Klima, Umwelt

Mit dem Pariser Klimaabkommen von 2015 wollte die Weltgemeinschaft gegen die Erderhitzung ankämpfen, doch die Maßnahmen reichen bisher bei weitem nicht aus.

03.12.2018 - 11:08:06

Klimakonferenz in Polen - UN-Generalsekretär: Erderhitzung «Frage von Leben und Tod». Notwendig wären radikale Maßnahmen.

  • Kohlekraftwerk und Windräder - Foto: Julian Stratenschulte

    Vergangenheit und Zukunft: Windräder drehen sich hinter einem Kohlekraftwerk. Foto: Julian Stratenschulte

  • Kohlenhandel - Foto: Oliver Berg

    Kohlenhändler im Ruhrgebiet: Fossile Brennstoffe sind von vorgestern. Foto: Oliver Berg

  • Verkehr in Peking - Foto: Verkehr in Peking: Die Massenmotorisierung schnürt Chinas Metropolen die Luft ab. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv

    Verkehr in Peking: Die Massenmotorisierung schnürt Chinas Metropolen die Luft ab. Foto: Adrian Bradshaw/Archiv

  • Wüste im Norden Chinas - Foto: Bing Han

    Die Wüste im Norden Chinas dehnt sich aus. Foto: Bing Han

  • Atemmasken - Foto: Ole Spata/Archiv

    Schals und Atemmasken gehören in Peking mittlerweile zum Stadtbild. Foto: Ole Spata/Archiv

  • Dürre und Hunger in Kenia - Foto: Stephen Morrison/Archiv

    Dürre und Hunger in Kenia: Experten sehen auch im Klimawandel Gründe für die Flüchtlingsströme. Foto: Stephen Morrison/Archiv

  • Thailand verdorrt - Foto: Rungroj Yongrit/Archiv

    Thailand verdorrt: Ein Dorfbewohner bewegt sich auf dem Grund eines ausgetrockneten Stausees. Foto: Rungroj Yongrit/Archiv

  • Hitzetod - Foto: Hitzetod: Tausende tote Kraben liegen an der kalifornischen Küste - die Meereserwärmung hat sie umgebracht. Foto: Eugene Garcia

    Hitzetod: Tausende tote Kraben liegen an der kalifornischen Küste - die Meereserwärmung hat sie umgebracht. Foto: Eugene Garcia

  • Great Barrier Reef - Foto: Great Barrier Reef Marine Park/Great Barrier Reef Marine Park Authority

    Die hohen Wassertemperaturen haben die Korallenbleiche verstärkt. Foto: Great Barrier Reef Marine Park/Great Barrier Reef Marine Park Authority

  • Smog in Peking - Foto: Andy Wong

    Nach Analysen von Fossilien schätzen Wissenschaftler, dass es eine so hohe CO2-Konzentration wie heute zuletzt vor drei bis fünf Millionen Jahren gab. Foto: Andy Wong

  • Malediven - Foto: Friedel Gierth

    Bedrohtes Paradies: Einsamer Palmenstrand auf der Malediven-Insel Little Bandos. Foto: Friedel Gierth

  • Los Angeles im Dunst - Foto: Ringo Chiu

    Smog in Los Angeles: Die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre ist noch nie so schnell gestiegen wie im vergangenen Jahr. Foto: Ringo Chiu

  • Fidschi-Insel Vorovoro - Foto: DB tribewanted/www.tribewanted.com

    Auch sie ist vom steigenden Meeresspiegel bedroht: die Fidschi-Insel Vorovoro. Foto: DB tribewanted/www.tribewanted.com

  • Hilfeschrei - Foto: Hilfeschrei: Mohamed Nasheed, damals Staatsoberhaupt der Malediven, bei der weltweit ersten Unterwasser-Kabinettssitzung einer Regierung. Foto: epa

    Hilfeschrei: Mohamed Nasheed, damals Staatsoberhaupt der Malediven, bei der weltweit ersten Unterwasser-Kabinettssitzung einer Regierung. Foto: epa

  • Flut in Tuvalu - Foto: Kyodo

    Kinder spielen auf einem vom Meerwasser überflutetem Platz in Funafuti, der Hauptstadt des pazifischen Inselstaats Tuvalu. Foto: Kyodo

  • Solarkraft-Komplex in Marokko - Foto: Teresa Dapp

    So könnte es gehen Bei Ouarzazate in Marokko entsteht der größte Solarkraft-Komplex der Welt. Foto: Teresa Dapp

