UN, Justiz

Mit blutigen Auseinandersetzungen zerfiel in den 90er Jahren das frühere Jugoslawien.

29.11.2017 - 04:52:06

Kroaten drohen schwere Strafen - UN-Kriegsverbrechertribunal fällt sein letztes Urteil. Nach fast einem Vierteljahrhundert geht nun die Arbeit des UN-Kriegsverbrechertribunals zur Aufarbeitung damals begangener Verbrechen mit einem letzten Urteil zu Ende.

Den Haag - Das UN-Kriegsverbrechertribunal zum früheren Jugoslawien wird heute gegen die ehemalige Führungsriege der bosnischen Kroaten das Urteil im Berufungsverfahren sprechen.

Wegen schwerster Verbrechen im Bosnienkrieg (1992-1995) drohen dem damaligen politischen Chef Jadranko Prlic (58) und fünf hohen Offizieren Haftstrafen von bis zu 25 Jahren. Es ist das letzte Urteil des Tribunals in Den Haag, das nach 24 Jahren seine Arbeit beenden wird.

Das Urteil hat besondere Brisanz für die Republik Kroatien, die heute EU-Mitglied ist. Denn die Richter hatten 2013 in erster Instanz eine Mitschuld des damaligen Präsidenten Franjo Tudjman festgestellt. Sollte das bestätigt werden, könnten Entschädigungsforderungen auf Kroatien zukommen. Die Regierung in Zagreb weist jede Verantwortung zurück.

Wegen einer grausamen Terrorkampagne gegen bosnische Muslime waren die sechs Männer 2013 in erster Instanz zu bis zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Ihnen wird unter anderem Mord, Vertreibung, Folter und Vergewaltigung zur Last gelegt.

Vor einer Woche war der bosnisch-serbische Ex-General Ratko Mladic (75) in Den Haag zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Richter des UN-Kriegsverbrechertribunals zum früheren Jugoslawien sprachen ihn unter anderem schuldig wegen des Völkermordes in Srebrenica 1995. Mladic ist nach dem Urteil für schlimmste Gräuel des Balkankrieges (1992 -1995) verantwortlich.

Mladic war Oberkommandant der bosnisch-serbischen Truppen, die im Juli 1995 die UN-Schutzzone Srebrenica überrannt und anschließend etwa 8000 bosnisch-muslimische Jungen und Männer ermordet hatten.

Mladic war erst 2011 nach 16 Jahren auf der Flucht verhaftet und dem UN-Tribunal übergeben worden. Der Prozess dauerte rund fünf Jahre.

@ dpa.de

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