Kriminalität, Prozesse

Mit dem 60.

05.10.2018 - 09:28:05

Freispruch oder Lebenslang? - Urteil im Prozess um «Horrorhaus» von Höxter verzögert sich. Verhandlungstag ist Schluss. Das Landgericht Paderborn fällt im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter ein Urteil. Nach den Plädoyers reicht die Spanne beim beantragten Strafmaß von Freispruch bis Lebenslang.

  • Mordprozess Höxter - Foto: Jonas Güttler

    Das Paar soll über Jahre hinweg Frauen nach Höxter gelockt und dann misshandelt haben. Foto: Jonas Güttler

  • Spurensicherung - Foto: Marcel Kusch

    Nicht alle Fragen konnten in dem Prozess geklärt werden. So die genaue Todesursache des Opfers Anika W. aus Niedersachsen. Foto: Marcel Kusch

  • Mordprozess Höxter - Foto: Friso Gentsch

    Der Verteidiger von Angelika W. nannte die Taten eine systematische Entmenschlichung der Frauen. Foto: Friso Gentsch

  • Mordprozess von Höxter - Foto: Marcel Kusch

    Eine Autopanne der Angeklagten brachte die Ermittlungen ins Rollen. Foto: Marcel Kusch

Mordprozess Höxter - Foto: Jonas GüttlerSpurensicherung - Foto: Marcel KuschMordprozess Höxter - Foto: Friso GentschMordprozess von Höxter - Foto: Marcel Kusch

Paderborn - Im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter wird heute mit Spannung das Urteil erwartet. Zu Beginn des Prozesstages stiegen die Richter am Landgericht Paderborn allerdings noch einmal in die Beweisaufnahme ein.

Ein Mithäftling der Angeklagten soll als letzter Zeuge gehört werden. Anschließend hat der 48-jährige Wilfried W. noch die Möglichkeit zu einem letzten Wort. Dann soll das Urteil verkündet werden.

Er und seine Ex-Frau Angelika W. sollen über Jahre hinweg Frauen mit Kontaktanzeigen in ein Haus in Höxter-Bosseborn gelockt haben. Die Opfer wurden laut Anklage seelisch und körperlich schwer misshandelt. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben an den Folgen der Quälereien.

Staatsanwaltschaft und Nebenklägern fordern nach fast zwei Jahren Verhandlung für die beiden Angeklagten lebenslange Haftstrafen und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Die Strafanträge der Verteidiger fallen deutlich niedriger aus. Für Wilfried wollen die Verteidiger wegen verminderter Schuldfähigkeit nur sieben Jahre und sechs Monate Haft. Für Angelika W. fordern ihre Verteidiger aus Mangel an Beweisen Freispruch.

@ dpa.de