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    Wie lange hält das Eis noch? Ein Eisbär in der Meerenge Victoria Strait im nördlichen Kanada. Foto: David Goldman

  • Riesiges Solarkraftwerk - Foto: Abdeljalil Bounhar

    Strom aus Wüstensonne: Das gigantische Solarkraftwerk Noor 3 in der Nähe von Ouarzazate in Marokko. Foto: Abdeljalil Bounhar

  • Verkehr in Moskau - Foto: Pavel Golovkin

    Kein Zustand auf Dauer: Verkehrsstau auf einer großen Straße in Moskau, im Hintergrund qualmen große Kraftwerke. Foto: Pavel Golovkin

Kohlekraftwerk und Windräder - Foto: Julian StratenschulteKohlenhandel - Foto: Oliver BergVerkehr in Peking - Foto: Verkehr in Peking: Die Massenmotorisierung schnürt Chinas Metropolen die Luft ab. Foto: Adrian Bradshaw/ArchivWüste im Norden Chinas - Foto: Bing HanAtemmasken - Foto: Ole Spata/ArchivDürre und Hunger in Kenia - Foto: Stephen Morrison/ArchivThailand verdorrt - Foto: Rungroj Yongrit/ArchivHitzetod - Foto: Hitzetod: Tausende tote Kraben liegen an der kalifornischen Küste - die Meereserwärmung hat sie umgebracht. Foto: Eugene GarciaGreat Barrier Reef - Foto: Great Barrier Reef Marine Park/Great Barrier Reef Marine Park AuthoritySmog in Peking - Foto: Andy WongMalediven - Foto: Friedel GierthLos Angeles im Dunst - Foto: Ringo ChiuFidschi-Insel Vorovoro - Foto: DB tribewanted/www.tribewanted.comHilfeschrei - Foto: Hilfeschrei: Mohamed Nasheed, damals Staatsoberhaupt der Malediven, bei der weltweit ersten Unterwasser-Kabinettssitzung einer Regierung. Foto: epaFlut in Tuvalu - Foto: KyodoSolarkraft-Komplex in Marokko - Foto: Teresa DappEisbär - Foto: David GoldmanRiesiges Solarkraftwerk - Foto: Abdeljalil BounharVerkehr in Moskau - Foto: Pavel Golovkin

Kattowitz - Zum offiziellen Auftakt der Weltklimakonferenz in Polen hat UN-Generalsekretär António Guterres in einem dramatischen Appell die knapp 200 Teilnehmerstaaten zu einem entschlossenen Kampf gegen die Erderhitzung ermahnt.

Weltweit sei der Klimawandel für viele Menschen, Regionen und auch ganze Staaten bereits eine «Frage von Leben und Tod», sagte er am Montag in Kattowitz (Katowice). «Wenn wir versagen, werden die Arktis und Antarktis weiter schmelzen, die Korallen sterben, die Meeresspiegel steigen; mehr Menschen werden an Luftverschmutzung sterben und an Wasserknappheit und die Kosten dieses Desasters werden durch die Decke schießen.»

Guterres warnte, die Welt stecke wegen des Klimawandels in großen Schwierigkeiten, die könne kaum überschätzt werden. Es gehe darum, ein «globales Klima-Chaos» abzuwenden, sagte er. «Wir brauchen mehr Taten und mehr Ehrgeiz.»

Beim 24. UN-Klimagipfel verhandeln Vertreter aus knapp 200 Staaten zwei Wochen lang darüber, wie die als historisch eingestuften Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz von 2015 durch klare Regeln zur Umsetzung und Überprüfung ergänzt werden können. In Paris war beschlossen worden, die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius, möglichst sogar auf 1,5 Grad zu begrenzen. Die bisher weltweit zugesagten Maßnahmen zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgase reichen dazu aber bei Weitem nicht aus. Die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, bei der Kohlendioxid frei wird, steht dabei im Mittelpunkt.

Guterres erinnerte daran, dass die Zeit für endlose Verhandlungen fehle. Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre sei so hoch wie seit drei Millionen Jahren nicht. «Trotzdem steigen die Emissionen weiter an.» Nach neuesten Berechnungen müsse der Ausstoß von Kohlendioxid aber bis 2030 um 45 Prozent sinken im Vergleich zu 2010, und schon 2050 netto null erreichen. Warnend verwies er darauf, dass der Treibhauseffekt längst im Gang ist. Nach Berechnungen der Weltwetterorganisation seien die 20 wärmsten je gemessenen Jahre in den vergangenen 22 Jahren gewesen.

@ dpa.de

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