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Fußball, DFB

Ljubljana - Stefan Kuntz und die deutsche U21-Nationalmannschaft haben sich mit einer mitreißenden Final-Vorstellung den Traum vom EM-Titel erfüllt.

06.06.2021 - 23:14:11

Zum dritten Mal - Deutsche U21 feiert wieder als Europameister

  • F?hrungstreffer - Foto: Marton Monus/dpa

    Torsch?tze Lukas Nmecha (Deutschland, 2.v.l) wird von den Mitspielern f?r sein Tor gefeiert. Foto: Marton Monus/dpa

  • Tor ins Gl?ck - Foto: Marton Monus/dpa

    Lukas Nmecha (Deutschland, l) erzielt gegen Portugals Torh?ter Diogo Costa das Tor zur 1:0-F?hrung. Foto: Marton Monus/dpa

  • U21-Kapit?n - Foto: Marton Monus/dpa

    Deutschlands Arne Maier (Deutschland) behauptet den Ball vor Portugals Florentino Luis (r). Foto: Marton Monus/dpa

  • Sicherer R?ckhalt - Foto: Marton Monus/dpa

    Torh?ter Finn Dahmen sichert den Ball in brenzliger Situation. Foto: Marton Monus/dpa

F?hrungstreffer - Foto: Marton Monus/dpaTor ins Gl?ck - Foto: Marton Monus/dpaU21-Kapit?n - Foto: Marton Monus/dpaSicherer R?ckhalt - Foto: Marton Monus/dpa

Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes gewann in Ljubljana ein hochklassiges und temporeiches Endspiel gegen Angstgegner Portugal verdient mit 1:0 (0:0) und krönte sich zum dritten Mal nach 2009 und 2017 zum Europameister. Lukas Nmecha vom RSC Anderlecht, der mit insgesamt vier Treffern auch bester Torschütze des Turniers wurde, sorgte für den umjubelten Treffer (49. Minute). Für die DFB-Elf war es im dritten Endspiel in Serie unter Erfolgscoach Kuntz der nächste Triumph nach 2017.

Wenige Tage vor der Europameisterschaft der A-Nationalmannschaft von Bundestrainer Joachim Löw sendete der deutsche Fußball-Nachwuchs vor 4883 Zuschauern ein eindrucksvolles Signal, dass trotz viel Kritik auch viel Qualität vorhanden ist. Die Auftritte in Ungarn und Slowenien dürften auch Löw-Nachfolger Hansi Flick freuen.

Im Gegensatz zur goldenen Generation mit den späteren Weltmeistern um Manuel Neuer («Ihr werdet Europameister») im Jahr 2009 und deren Nachfolger um Serge Gnabry acht Jahre später zählte die 2021er Auswahl vor dem Endrundenstart nicht zu den Titelkandidaten. Immer wieder hieß es, es sei nicht der stärkste Jahrgang, die Marktwertvergleiche mit Topnationen nervten die Spieler mitunter. Als Turniermannschaft par excellence kämpfte sich die DFB-Elf aber trotzdem bis ins Finale.

In einer schwierigen Gruppenphase und einem packenden Elfmeterkrimi im Viertelfinale gegen Dänemark musste die deutsche Mannschaft Widerstände überwinden - und das war auch im Endspiel erstmal der Fall. Die flinken und technisch versierten Portugiesen erwischten den besseren Start. Ein Schuss von Tiago Tomas ging knapp vorbei (8.), Amos Pieper rettete in höchster Not gegen Diogo Dalot (13.).

Doch die Mentalitätstruppe um Anführer Niklas Dorsch (KAA Gent) kämpfte sich schnell ins Spiel, erfüllte wie gefordert den Wunsch von Kuntz. «Macht Zuschauer und Familien stolz», hatte der Erfolgscoach kurz vor dem Spiel gesagt - und das taten seine Jungs.

Nur eine Winzigkeit fehlte dem Leverkusener Florian Wirtz, der per Doppelpack das Halbfinale gegen die Niederlande entschieden hatte, für die Führung. Sein abgefälschter Schuss prallte von der Unterkante der Latte nicht ins Tor und setzte damit das Aluminium-Pech der deutschen Auswahl im Turnier fort. Nmecha (21.) und Arne Maier (29.) scheiterten an Portugals stark parierenden Keeper Diogo Costa.

Insgesamt drängte Deutschland vor der Pause mehr auf die Führung, Portugal blieb bei aber gefährlich. Bezeichnend für den Teamgeist der DFB-Elf war eine Großchance der Iberer, die mit vereinten Kräften und viel Einsatz so gerade noch vereitelt werden konnte (45.+1).

Die DFB-Interimspräsidenten Rainer Koch und Peter Peters durften nach dem Seitenwechsel schnell über die Führung jubeln. Der einzige A-Nationalspieler des Teams, Ridle Baku, behielt Ruhe und Übersicht bei seinem Pass auf Nmecha. Und die Tormaschine im deutschen Spiel verwandelte im 20. U21-Einsatz eiskalt zum zwölften Treffer.

In der Schlussphase war wiederholt auch Schlussmann Finn Dahmen gefordert. Bei Kontern fehlte es seinen Vorderleuten an Präzision. Karim Adeyemi verpasste das 2:0 (72./81.). Portugal, das zuletzt fünfmal nacheinander gegen Deutschland gewonnen hatte, drängte vergeblich auf den Ausgleich.

© dpa-infocom, dpa:210606-99-887741/3

@ dpa.de