ARD Das Erste

Köln - Sperrfrist: 14.06.2018 22:15 Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

15.06.2018 - 00:21:22

ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit hält WM-Boykott deutscher Politiker für nicht angemessen

Köln -

Sperrfrist: 14.06.2018 22:15 Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.

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Ein Fernbleiben der Kanzlerin und Minister von der Fußball-WM wegen der Kritik an Russland halten 26 Prozent für angemessen, 69 Prozent halten ein Fernbleiben für nicht angemessen. Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends von Montag bis Dienstag dieser Woche ergeben. In der Frage, ob es richtig war, die Fußball-Weltmeisterschaft nach Russland zu geben, sind die Deutschen gespalten. 45 Prozent der Befragten im ARD-DeutschlandTrend sind der Meinung, dass es richtig war, die WM nach Russland zu vergeben. 42 Prozent sagen, dass es ein Fehler war. Zum Vergleich: Zu den olympischen Winterspielen in Sotschi sagten im ARD-Deutschland-Trend Februar 2014 34 Prozent, dass es richtig war, die Olympischen Spiele nach Russland zu vergeben. 57 Prozent sagten damals, dass es ein Fehler war.

Nach Meinung von 45 Prozent der Befragten ist Doping bei der Fußball-WM in Russland ein großes bzw. sehr großes Problem. 35 Prozent halten es für ein kleines Problem. 12 Prozent sehen darin gar kein Problem.

Zum Verhältnis zu Russland insgesamt sind 93 Prozent der Befragten der Auffassung, dass sich Russland stärker um einen Dialog mit dem Westen bemühen sollte (+2 Punkte im Vergleich zu April 2018). 6 Prozent sind gegenteiliger Auffassung. 88 Prozent sind der Meinung, dass der Westen sich stärker um einen Dialog mit Russland bemühen sollte (+2). 11 Prozent sind gegenteiliger Meinung. 76 Prozent stimmen der Aussage zu, dass Russlands Präsident Putin jedes Mittel recht ist, um russische Interessen durchzusetzen (+4). 19 Prozent stimmen dieser Aussage nicht zu. 37 Prozent geben an, nachvollziehen zu können, dass sich Russland vom Westen bedroht sieht (-11). 60 Prozent der Befragten können dies nicht nachvollziehen. Die wirtschaftlichen Sanktionen im Zuge der Krim-Annexion halten 59 Prozent der Befragten für angemessen. 34 Prozent halten sie für nicht angemessen. Hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Befragten in West- und Ostdeutschland: 64 Prozent der Befragten in westdeutschen Bundesländern halten die Sanktionen für angemessen, 30 Prozent tun dies nicht. Von den Befragten in den ostdeutschen Bundesländern halten 42 Prozent die Sanktionen für angemessen, 50 Prozent tun dies nicht.

Befragungsdaten - Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland - Fallzahl: 1.006 Befragte; - Erhebungszeitraum: 11.06.2018 bis 12.06.2018 - Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI) - Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame - Schwankungsbreite: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte * bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

Die Fragen im Wortlaut: Was meinen Sie: War es richtig, die WM nach Russland zu vergeben oder war es ein Fehler? Halten Sie wegen der Kritik an Russland ein Fernbleiben der deutschen Kanzlerin und Minister vom Turnier für angemessen oder für nicht angemessen? Ist Doping bei der Fußball-WM in Russland Ihrer Meinung nach ein sehr großes, großes, kleines oder gar kein Problem? Russland steht nach der Annexion der Krim und wegen der Missachtung von Menschenrechten und Pressefreiheit in der Kritik. Die Europäische Union hat wegen der Krim-Annexion Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Halten Sie wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland für angemessen oder für nicht angemessen? Ich lese Ihnen nun einige Aussagen zu Russland vor und Sie sagen mir bitte jeweils, ob Sie dieser Aussage eher zustimmen oder eher nicht zustimmen.

a. Russlands Präsident Putin ist jedes Mittel recht, um russische Interessen durchzusetzen. b. Ich kann nachvollziehen, dass sich Russland vom Westen bedroht sieht. c. Der Westen sollte sich stärker um einen Dialog mit Russland bemühen. d. Russland sollte sich stärker um einen Dialog mit dem Westen bemühen.

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