Raumfahrt, Parker Solar Probe

Mit einem Tag Verspätung ist eine Raumsonde der Nasa Richtung Sonne gestartet.

12.08.2018 - 10:42:05

«Parker Solar Probe» - Kurs Sonne: Spektakuläre Nasa-Mission gestartet. Sie ist das erste menschengemachte Objekt, das die äußere Atmosphäre der Sonne, die extrem heiße Korona, durchqueren soll.

Cape Canaveral - Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat erstmals eine Sonde gestartet, die in die Sonnenatmosphäre eintauchen soll.

Die «Parker Solar Probe» hob am Sonntag an Bord einer «Delta IV Heavy»-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida ab, wie die Nasa mitteilte. Der zunächst für Samstag angesetzte Start war wegen einer Unregelmäßigkeit gestoppt und um einen Tag verschoben worden.

Im November wird die Sonde erstmals der rund 150 Kilometer entfernten Sonne nahe kommen. Geschützt von einem fast zwölf Zentimeter dicken Karbonpanzer werde die «Parker Solar Probe» mehr Hitze und Strahlung aushalten müssen als je ein Flugkörper zuvor, berichtete die Nasa. Die Sonde sei etwa so groß wie ein Kleinwagen. Sie soll sich dem Stern unseres Sonnensystems bis auf rund 6,2 Millionen Kilometer nähern und dabei über 1370 Grad Celsius aushalten.

«Parker» werde die Sonne in großen elliptischen Bahnen umkreisen und dabei die äußere Schicht der Sonnenatmosphäre, die Korona, durchqueren. An ihrem geringsten Abstand soll sie eine Geschwindigkeit von 700.000 Kilometer pro Stunde erreichen. Damit würde sie von Hamburg nach Berlin gut eine Sekunde benötigen.

Die Nasa-Forscher versprechen sich von der bis 2025 angesetzten Mission Erkenntnisse darüber, warum die Korona um ein Vielfaches heißer ist als die Oberfläche der Sonne und somit auch über die Funktionsweise von Sternen. Die gesammelten Daten könnten zudem künftige Wettervorhersagen genauer machen.

Die Nasa-Sonde ist nicht die erste, die die Sonne aus der Nähe untersuchen wird. Bereits in den 1970er Jahren starteten die deutsch-amerikanischen Sonden Helios 1 und Helios 2, die jedoch mit rund 45 Millionen Kilometern einen gebührenden Abstand zum Hitzeball hielten.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Altmaier spricht mit Astro-Alex. Der Minister wird zu dem Gespräch am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen erwartet. Rund 20 Minuten ist Zeit für den Austausch aus dem All. Weßling - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wird heute live mit dem deutschen Astronauten Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation ISS sprechen. (Politik, 20.08.2018 - 04:54) weiterlesen...

Astro-Alex steuert irdischen Roboter aus dem All. «Back to work», sagt Gerst. Er ist schließlich nicht zum Spaß für ein paar Stunden Justins Chef. Der Astronaut probt mit dem Roboter den Einsatz bei verschiedenen Szenarien, darunter die Wartung und Reparatur von Solar-Panelen vor einer Marslandschaft. Weßling - Langsam dreht sich Justin - und dann winkt er erst mal: Den Befehl hat der Roboter im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im oberbayerischen Weßling von dem Astronauten Alexander Gerst bekommen, der Justin von der Internationalen Raumstation ISS aus rund 400 Kilometern Höhe steuert. (Politik, 17.08.2018 - 14:02) weiterlesen...

Ehrgeizige Raumfahrtpläne - China präsentiert Rover für Reise «hinter den Mond». Der Ausflug ist nur eines von vielen ambitionierte Zielen, die sich die Chinesen im All gesteckt haben. China will bis Ende des Jahres einen Rover auf die abgewandte Seite des Erdtrabanten bringen. (Wissenschaft, 16.08.2018 - 13:20) weiterlesen...

China zeigt erstmals Rover für Reise «hinter den Mond». Das Fahrzeug verfügt demnach über sechs Räder, zwei Solarmodule und zahlreiche Kameras, mit denen es die Oberfläche untersuchen soll. Der Rover soll mit dem Landemodul «Chang'e 4» im Aitken-Krater nahe dem Südpol des Mondes aufsetzen, der 1970 nach dem amerikanischen Astronomen Robert Grant Aitken benannt wurde. Peking - China treibt seine Pläne voran, als erste Raumfahrtnation auf der Rückseite des Mondes zu landen: Erstmals zeigten Staatsmedien Animationen des noch unbenannten Landeroboters, der den Berichten zufolge Ende des Jahres zum Erdtrabanten aufbrechen soll. (Politik, 16.08.2018 - 12:24) weiterlesen...

Außeneinsatz abgeschlossen - Antenne für Tierbeobachtung erfolgreich an ISS montiert. Tierschützer applaudieren. Sie erhoffen sich von dem deutsch-russischen Projekt «Icarus» neue Erkenntnisse über das Verhalten von Lebewesen auf der Erde. Zwei russische Kosmonauten installieren bei einem Weltraumspaziergang eine Antenne an der Raumstation ISS. (Wissenschaft, 16.08.2018 - 12:18) weiterlesen...

Antenne für Tierbeobachtung an ISS montiert. Mit dem sogenannte Icarus-Projekt wollen die Forscher das Leben auf der Erde ganz neu verstehen. Ziel dieses Projektes ist es, Bewegungen von Tieren auf der Erde besser zu erfassen. Die Wissenschaftler erhoffen sich Aufschluss etwa über Wanderungen von Zugvögeln. Zudem soll Icarus als Frühwarnsystem etwa für Naturkatastrophen wie Erdbeben und Vulkanausbrüche dienen. Baikonur - Mit der erfolgreichen Montage einer Antenne an der Internationalen Raumstationen ISS haben zwei russische Kosmonauten ein deutsch-russisches Projekt zur Tierbeobachtung entscheidend vorangebracht. (Politik, 16.08.2018 - 02:44) weiterlesen...