Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Hochwasser, Katastrophen

Innenminister Horst Seehofer hat bei einem Besuch im Hochwassergebiet an der Ahr düstere Prognosen ob der Kosten für den Wiederaufbau gezogen.

20.07.2021 - 14:37:03

Naturkatastrophe - Seehofer rechnet mit Milliardenkosten für Wiederaufbau. Er schätze die Kosten auf mehrere Milliarden Euro.

  • Stra?e weggerissen - Foto: Peter Kneffel/dpa

    Die Bundesstra?e 20 ist kurz vor der Ortschaft Berchtesgaden zur H?lfte von der Ramsauer Ache weggerissen worden. Foto: Peter Kneffel/dpa

  • Hochwasser - Foto: Armin Weigel/dpa

    Feuerwehrm?nner im Hochwasser der Donau. Foto: Armin Weigel/dpa

Stra?e weggerissen - Foto: Peter Kneffel/dpaHochwasser - Foto: Armin Weigel/dpa

DÜSSELDORF/MAINZ - Nach der Flutkatastrophe sehen die betroffenen Bundesländer erhöhte Corona-Risiken, weil sich Menschen bei Hilfsaktionen oder in Notunterkünften anstecken könnten. "Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird", sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag).

Aus Sorge vor einer Ausbreitung der Pandemie im rheinland-pfälzischen Katastrophengebiet starteten Landesregierung und Kreisverwaltung im Ahrtal einen Impfbus. Ohne Anmeldung können sich Bewohner der Region dort impfen lassen, wie das Gesundheitsministerium in Mainz mitteilte. In dem Bus gibt es auch die Möglichkeit zu Schnelltests. Impfen und Testen seien die wichtigsten Vorkehrungen gegen eine Zunahme von Infektionen, sagte ein Sprecher. "Angesichts einer Infrastruktur, die so schwer beschädigt ist, ist die Gefahr da."

Eine Sonderimpfaktion wie in Rheinland-Pfalz sei vonseiten des Landes Nordrhein-Westfalen derzeit nicht geplant, sagte dort ein Sprecher zur Deutschen Presse-Agentur und verwies auf die Zuständigkeit der Behörden vor Ort. Das NRW-Gesundheitsministerium stelle den vom Hochwasser betroffenen Gebieten aber zusätzliche Impfkontingente zur Verfügung. "Insbesondere bei der gemeinschaftlichen Unterbringung in Notunterkünften besteht ein erhöhtes Risiko für die Ausbreitung von SARS-CoV-2-Infektionen", heißt es aus dem Ministerium in Düsseldorf. Sofern die lokalen Impfstrukturen aufgrund der Folgen des Hochwassers nicht ausreichen, bietet das Ministerium Unterstützung zum Beispiel durch Personal an.

"Die Menschen in den Katastrophengebieten haben derzeit ganz sicher andere Sorgen als das Coronavirus, das verstehe ich. Wenn sich die Menschen nun aber insbesondere in den Notunterkünften gegenseitig anstecken, belastet das die angespannten Strukturen vor Ort zusätzlich", sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). "Daher geben wir so viel Impfstoff wie gebraucht wird, in diese Regionen."

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnte davor, Flutopfer in Sammelunterkünften unterzubringen. "Massenunterkünfte sind eine Gefahr für die Menschen, denn dort herrscht ein hohes Corona-Ansteckungsrisiko", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Stattdessen sollten Flutopfer in Einzelunterkünften und Hotels untergebracht werden. "Es wäre fatal, wenn die ohnehin dramatische Situation in den Hochwasserregionen durch massenhafte Infektionen mit der Delta-Variante zusätzlich erschwert würde." Er sprach sich für mobile Impfteams in den Katastrophenregionen aus.

Währenddessen lag die Sieben-Tage-Inzidenz in den von der Unwetterkatastrophe in NRW besonders betroffenen Gegenden bei den niedrigen Werten von 3,8 im Rhein-Erft-Kreis und 3,6 im Kreis Euskirchen. NRW-weit lag dieser Wert am Dienstag bei 13,0. Verstärkte Ansteckungen mit dem Coronavirus zum Beispiel in Notunterkünften können sich aber erst mit einer zeitlichen Verzögerung abbilden.

In Rheinland-Pfalz sagte Staatssekretär Denis Alt (SPD), in der Katastrophenhilfe werde "notwendigerweise Hand in Hand" gearbeitet, "oftmals ohne Corona-Schutzmaßnahmen umfänglich einhalten zu können". "Mit Impfungen und Schnelltests wollen wir den Betroffenen und den zahlreichen Helferinnen und Helfern ein unbürokratisches Schutzangebot machen, um so die Pandemie im Katastrophengebiet im Griff zu behalten."

Auch im Landkreis Ahrweiler lag die Sieben-Tage-Inzidenz - also die innerhalb einer Woche registrierte Zahl der Neuansteckungen pro 100 000 Menschen - am Montag beim recht niedrigen Wert von 3,8. In Rheinland-Pfalz waren bis Montag 46,4 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Katastrophengebiet - Ahrtal bleibt für Individualverkehr gesperrt. Das Gebiet bleibt für den Verkehr gesperrt - die Müllfahrzeuge brauchen freie Fahrt. Nachdem die schweren Regenfälle am Wochenende größtenteils ausblieben, wird im Ahrtal nun weiter aufgeräumt. (Politik, 25.07.2021 - 16:10) weiterlesen...

Hochwasser - Katastrophengebiet von neuen Unwettern verschont. Politiker wollen sich derweil besser wappnen. Mit Sorge schauten viele auf die Hochwassergebiete: Für das Wochenende waren neue Unwetter befürchtet worden. (Politik, 25.07.2021 - 14:18) weiterlesen...

Hochwasser in Deutschland - Erneut setzt Regen in den Katastrophengebieten ein. Nun ist neuer Starkregen angesagt, wenn auch nur punktuell. Das Schlimmste scheinen die unwettergeschädigten Gemeinden im Westen bereits in der vergangenen Woche hinter sich gebracht zu haben. (Politik, 24.07.2021 - 21:54) weiterlesen...

Starke Niederschläge - Helfer sollen Katastrophengebiet Ahr schnell verlassen. Erneuter Starkregen wird erwartet. Helfer sollen Ahr nun so schnell wie möglich verlassen. In den Katastrophengebieten im Westen Deutschlands steigt die Anspannung. (Politik, 24.07.2021 - 15:40) weiterlesen...

Katastrophenschutz - Warnung vor neuen Unwettern in Hochwasserregion. In Rheinland-Pfalz arbeitet der Katastrophenschutz auf Hochtouren. Den von der Flutkatastrophe besonders betroffenen Regionen stehen nun neue Starkregenfälle bevor. (Politik, 24.07.2021 - 11:46) weiterlesen...

Flutkatastrophe - Menschen in Flutregion bereiten sich auf neuen Regen vor. Nun drohen den betroffenen Regionen neue Starkregenfälle. Einsatzkräfte und Bewohner bereiten sich vor. Die Hochwasserkatastrophe hat bislang in Rheinland-Pfalz und NRW 179 Todesopfer gefordert. (Politik, 24.07.2021 - 06:02) weiterlesen...