Steuern, GroKo-Steuerpläne

Mit ihren Steuerplänen verprellen Union und SPD nach Einschätzung von Ökonomen die gesellschaftliche Mitte.

04.02.2018 - 00:04:59

Ökonomen: GroKo-Steuerpläne verprellen Mitte der Gesellschaft

"Die Bezieher mittlerer Einkommen empfinden vor allem ihr Netto- im Vergleich zum Bruttoeinkommen zunehmend als ungerecht", sagte der Chef des Sozio-Oekonomischen Panels (SOEP), Stefan Liebig der "Welt am Sonntag". "Das Gefühl von Ungerechtigkeit ist Gift für moderne Gesellschaften."

Auch der Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), Michael Hüther, bemängelt: "Schon bei Geringverdienern geht ein zusätzlich verdienter Euro zu einem Großteil an den Staat, weil die Steuersätze schnell und stark ansteigen und mehr als vier Millionen Menschen in Deutschland in den Spitzensteuersatz rutschen." Anstatt Abhilfe zu schaffen, hätten sich die Koalitionäre auf "ökonomischen Irrsinn" beim Solidaritätszuschlag geeinigt. So frustriere ein Staat seine Leistungsträger und verstärke deren Gefühl von Ungerechtigkeit. Während der Koalitionsverhandlungen im Laufe der Woche hatte sich gezeigt, dass Union und SPD beim Thema Steuerentlastung für den Mittelstand im Vergleich zu den Sondierungsgesprächen nicht nachlegen wollen. Es bleibt bei den versprochenen Entlastungen in Höhe von zehn Milliarden Euro beim Soli sowie einer Aufbesserung des Kindergelds. Kritik an den Verhandlungsergebnissen der Koalitionäre kommt auch aus den eigenen Reihen. "Ich hätte mir gewünscht, dass wir mutiger und ambitionierter vorgegangen wären", sagte der Chef der Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung der Union, Carsten Linnemann (CDU), der "Welt am Sonntag". Die bisherigen Ergebnisse "können aus Sicht der Mittelschicht nicht zufriedenstellend sein", kritisierte auch der Vorsitzende der Mittelstands-Union Bayern, Hans Michelbach (CSU). "Die Abschmelzung des Mittelstandsbauchs und die Anhebung der Einkommensgrenze von 54.000 Euro für den Spitzensteuersatz müssen auf der Tagesordnung bleiben."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

EU-Haushaltskontrolleurin fordert mehr Effizienz In der Debatte um die Aufstellung eines neuen mehrjährigen EU-Haushalts hat die Chefin des Haushaltskontrollausschusses im Europäischen Parlament, Ingeborg Gräßle (CDU), mehr Effizienz bei der Verwendung von Steuermitteln und zugleich Einsparungen durch die Abschaffung und Zusammenlegung von EU-Agenturen gefordert. (Politik, 24.02.2018 - 04:01) weiterlesen...

Merkel: Flüchtlingspolitik auch positiv bei Finanzen berücksichtigen. Nach dem EU-Sondergipfel in Brüssel sagte sie am Freitagabend, es gebe Länder, die in erheblichem Ausmaß im Umgang mit Flüchtlingen beschäftigt seien. BRÜSSEL - Kanzlerin Angela Merkel möchte den Einsatz von Ländern und Regionen für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen bei den künftigen EU-Finanzen auch positiv berücksichtigen. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 19:47) weiterlesen...

Drohender FCK-Abstieg - Lösung im Streit um Stadionmiete gefunden. KAISERSLAUTERN - Im Streit um die Stadionmiete des vom Abstieg in die dritte Liga bedrohten Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern ist eine Lösung gefunden worden. Der Aufsichtsrat der städtischen Stadiongesellschaft haben einen Nachlass beschlossen, sagte Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Drohender FCK-Abstieg - Lösung im Streit um Stadionmiete gefunden (Wirtschaft, 23.02.2018 - 17:52) weiterlesen...

Polnischer Ministerpräsident im EU-Haushaltsstreit versöhnlich. Das künftige EU-Budget müsse auf einem "gesunden, guten Kompromiss" basieren, sagte Morawiecki am Freitag beim EU-Sondergipfel in Brüssel. BRÜSSEL - Der polnische Ministerpräsident Mateusz Morawiecki gibt sich im Haushaltsstreit der Europäischen Union versöhnlich. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 13:41) weiterlesen...

Juncker warnt vor neuer Spaltung Europas wegen Haushaltsstreits. "Ich bin (..) sehr besorgt, dass es diesen Graben zwischen Ost und West gibt. Der wird manchmal tiefer und manchmal werden diese Differenzen auch begradigt", sagte der frühere Luxemburger Regierungschef beim Treffen der EU-Staats- und Regierungschefs am Freitag in Brüssel. BRÜSSEL - EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat angesichts der Forderungen nach einer Verknüpfung von EU-Geldern an die Aufnahme von Flüchtlingen vor einer neuen Spaltung Europas gewarnt. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 13:28) weiterlesen...

EU-Sondergipfel zum Haushalt in Brüssel begonnen. Der Sondergipfel begann am frühen Nachmittag in Brüssel. BRÜSSEL - Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Freitag mit ihren EU-Kollegen zu Beratungen über die künftigen Aufgaben und die Finanzplanung der Europäischen Union zusammengekommen. (Wirtschaft, 23.02.2018 - 13:21) weiterlesen...