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Wahlen, Parteien

Mehr als 180.000 Menschen sind in den USA mit einer Corona-Infizierung verstorben.

27.08.2020 - 06:12:09

Parteitag der Republikaner - Pence zur Corona-Krise: «Amerika ist eine Nation der Wunder». Der erneut als Vize nominierte Mike Pence zeigt sich jedoch weiterhin zuversichtlich.

  • Richard Grenell - Foto: Susan Walsh/AP/dpa

    Richard Grenell lobt US-Pr?sident Trump auf dem Parteitag der Republikaner in den h?chsten T?nen. Foto: Susan Walsh/AP/dpa

  • Mike Pence - Foto: Andrew Harnik/AP/dpa

    US-Vizepr?sident Mike Pence greift auf dem Parteitag der Republikaner Joe Biden an. Foto: Andrew Harnik/AP/dpa

Richard Grenell - Foto: Susan Walsh/AP/dpaMike Pence - Foto: Andrew Harnik/AP/dpa

Washington - US-Vizepräsident Mike Pence hat sich auf dem Parteitag der Republikaner zuversichtlich gezeigt, dass die Corona-Krise bald überwunden werden kann. Der demokratische Herausforderer Joe Biden habe kürzlich gesagt, dass keine Wunder zu erwarten seien.

«Aber Joe scheint nicht zu verstehen, dass Amerika eine Nation der Wunder ist», sagte Pence in einer historischen Kaserne, Fort McHenry, bei Baltimore im US-Staat Maryland.

Bis Ende des Jahres werde es in den USA den weltweit ersten wirksamen Corona-Impfstoff geben, sagte Pence, der auch die Corona-Task-Force im Weißen Haus leitet. Zurzeit gebe es mehr als 800.000 Corona-Tests am Tag und eine zunehmende Zahl von Behandlungsmöglichkeiten für Covid-19-Patienten.

Mit Bezug auf das Motto des dritten Tages der Parteiversammlung vom «Land der Helden» würdigte Pence Ärzte, Krankenschwestern und alle anderen, die sich für die Bewältigung der Pandemie einsetzten. Zu Beginn seiner Ansprache sagte Pence, dass die im Sommer geplante Hochzeit seiner Tochter Audrey wegen der Corona-Situation habe verschoben werden müssen.

Pence hat die Nominierung des republikanischen Parteitags für eine zweite Amtszeit angenommen. Es sei ihm eine große Ehre, Amerika in dieser Aufgabe zu dienen, sagte er.

Scharfe Attacken richtete Pence gegen den Kandidaten der Demokraten: «Joe Biden wäre nichts anderes als ein Trojanisches Pferd für die radikale Linke.» Biden trete für offene Grenzen und eine Gesundheitsversorgung für illegal eingewanderte Ausländer ein. Hingegen sorge Präsident Donald Trump für sichere Grenzen.

Entschieden wandte er sich gegen Gewalt bei den jüngsten Proteste in Minneapolis, Portland oder zuletzt in Kenosha. «Die Gewalt muss aufhören. Zu viele Helden sind gestorben für die Verteidigung unserer Freiheit, um nun zu sehen, wie Amerikaner gegeneinander losschlagen.» In einem Amerika unter Joe Biden werde es keine Sicherheit geben, warf Pence dem Konkurrenten vor.

Der frühere US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, hat beim Parteitag die Politik von US-Präsident Donald Trump gelobt.

«America First ist einfach die Überzeugung, dass Politiker sich auf die Gleichheit und Würde eines jeden Amerikaners konzentrieren sollten», sagte Grenell. «Und dass diese Pflicht erfüllt wird, indem man die Sicherheit und den Wohlstand des amerikanischen Volkes über alles andere fördert. Das ist America First. Das ist die Trump-Doktrin.»

Grenell sagte: «Als US-Botschafter in Deutschland hatte ich einen Sitz in der ersten Reihe in Donald Trumps America First Außenpolitik. Ich wünschte, jeder Amerikaner könnte sehen, wie Präsident Trump in ihrem Namen verhandelt.» Er sei Zeuge geworden, wie Trump Bundeskanzlerin Angela Merkel «verzaubert» habe, während er gleichzeitig darauf bestanden habe, dass Deutschland seinen Nato-Verpflichtungen bei Verteidigungsausgaben nachkommt.

«In vier Jahren hat Donald Trump keine neuen Kriege begonnen», sagte der ehemalige amtierende US-Geheimdienstkoordinator. Trump habe erkannt, dass die endlosen Kriege Amerikas eine «Katastrophe» seien. Er habe Soldaten nach Hause gebracht, das Militär wieder aufgebaut und Friedensabkommen unterzeichnet, die Amerikaner sicherer machten. «Die Eliten in Washington wollen, dass Sie diese Art von Außenpolitik für unmoralisch halten. Und deshalb nennen sie sie nationalistisch», sagte Grenell. Diese Eliten dächten, dass sie Trump damit beleidigen würden. «Als ob der amerikanische Präsident die Außenpolitik nicht auf die nationalen Interessen Amerikas stützen sollte.»

© dpa-infocom, dpa:200827-99-323423/3

@ dpa.de

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