Prozesse, Kriminalität

Joaquín «El Chapo» Guzmán galt lange als einer der meistgesuchten Verbrecher der Welt.

05.11.2018 - 07:58:06

Lebenslange Haftstrafe droht - Prozess gegen Drogenboss «El Chapo» beginnt mit Jury-Auswahl. Jetzt wird dem mexikanischen Ex-Drogenboss in New York der Prozess gemacht. Erstmal müssen allerdings zwölf Geschworene gefunden werden - unter höchsten Sicherheitsauflagen.

New York geplant, das Verfahren dürfte mehrere Monate dauern.

Der 61 Jahre alte «El Chapo» verdiente nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft mit Drogenschmuggel und anderen illegalen Geschäften Milliarden. Rund ein Dutzend Staatsanwälte sitzen in New York an dem Fall, 16 Zeugen haben sie in Stellung gebracht. Guzmán hat mehrere Star-Verteidiger angeheuert.

2017 war «El Chapo» in die USA ausgeliefert worden. Seitdem sitzt er in dem Hochsicherheitsgefängnis in Manhattan, 24 Stunden am Tag in einer 15 Quadratmeter großen, fensterlosen Zelle. Ausnahmen gibt es nur unter der Woche, wenn er täglich eine Stunde ein Laufband und einen Fahrrad-Trainer benutzen darf. Depressionen und Halluzinationen seien die Folge, warnen seine Anwälte. In Mexiko waren Guzmán zuvor mehrere spektakuläre Gefängnisausbrüche gelungen.

Bei einer Verurteilung droht Guzmán eine lebenslange Haftstrafe. Die Todesstrafe ist nach einer Einigung zwischen Mexiko und den USA ausgeschlossen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Prozessbeginn - Tischler bastelte Blitzer-Attrappe - Verfahren eingestellt. Weil die Stadt aber nicht reagierte, baute er einen Blitzer aus Holz und stellte diesen in seinem Vorgarten auf - so der Vorwurf. Nun stand der Mann wegen Amtsanmaßung vor Gericht. Jahrelang setzte sich ein Kölner für Tempokontrollen vor seinem Haus ein. (Politik, 10.12.2018 - 16:06) weiterlesen...

Gericht: Serienmörder in Russland tötete fast 80 Frauen. Der 53-Jährige könnte damit als gefährlichster Serienmörder in die Kriminalgeschichte Russlands eingehen. Ein Gericht in der Stadt Irkutsk sprach den Mann des Mordes an 55 Frauen und einem Polizisten schuldig und verhängte eine lebenslange Haftstrafe. Schon 2015 war der Mann wegen der Ermordung von 22 Frauen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. In Haft hatte er die weiteren Fälle gestanden. Irkutsk - Ein russischer Polizist in Sibirien hat nach Auffassung eines Gerichts insgesamt 77 Frauen ermordet. (Politik, 10.12.2018 - 13:58) weiterlesen...

Horror-Story aus Sibirien - Russlands gefährlichster Serienmörder tötete fast 80 Frauen Wie konnte ein russischer Polizist über 20 Jahre unentdeckt Dutzende Frauen ermorden? Die Horror-Story aus Sibirien erzählt auch etwas vom sozialen Verfall Russlands - und von schlechter Polizeiarbeit. (Politik, 10.12.2018 - 13:56) weiterlesen...

Exfreundin getötet - 17-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Ihr Ex-Freund soll sie als Eigentum betrachtet haben. Nach einer tödlichen Messerattacke steht er wegen Mordes vor Gericht. Die 15-jährige hatte sich getrennt. (Politik, 10.12.2018 - 13:02) weiterlesen...

Prozessbeginn - Mann baut Blitzer-Attrappe in Vorgarten. Weil die Stadt aber nicht reagierte, baute er einen Blitzer aus Holz und stellte diesen in seinem Vorgarten auf - so der Vorwurf. Nun steht der Mann wegen Amtsanmaßung vor Gericht. Jahrelang setzte sich ein Kölner für Tempokontrollen vor seinem Haus ein. (Politik, 10.12.2018 - 11:46) weiterlesen...

Ex-Freund angeklagt - Prozess um tödliche Messerattacke auf Mädchen beginnt. Als sich die 15-Jährige von ihm trennt, soll er sie erstochen haben. Der Jugendliche steht von Montag an wegen Mordes vor Gericht. Laut Anklage betrachtete der Teenager ein Mädchen als sein Eigentum. (Politik, 10.12.2018 - 04:48) weiterlesen...