Internet, Verfassungsschutz

Linksextremistische Computer-Hacker bereiten angeblich weltweite Cyberangriffe auf staatliche Einrichtungen und Unternehmen vor.

13.07.2018 - 00:13:47

Verfassungsschutz befürchtet Cyberattacken von Linksextremisten

Das geht laut eines Berichts des Nachrichtenmagazins Focus aus einer vertraulichen Lageeinschätzung des Bundesamtes für Verfassungsschutz ("VS - Nur für Dienstgebrauch") hervor. Demnach haben Linksextremisten auf der deutschsprachigen Internetplattform "de.indymedia.org" bereits im April 2018 einen entsprechenden Aufruf mit dem Titel "Hack the System!" an die internationale Szene verbreitet.

Darin werden Sympathisanten aufgefordert, sich zu Computerhackern fortzubilden und die staatlichen Strukturen zu attackieren. Der Anarchismus müsse "die digitale Welt erobern", heißt es Focus zufolge in dem Text. Auch wenn linke Hacker "erste revolutionäre Akte im Cyberspace vollführt" hätten, sei dieser Widerstand "noch zu gering und müsse stetig ausgebaut werden". Wie Focus weiter schreibt, nimmt der Verfassungsschutz die Drohungen sehr ernst. Sollte es den Tätern gelingen, Cyberangriffe im großen Stil durchzuführen, "drohen immense Gefahren sowohl für alle hochsensiblen Sicherheitsbereiche staatlicher Einrichtungen als auch für Wirtschaftsunternehmen wie Banken, Rüstungsindustrie etc.", zitiert Focus aus der Analyse der Verfassungsschützer. Die finanziellen Schäden wären "kaum überschaubar", hinzu käme die enorme Symbolkraft solcher Attacken. Laut Verfassungsschutz verfügt die anarchistische Szene "über ein gewisses Know-how im gesamten IT-Bereich." Für einen bundes- oder weltweiten Netzwerkkrieg müssten sie jedoch noch "sehr gut ausgebildete IT-Spezialisten und vor allem Hacker" rekrutieren. Ob das gelinge, sei zum jetzigen Zeitpunkt fraglich.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Diskriminierungsvorwürfe gegen Uber: US-Behörde ermittelt. Eine Ermittlung der zuständigen US-Behörde Equal Employment Opportunity Commission läuft bereits seit vergangenem August, wie informierte Kreise am Montag bestätigten. Zuvor hatte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider darüber berichtet. Demnach untersuchen die Regulierer die Einstellungspraktiken sowie Gehaltsunterschiede und andere mögliche geschlechterbedingte Benachteiligungen. SAN FRANCISCO - Der Fahrdienstvermittler Uber ist wegen Diskriminierungsvorwürfen ins Visier von US-Aufsehern geraten. (Boerse, 16.07.2018 - 18:53) weiterlesen...

48 Prozent der Internetnutzer können Werbung schlecht erkennen 48 Prozent der Internetnutzer in Deutschland können eigenen Angaben zufolge nur schwer Werbung von Inhalten unterscheiden. (Politik, 16.07.2018 - 11:50) weiterlesen...

US-Regierung hebt Embargo gegen Chinas Telekom-Riesen ZTE auf. ZTE habe seine wegen Sanktionsverstößen auferlegte Strafe von einer Milliarde Dollar beglichen und zusätzliche 400 Millionen Dollar auf ein Treuhandkonto eingezahlt, teilte das US-Handelsministerium am Freitag mit. Damit seien die Bedingungen erfüllt, um die Geschäftsbeschränkungen aufheben zu können. WASHINGTON - Der chinesische Netzwerkausrüster und Smartphone-Anbieter ZTE darf seine Geschäfte mit US-Firmen wieder aufnehmen. (Boerse, 13.07.2018 - 19:25) weiterlesen...

Chinesischer Telekomausrüster ZTE nimmt letzte Hürde für Ende der US-Sanktionen. Der Telekomausrüster und das US-Handelsministerium haben nach Angaben der US-Regierung vom Mittwochabend als letzten Teil eines Vergleichs von Anfang Juni eine Treuhandvereinbarung unterzeichnet. PEKING/WASHINGTON - Der im Handelskrieg zwischen Peking und Washington zum Spielball gewordene chinesische Konzern ZTE kann bald wieder bei Zulieferern in den Vereinigten Staaten einkaufen. (Boerse, 12.07.2018 - 07:53) weiterlesen...

Altmaier will einen 'Airbus' der künstlichen Intelligenz. "Wir müssen in enger Zusammenarbeit mit den bestehenden Akteuren, insbesondere den Autoherstellern, einen neuen Akteur bei der künstlichen Intelligenz schaffen, wie wir es mit Airbus gemacht haben", sagte der CDU-Politiker in einem Interview der französischen Zeitung "Le Figaro" (Mittwoch). Der Flugzeugbauer Airbus gilt als Vorzeigebeispiel für die Schaffung eines europäischen Branchen-Champions. PARIS/BERLIN - Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat den Aufbau eines starken europäischen Unternehmens im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) gefordert. (Boerse, 11.07.2018 - 12:55) weiterlesen...

Britische Datenschutzbehörde fordert 500 000 Pfund von Facebook. Das teilte die Datenschutzbeauftragte Elizabeth Denham in der Nacht zu Mittwoch mit. Das weltgrößte Online-Netzwerk habe gegen das Gesetz verstoßen, da es nicht vermocht habe, die Daten von Mitgliedern zu schützen. Zudem habe es das Unternehmen nicht geschafft, transparent zu zeigen, wie die Daten abgeschöpft worden seien. Facebook hat nun noch die Möglichkeit, auf die Absichtserklärung Denhams zu antworten, bevor es eine endgültige Entscheidung geben wird. LONDON - Wegen des jüngsten Datenskandals will die britische Datenschutzbehörde ICO den US-Konzern Facebook mit einer Strafe von 500 000 Pfund (rund 565 000 Euro) belegen. (Boerse, 11.07.2018 - 10:45) weiterlesen...