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Regierung, Militär

Kaum ein Tag vergeht derzeit ohne neue Horrormeldungen über Polizeigewalt nach dem Putsch in Myanmar.

08.03.2021 - 11:54:10

Nach Militärputsch - Wieder Tote bei Massenprotesten in Myanmar. Die Zahl der Toten steigt immer weiter - auch heute sind wieder Demonstranten ums Leben gekommen.

  • Soldaten - Foto: Str/AP/dpa

    Auch Soldaten waren gegen die Demonstranten in Yangon im?Einsatz. Die Demonstranten fordern die Wiedereinsetzung der 75-J?hrigen, die im Land sehr beliebt ist. Foto: Str/AP/dpa

  • Barrikade - Foto: Str/AP/dpa

    Ein Demonstrant steht w?hrend eines Protestes gegen den Milit?rputsch in Yangon auf einer Barrikade. Foto: Str/AP/dpa

  • Polizei - Foto: Bereitschaftspolizisten stehen w?hrend eines Protestes gegen den Milit?rputsch auf einer Stra?e in?Yangon. Das Milit?r hatte sich vor rund einem Monat zur?ck an die Macht geputscht und die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi unter Hausarrest geste

    Bereitschaftspolizisten stehen w?hrend eines Protestes gegen den Milit?rputsch auf einer Stra?e in?Yangon. Das Milit?r hatte sich vor rund einem Monat zur?ck an die Macht geputscht und die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi unter Hausarrest geste

Soldaten - Foto: Str/AP/dpaBarrikade - Foto: Str/AP/dpaPolizei - Foto: Bereitschaftspolizisten stehen w?hrend eines Protestes gegen den Milit?rputsch auf einer Stra?e in?Yangon. Das Milit?r hatte sich vor rund einem Monat zur?ck an die Macht geputscht und die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi unter Hausarrest geste

Yangon - In Myanmar haben Sicherheitskräfte am Montag wieder mit scharfer Munition auf Demonstranten geschossen. In Myitkyina seien mindestens zwei Männer getötet worden, mindestens drei weitere seien schwer verletzt worden, sagte ein Augenzeuge der Deutschen Presse-Agentur.

Auf Fotos in sozialen Netzwerken war der leblose Körper eines Opfers zu sehen. «Wir waren etwa 400 Leute, als das Militär plötzlich geschossen hat», erklärte der Aktivist Kyaw Zin Oo. Die Opfer seien vor einer katholischen Kirche ums Leben gekommen.

Landesweit gingen zum Wochenbeginn erneut Zehntausende Menschen auf die Straßen, um gegen den Militärputsch von Anfang Februar zu protestieren. Die Demonstranten fordern seit fünf Wochen die Freilassung und Wiedereinsetzung der festgesetzten Regierungschefin Aung San Suu Kyi. In der vergangenen Woche hatte die Gewalt ihren bisherigen blutigen Höhepunkt erreicht: Nach UN-Angaben starben allein am Mittwoch 38 Menschen. Internationale Appelle und Sanktionen, die etwa die USA und Großbritannien gegen die Generäle verhängt haben, blieben bislang ohne Wirkung.

Am Sonntagabend führte die Armee zahlreiche Razzien in der größten Stadt Yangon (früher: Rangun) durch. Aus mehreren Gegenden der ehemaligen Hauptstadt wurden laute Schüsse gemeldet. Sicherheitskräfte rückten unter anderem vor Krankenhäusern und Universitäten an und patrouillierten durch Wohngegenden. Über die Zahl von Toten oder Verletzten gab es zunächst keine Angaben. Zahlreiche Menschen sollen festgenommen worden sein.

Angesichts der anhaltenden Gewalt hat das Auswärtige Amt vor wenigen Tagen seine Reise- und Sicherheitshinweise für das südostasiatische Land erweitert. Deutsche, die sich noch im Land aufhielten, sollten möglichst das Land verlassen: «Wenn Sie sich derzeit in Myanmar aufhalten, prüfen Sie, ob Ihre Anwesenheit in Myanmar zwingend erforderlich ist, und erwägen Sie ggf. Ihre Ausreise», heißt es auf der Webseite.

Am 1. Februar hatte das Militär gegen Suu Kyi geputscht. Die 75-Jährige hatte die Parlamentswahl im November gewonnen. Seit dem Umsturz reißen die Massenproteste . Das Militär versucht mit zunehmender Härte, den Widerstand zu brechen.

© dpa-infocom, dpa:210308-99-733036/2

@ dpa.de

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