Konflikte, Russland

John Kerry wurde eine Männerfreundschaft mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow nachgesagt.

12.04.2017 - 08:46:06

Manager und Diplomat - Lawrow und Tillerson suchen Kontakt. Wie wird der neue US-Außenminister Rex Tillerson mit dem russischen Chef-Diplomaten umgehen? Am Mittwoch treffen beide erstmals länger aufeinander.

Moskau/Washington und Perestroika (Umgestaltung) Anfang der 1980er Jahre erlebte er als Botschaftsrat in den USA. Nach einer Zeit im Außenministerium in Moskau vertrat Lawrow sein Land ab 1994 bei den Vereinten Nationen. 2004 wurde er zum Außenminister berufen. Inzwischen ist er einer der beliebtesten russischen Politiker. Ähnlich wie von Präsident Wladimir Putin gibt es auf Märkten Lawrow-Devotionalien wie T-Shirts und Tassen zu kaufen.

US-Kollege Tillerson ist für Lawrow zumindest politisch ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. «Tillerson dürfte ein ernstzunehmender Gegenspieler von Lawrow werden», sagt der kremlnahe Experte Fjodor Lukjanow. Zwar gab es ein erstes Kennenlernen im Februar bei der Sicherheitskonferenz in München, aber für eine ähnliche Vertrauensbasis wie zu Vorgänger Kerry braucht es wohl Zeit.

Der Texaner Tillerson trägt den russischen «Orden der Freundschaft». Seit 1998 macht der 64 Jahre alte Ex-Manager des Energieunternehmens ExxonMobil Öl-Geschäfte in Russland - eine Zeit, in der in Russland die Oligarchen sich gegenseitig ausstachen. Zum Chef des Staatskonzerns Rosneft, Igor Setschin, entwickelte er ein persönliches Verhältnis - Setschin ist ein enger Vertrauter und Gewährsmann Wladimir Putins. Die Deals, die Tillerson aushandelte, bezeichnete Putin als «beängstigend» - weil sie so riesig waren und nicht nur Milliarden, sondern Hunderte von Milliarden Dollar umfassten.

Tillerson wird in Russland als berechenbar eingestuft, als zielgerichteter Arbeiter ohne ideologische Vorbelastung. Doch seine jüngsten Äußerungen haben in Moskau aufhorchen lassen. Er warf der russischen Führung vor, entweder zu leichtsinnig oder zu inkompetent gewesen zu sein, um Syrien von einer weiteren Anwendung chemischer Kampfstoffe abzuhalten. Ein Berufsdiplomat hätte es möglicherweise anders gesagt.

@ dpa.de

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