Migration, Flüchtlinge

Madrid - Spanien wird die Insassen des von Italien abgewiesenen Flüchtlingsschiffes «Aquarius» genauso wie andere Migranten behandeln.

14.06.2018 - 14:20:05

Flüchtlingsschiff erwartet - Spanien: Behandeln «Aquarius»-Insassen wie andere Migranten

«Sie werden so behandelt werden, wie alle Flüchtlinge, die bei uns etwa auf Booten eintreffen», sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Donnerstag in einem Radiointerview.

«Wir werden wie immer jeden Fall einzeln prüfen», sagte der Minister. Falls vom Migranten Asyl beantragt werde, werde man untersuchen, ob dieser die gesetzlichen Voraussetzungen erfülle oder ob man einen Ausweisungsprozess einleiten müsse.

Die neue sozialistische Regierung Spaniens hatte am Montag die Bereitschaft zur Aufnahme der insgesamt 629 Flüchtlinge bekanntgegeben, nachdem Italien nach Rettungsaktionen am Wochenende der «Aquarius» die Einfahrt in einen Hafen verwehrt und das Boot zwei Tage lang blockiert hatte. Man habe eine «ethische Antwort» gegeben, sagte dazu Grande-Marlaska.

Mit 106 der Geretteten an Bord steuerte die «Aquarius» am Donnerstag östlich von Sardinien weiterhin die ostspanische Küstenstadt Valencia an. Bis zu vier Meter hohe Wellen machten Migranten und Helfern auf dem Rettungsschiff zu Schaffen, wie SOS Mèditerranée auf Twitter mitteilte. Die übrigen Flüchtlinge waren an zwei andere Schiffe abgegeben worden, die ebenfalls nach Valencia unterwegs sind. Die Schiffe könnten den Hafen am Wochenende erreichen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Rettungsschiff «Aquarius» fährt wegen Flagge nach Marseille. Nach Aufforderung des Schiffseigentümers müsse das Schiff nach Marseille fahren, um die politische und administrative Situation mit seiner Flagge zu klären, teilte die Hilfsorganisation SOS Méditerranée mit. Das britische Überseegebiet Gibraltar hatte Anfang der Woche angekündigt, der «Aquarius» die Flagge zu entziehen. Die «Aquarius» war nach fünftägigem Ausharren auf dem Meer in den Hafen der maltesischen Hauptstadt Valletta eingelaufen. Valletta - Das Flüchtlings-Rettungsschiff «Aquarius» steuert nach seinem jüngsten Einsatz im Mittelmeer nun zunächst nach Südfrankreich. (Politik, 16.08.2018 - 20:52) weiterlesen...

Merkel: mehr Engagement des Bundes für Abschiebungen. Das kündigte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Gespräch mit der sächsischen CDU-Landtagsfraktion in Dresden an. Das gelte vor allem mit Blick auf die Beschaffung von Pässen. Dies sei etwas, womit man eine Landesregierung nicht allein lassen dürfe. Nach Merkels Auffassung ist durch die große Zahl der Flüchtlinge in Deutschland auch Vertrauen verloren gegangen, ob der Staat das ordnen und steuern könne. Sie sei sich mit der sächsischen CDU über die Wege dazu in vielem einig. Dresden - Der Bund will mehr Verantwortung bei der Rückführung von Flüchtlingen übernehmen. (Politik, 16.08.2018 - 20:42) weiterlesen...

Diskussion über «Spurwechsel» - Seehofer legt Eckpunkte für Einwanderungsgesetz vor. Der zuständige Innenminister geht jetzt in die Offensive. Von einem «Spurwechsel» ist aber nicht die Rede. Noch in diesem Jahr soll das lange diskutierte Einwanderungsgesetz kommen. (Politik, 16.08.2018 - 18:54) weiterlesen...

Hamburg verkauft Flüchtlingshäuser bei Ebay. «Die Resonanz am ersten Tag war enorm, wir hatten um die 100 Anfragen», sagte der Sprecher des Zentralen Koordinierungsstabs Flüchtlinge, Daniel Posselt. «Es gab Interesse aus ganz Deutschland.» Der Andrang war sogar so groß, dass die Anzeige bereits nach nur rund 48 Stunden wieder gelöscht wurde. Das Mindestgebot für eins der 28 Quadratmeter großen Holzhäuser lag bei 1000 Euro, der Neupreis habe pro Stück 23 000 Euro betragen. Hamburg - 50 ehemalige Flüchtlingshäuser hat die Stadt Hamburg in Ebay-Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten. (Politik, 16.08.2018 - 17:06) weiterlesen...

Diskussion über «Spurwechsel» - CSU lehnt Günther-Vorstoß zu Perspektiven für Geduldete ab Berlin - Die CSU weist den Vorstoß des Kieler Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) zurück, bestimmten abgelehnten Asylbewerbern eine Bleibeperspektive zu eröffnen. (Politik, 16.08.2018 - 09:48) weiterlesen...

An Botschaften rund um Syrien - Tausende Terminanträge für Familiennachzug nach Deutschland. Viele Syrer hierzulande würden gerne Ehepartner, Vater und Mutter oder Kinder zu sich nach Deutschland holen. Doch nicht nur Syrer möchten ihren Angehörigen folgen. Der syrische Bürgerkrieg hat Familien zerrissen. (Politik, 16.08.2018 - 08:14) weiterlesen...