zum Grab des Unbekannten Soldaten fahren. Später stand ein Antrittsbesuch im Pariser Rathaus auf dem Programm. Am Montag fliegt er dann zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Berlin - Frankreich ist Deutschlands wichtigster EU-Partner, Macron hatte im Wahlkampf für eine enge Zusammenarbeit geworben. Seine Ideen zur Reform der europäischen Währungsunion stoßen in Teilen der deutschen Politik aber auf Kritik. Er will mittelfristig einen eigenen Haushalt und einen Finanzminister für die Eurozone.

Mit Spannung wurde erwartet, wen Macron zu seinem Premierminister ernennt. Die Personalie ist eine Richtungsentscheidung mit Blick auf die Parlamentswahlen im Juni. Falls Macron mit seiner Partei "En Marche!" keine Mehrheit in der Nationalversammlung bekäme, würde das seinen Handlungsspielraum stark einschränken.

Mit der Bekanntgabe des neuen Regierungschefs wurde spätestens am Montag gerechnet, bislang hielt Macron sich dazu sehr bedeckt. In französischen Medien wurde häufiger der konservative Bürgermeister der Hafenmetropole Le Havre, Édouard Philippe (46), genannt. Aber auch einer Reihe weiterer Politiker werden Chancen eingeräumt.

Macron stimmte seine Landsleute auf Veränderungen ein: "Wir können uns nicht mehr hinter manchmal weltfremden Bräuchen und Gewohnheiten verstecken", sagte der neue Staatschef. Die Welt und Europa bräuchten ein starkes Frankreich. Doch seit Jahrzehnten zweifele das Land an sich selbst und fühle sich bedroht.

@ dpa.de

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