Kriminalität, Prozesse

Mit dem 60.

05.10.2018 - 10:26:06

Freispruch oder Lebenslang? - Angelika W. entschuldigt sich im Prozess um «Horrorhaus». Verhandlungstag ist Schluss. Das Landgericht Paderborn fällt im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter ein Urteil. Nach den Plädoyers reicht die Spanne beim beantragten Strafmaß von Freispruch bis Lebenslang.

  • Mordprozess Höxter - Foto: Jonas Güttler

    Das Paar soll über Jahre hinweg Frauen nach Höxter gelockt und dann misshandelt haben. Foto: Jonas Güttler

  • Spurensicherung - Foto: Marcel Kusch

    Nicht alle Fragen konnten in dem Prozess geklärt werden. So die genaue Todesursache des Opfers Anika W. aus Niedersachsen. Foto: Marcel Kusch

  • Mordprozess Höxter - Foto: Friso Gentsch

    Der Verteidiger von Angelika W. nannte die Taten eine systematische Entmenschlichung der Frauen. Foto: Friso Gentsch

  • Mordprozess von Höxter - Foto: Marcel Kusch

    Eine Autopanne der Angeklagten brachte die Ermittlungen ins Rollen. Foto: Marcel Kusch

Mordprozess Höxter - Foto: Jonas GüttlerSpurensicherung - Foto: Marcel KuschMordprozess Höxter - Foto: Friso GentschMordprozess von Höxter - Foto: Marcel Kusch

Paderborn - Nach fast zwei Jahren Prozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter hat die Mitangeklagte Angelika W. erstmals deutliche Worte der Entschuldigung an die Opfer gerichtet.

«Ich möchte mich in aller Form bei allen Frauen entschuldigen, denen ich Leid angetan habe», sagte sie kurz vor der erwarteten Urteilsverkündung.

Ihr mitangeklagter Ex-Mann Wilfried W. sagte: «Ich wusste nicht, was richtig oder falsch ist. Deswegen wäre eine Therapie gar nicht so schlecht.» In Bezug auf seine Ex-Frau fügte er hinzu: «Zu Angelika habe ich keine Worte mehr - mit ihren Lügen. Ich kann nur sagen, da ist nichts dran.» Vor Gericht hatten sich die beiden Angeklagten gegenseitig schwere Vorwürfe gemacht.

Das Paar soll über Jahre hinweg Frauen mit Kontaktanzeigen in ein Haus in Höxter-Bosseborn gelockt haben. Die Opfer wurden laut Anklage seelisch und körperlich schwer misshandelt. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben an den Folgen der Quälereien.

@ dpa.de

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