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Rente, Angela Merkel

Manche Rentenexperten halten eine Verlängerung der Arbeitszeit im Leben für nötig - um die Rente stabil zu halten.

23.06.2021 - 19:28:06

Rente - Merkel gegen höheres Rentenalter. Viele Menschen in Deutschland gehen aber den umgekehrten Weg.

Auch die Zahl der Anträge für besonders langjährig Versicherte auf Rente ab 63 war zuletzt erneut gestiegen. So gab es im vergangenen Jahr rund 260.000 - 2019 waren es rund 257.000. Bei der Einführung 2014 hatte die Regierung jährlich rund 200.000 Antragsteller prognostiziert. Doch seit Inkrafttreten der Rente ab 63 stieg die Zahl der Anträge insgesamt auf rund 1,7 Millionen. Die Altersgrenze für diese abschlagsfreie Altersrente steigt bis 2029 schrittweise auf 65 Jahre.

Reformbedarf sieht Merkel vor allem bei der privaten Vorsorge. «Wir brauchen noch ein zusätzliches Produkt, was auch eine private Vorsorge für Geringverdiener möglich macht», sagte sie. Sie bedauere, dass noch kein gutes Vorsorgeprodukt gefunden sei. Dabei sei der Impuls der Riester-Rente richtig gewesen. Dieser staatlich geförderte Aufbau privater Vorsorge gilt als zu teuer und unrentabel. Merkel sagte, Geringverdiener müssten beim Aufbau privater Altersvorsorge anders unterstützt werden als mit steuerlichen Vorteilen.

Gleichzeitig wandte sich Merkel gegen grundlegende Reformen des Rentensystems. Negative Prognosen zur Rente aus der Vergangenheit hätten sich nicht bewahrheitet. In den vergangenen Jahren habe höhere Beschäftigung als vorausgesehen geholfen. Die Umlagefinanzierung bei der gesetzlichen Rente habe sich bereits länger bewährt als gedacht - das Prinzip könne sich auch weiter bewähren.

Der Anstieg bei den Sonderzahlungen der Versicherten für abschlagsfreien früheren Rentenbeginn wurde von der Rentenversicherung als Zeichen für das Vertrauen in die gesetzliche Rente gewertet, wie Hans-Werner Veen, der Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Rentenversicherung Bund anlässlich einer Vertreterversammlung sagte.

Immer mehr Versicherte wickeln ihre Kommunikation mit der Rentenversicherung inzwischen auch online ab. Wurden die Angebote 2015 rund 320.000 Mal in Anspruch genommen, so gab es im vergangenen Jahr über 2 Millionen Aufrufe.

© dpa-infocom, dpa:210623-99-115263/3

@ dpa.de