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K?lner Stadt-Anzeiger

K?ln / Gelsenkirchen - Fehlerhafte Befestigungen haben offenbar zu dem tragischen Ungl?ck auf der Autobahn 3 in H?he der Ausfahrt K?ln-Dellbr?ck gef?hrt, bei dem am Freitag eine Autofahrerin (66) von einer herabfallenden Betonplatte in ihrem Auto erschlagen wurde.

16.11.2020 - 19:47:21

L?rmschutzwand war nicht richtig befestigt - Vorgutachten nennt fehlerhafte Befestigungen als Grund f?r t?dlichen Unfall auf der A3

K?ln/Gelsenkirchen - Fehlerhafte Befestigungen haben offenbar zu dem tragischen Ungl?ck auf der Autobahn 3 in H?he der Ausfahrt K?ln-Dellbr?ck gef?hrt, bei dem am Freitag eine Autofahrerin (66) von einer herabfallenden Betonplatte in ihrem Auto erschlagen wurde. Nach Recherchen des "K?lner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe) hat sich deshalb das ungef?hr sechs Tonnen schwere geriffelte Teil - eine sogenannte Vorsatzschale - aus der L?rmschutzwand gel?st. Die Metallhalterungen, mit denen das Bauteil an der Oberseite der dahinter liegenden Betonwand befestigt war, haben sich demnach als fehlerhaft erwiesen. Die Betonplatte l?ste sich, weil sie am oberen Rand keine statisch wirksamen Halterungen besa?. Die eigentliche Betonwand ist mit dahinter stehenden Betonbohrpf?hlen so abgesichert, dass sie nicht umst?rzen kann. Dieser Unfallhergang geht aus einem Vorgutachten hervor, das im Auftrag der Staatsanwaltschaft erstellt wurde. Nach einer ersten vorsichtigen Einsch?tzung scheint es sich im Bereich der Ungl?cksstelle um einen Sonderfall zu handeln. Offenbar waren am Bau der Wand unterschiedliche Unternehmen beteiligt, die verschiedene Befestigungssysteme verwendet haben.

Am Wochenende waren weitere Bauteile, die sich in dem Abschnitt neben der Ungl?cksstelle befinden, im Rahmen des Vorgutachtens eingehend untersucht worden. Sie sind aber offenbar mit einem anderen Halterungssystem in der Betonwand verankert. Der Landesbetrieb Stra?en NRW hat nach Informationen dieser Zeitung auf der Grundlage des Vorgutachtens f?r die Staatsanwaltschaft ein Ingenieurb?ro beauftragt, das in den kommenden Tagen s?mtliche Halterungen der Wandelemente auf beiden Seiten der Autobahn 3 untersuchen wird. Aus dem Bereich, an dem das Ungl?ck geschah, werden in den n?chsten Tagen s?mtliche Elemente entfernt und f?r weitere gutachterliche Untersuchungen eingelagert. Ob alle Halterungen auf dem gesamten Autobahnabschnitt zwischen K?ln-Ost und der Anschlussstelle K?ln-Dellbr?ck ausgetauscht werden m?ssen, h?ngt vom Ergebnis weiterer laufender Untersuchungen ab.

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