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K?lner Stadt-Anzeiger

K?ln - Der Skandal um die rechtsextremen Chats bei der Polizei in Essen und M?lheim / Ruhr weitet sich aus.

07.10.2020 - 21:37:17

Rechtsextreme Polizei-Chats: Beschuldigter Beamter soll einen gefesselten Verd?chtigen mit Migrationshintergrund verpr?gelt haben. Die Staatsanwaltschaft Duisburg best?tigte dem "K?lner Stadt-Anzeiger", dass man gegen einen Polizisten wegen Strafvereitelung und K?rperverletzung im Amt ermittele.

K?ln - Der Skandal um die rechtsextremen Chats bei der Polizei in Essen und M?lheim/Ruhr weitet sich aus. Die Staatsanwaltschaft Duisburg best?tigte dem "K?lner Stadt-Anzeiger", dass man gegen einen Polizisten wegen Strafvereitelung und K?rperverletzung im Amt ermittele. Der Beamte geh?rte auch zum rechtsextremen Kernchat "Alphateam". Demnach soll der 39-j?hrige Beamte bei einem Einsatz wegen h?uslicher Gewalt einen bereits gefesselten Mann mit Migrationshintergrund geschlagen haben. Bei dem mutma?lichen Opfer soll es sich um einen Deutsch-Albaner handeln. Dieser hatte in seiner Vernehmung berichtet, dass er im wehrlosen Zustand geschlagen worden sei. Der beschuldigte Polizist hatte die Vorw?rfe bestritten und von einem erlaubten Blendschlag gesprochen, um die Lage in den Griff zu bekommen. Zun?chst hatte ihn seine Kollegin gedeckt. Erst im Prozess gegen den Ruhest?rer musste sie ihre Aussage revidieren, da eine weitere Beamtin von mehreren Schl?gen berichtete, als der Delinquent bereits gefesselt war. Der Angeklagte wurde daraufhin freigesprochen. "Das Ermittlungsverfahren gegen den Polizeibeamten ist wieder aufgenommen worden", erl?uterte Staatsanw?ltin K?nig. Der Beschuldigte geh?rte dem Chat "Alphateam" an. Der 15-k?pfige Zirkel gilt als Kern-Truppe, in dem das Gros der Hakenkreuz- oder Hitler-Bilder per WhatsApp kursierten. Allein in diesem Forum wurden seit Ende Juli 2015 bis Mai 2020 insgesamt 126 strafrechtlich relevante Inhalte verbreitet. Wie der "K?lner Stadt-Anzeiger" weiter erfuhr, verh?hnte ein Chatteilnehmer mit einem ?blen Post die Protestwelle gegen Polizeigewalt in den USA nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd: "Die besten Polizeischarfsch?tzen haben die Amerikaner, die treffen immer voll die Schwarzen." Zudem soll ein Mitarbeiter der Polizeiabteilung des Innenministeriums via Facebook Kontakte zur Bruderschaft Deutschland unterhalten haben. Die Neo-Nazi-Gruppe agitiert derzeit auch gerne auf Corona-Kundgebungen. Die Mitglieder, die in einheitlichen schwarzen T-Shirts mit einer geballten Faust in der Mitte marschieren, gerieren sich vor allem im Raum D?sseldorf als B?rgerwehr.

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