Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Klimaziel-Vorschlag der EU-Kommission ist Mogelpackung: Deutsche Umwelthilfe fordert wissenschaftlich fundierte Zielvorgaben zur Einhaltung der Pariser Klimaziele

16.09.2020 - 14:22:28

Klimaziel-Vorschlag der EU-Kommission ist Mogelpackung: Deutsche Umwelthilfe fordert wissenschaftlich fundierte Zielvorgaben zur Einhaltung der Pariser Klimaziele. Berlin - - Kommission schl?gt verw?ssertes 55 Prozent CO2-Reduktionsziel bis 2030 vor - Wissenschaftlich notwendig f?r Erreichung der Pariser Klimaziele w?ren mindestens 65 Prozent - DUH lehnt Ausweitung des Emissionshandels auf Stra?enverkehr und Geb?ude wegen fehlender Lenkungswirkung ab und fordert Ausstieg ...

Berlin -

- Kommission schl?gt verw?ssertes 55 Prozent CO2-Reduktionsziel bis 2030 vor - Wissenschaftlich notwendig f?r Erreichung der Pariser Klimaziele w?ren mindestens 65 Prozent - DUH lehnt Ausweitung des Emissionshandels auf Stra?enverkehr und Geb?ude wegen fehlender Lenkungswirkung ab und fordert Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor ab 2025

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert das heute von EU-Kommissionspr?sidentin Ursula von der Leyen verk?ndete CO2-Reduktionsziel von 55 Prozent bis 2030 als Mogelpackung. Erstmals flie?en auch Aufforstung und Landnutzungsma?nahmen mit ein, so genannte CO2-Senken. Nach ersten Berechnungen schw?chen diese das Klimaziel um 2,5 Prozent. Die Europ?ische Kommission ver?ffentlicht morgen ihren Vorschlag f?r ein erh?htes EU-Klimaziel sowie die dazugeh?rige Folgenabsch?tzung. Der DUH liegt bereits ein Leak dazu vor.

DUH-Bundesgesch?ftsf?hrer Sascha M?ller-Kraenner: "Die EU-Kommission nutzt klimapolitische Taschenspielertricks. Durch die neue Berechnungsmethode m?ssen die Mitgliedstaaten entsprechend weniger reale Emissionsreduktionen erbringen. Bereits ein 55 Prozent-Ziel ohne diese Verw?sserung w?re unzureichend, denn mindestens 65 Prozent sind notwendig, um das Pariser Klimaabkommen noch einhalten zu k?nnen. Der Umweltausschuss des EU-Parlaments hat sich vergangene Woche zumindest f?r eine Erh?hung auf 60 Prozent ausgesprochen. Jetzt m?ssen die Mitgliedstaaten nachziehen. Die deutsche Ratspr?sidentschaft muss sich auf den kommenden EU-Ratstreffen f?r ein Klimaziel in angemessener H?he und ohne Schlupfl?cher einsetzen."

J?rgen Resch, Bundesgesch?ftsf?hrer der DUH, kommentiert: "Die Einf?hrung eines Emissionshandels im Stra?enverkehr verw?ssert die bisherigen Klimaschutzma?nahmen im Verkehrssektor. Statt auf wirkungslose Scheinl?sungen zu setzen, muss die Kommission die anstehende Revision der CO2-Flottengrenzwerte ambitioniert umsetzen. Die von der Kommission anvisierte Reduktion um 50 Prozent im Vergleich zu 2021 ist jedoch immer noch zu schwach. Wir fordern einen vollst?ndigen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor ab 2025."

Die DUH kritisiert, dass die Kommission einen Paris-konformen Zielpfad gar nicht erst berechnet hat. Dabei zeigt die von der Kommission f?r ihren Vorschlag durchgef?hrte Folgenabsch?tzung zu dem verw?sserten 55-Prozent Ziel, dass deutlich mehr m?glich gewesen w?re. Die geplante Anhebung des Klimaziels ist demnach mit zahlreichen positiven Nebeneffekten verbunden. So w?rden allein in Gesundheitssystemen ?ber 100 Milliarden Euro durch geringere Luftverschmutzung gespart werden. Und auch Brennstoffimporte in H?he von 100 Milliarden Euro k?nnten vermieden werden. Wenn sich die Kommission ehrgeizigere Klimaziele gesetzt h?tte, w?ren nach Ansicht der DUH die positiven Effekte noch weitaus h?her ausgefallen.

Erreicht werden soll das nun vorgeschlagene Klimaziel vor allem durch eine Ausweitung des Emissionshandels auf den Stra?enverkehr und den Geb?udesektor. Wegen hoher CO2-Vermeidungskosten in diesen Bereichen kann der Emissionshandel hier aber keine nennenswerte Lenkungswirkung entfalten. Das zeigte erst k?rzlich eine Studie von Transport & Environment. Die EU-Kommission schl?gt damit die Einf?hrung industriefreundlicher Scheinl?sungen vor und keine strukturelle Transformation des Verkehrs- und Geb?udesektors hin zu Klimaneutralit?t.

Mit der Erweiterung des Emissionshandels plant die Kommission zugleich eine Schw?chung und perspektivisch sogar Abschaffung der Lastenteilungsentscheidung ("Effort Sharing"), die als einziges EU-Instrument verpflichtende CO2-Reduktionsziele auf Ebene der Mitgliedstaaten vorsieht. Damit k?nnten Nationalregierungen aus der Verantwortung entlassen werden, bestehende verbindlich nationale Minderungsziele im Verkehrs- und Geb?udesektor einzuhalten.

Die Verabschiedung eines h?heren 2030-Ziels f?r die EU ist im Rahmen der UN-Klimaverhandlungen geboten und selbsterkl?rtes zentrales Ziel der deutschen Ratspr?sidentschaft. Zun?chst wird sich der Umweltministerrat Ende September mit dem Kommissionsvorschlag befassen. Eine Einigung zum 2030-Ziel wird beim Europ?ischen Ratsgipfel im Oktober oder Dezember erwartet.

Pressekontakt:

Sascha M?ller-Kraenner, Bundesgesch?ftsf?hrer 0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

J?rgen Resch, Bundesgesch?ftsf?hrer 0171 3649170, resch@duh.de

DUH-Pressestelle:

Matthias Walter, Marlen Bachmann, Thomas Grafe 030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/22521/4708197 Deutsche Umwelthilfe e.V.

@ presseportal.de