Vulkane, Notfälle

Indonesien liegt auf dem sogenannten Feuer-Ring im Pazifik.

05.12.2021 - 12:18:08

Naturgewalt - Mindestens 13 Tote nach Vulkanausbruch auf Java. Was das heißt, machte am Wochenende wieder einer der vielen aktiven Vulkane des Landes deutlich.

  • Vulkan Semeru - Foto: Aditya Irawan/XinHua/dpa

    Der Vulkan Semeru auf der indonesischen Insel Java ist wieder aktiv. Foto: Aditya Irawan/XinHua/dpa

  • Vulkanausbruch auf Java - Foto: Trisnadi/AP/dpa

    Ein Mann inspiziert einen Lastwagen, der nach dem Ausbruch des Mount Semeru unter Vulkanasche begraben wurde. Foto: Trisnadi/AP/dpa

  • Bergung eines Opfers - Foto: Kurniawan/XinHua/dpa

    Rettungskr?fte tragen ein Opfer nach dem Vulkanausbruch des Mount Semeru im Krisengebiet. Foto: Kurniawan/XinHua/dpa

  • Ascheregen - Foto: Bayu Novanta/XinHua/dpa

    Von Vulkanasche gedecktes Motorrad nach dem Ausbruch des Vulkans Semeru im Dorf Sumberwuluh auf Java. Foto: Bayu Novanta/XinHua/dpa

  • Vulkan Semeru - Foto: Aditya Irawan/XinHua/dpa

    Der Vulkan Semeru spukt Rauch und Asche aus. Foto: Aditya Irawan/XinHua/dpa

  • Ein Schaf wird gerettet - Foto: Bayu Novanta/XinHua/dpa

    Menschen evakuieren ein Schaf nach dem Ausbruch des Vulkans Semeru im Dorf Sumberwuluh in Ostjava. Foto: Bayu Novanta/XinHua/dpa

Vulkan Semeru - Foto: Aditya Irawan/XinHua/dpaVulkanausbruch auf Java - Foto: Trisnadi/AP/dpaBergung eines Opfers - Foto: Kurniawan/XinHua/dpaAscheregen - Foto: Bayu Novanta/XinHua/dpaVulkan Semeru - Foto: Aditya Irawan/XinHua/dpaEin Schaf wird gerettet - Foto: Bayu Novanta/XinHua/dpa

Jakarta - Bei einem Vulkanausbruch auf der indonesischen Insel Java sind mindestens 13 Menschen getötet worden. 41 weitere erlitten Brandverletzungen, wie die Behörden mitteilten.

Zwei Menschen würden noch vermisst, acht Bergleute seien in einem Steinbruch eingeschlossen worden, sagte die stellvertretende Distriktchefin von Lumajang, Indah Masdar, bei einer Pressekonferenz am Samstag.

Eine riesige Rauchwolke

Der Vulkan Semeru im Osten von Indonesiens bevölkerungsreichster Insel war am Samstag ausgebrochen und hatte mit einer riesigen Rauchwolke in den umliegenden Dörfern den Tag zur Nacht gemacht. Örtliche TV-Stationen zeigten Videos von Menschen, die schreiend flohen. Der Einsatz der Retter werde durch dicken Schlamm und den Einsturz einer größeren Brücke zwischen zwei Distrikten erschwert, sagte Suharyanto, der Leiter des Nationalen Katastrophenschutzes. «Der Schlamm ist so dick, dass selbst Fahrzeuge mit Vierradantrieb kaum durchkommen», sagte er weiter.

Der fast 3700 Meter hohe Vulkan ist der höchste Berg auf Java und liegt im Nationalpark Bromo-Tengger-Semeru. Er ist seit Dezember 2020 wieder verstärkt aktiv. Der Distriktchef von Lumajang, Thoriqul Haq, sagte, seit Freitag sei ein Grollen aus dem Vulkan zu hören gewesen. «Nun ist es finster in den Dörfern», sagte er dem Sender Kompas TV.

Glühende Lava floss bis zu 800 Meter weit vom Kraterrand, wie der Nationale Katastrophenschutz mitteilte. Mehr als 1000 Menschen könnten vorerst nicht in ihre Häuser zurück, sagte dessen Sprecher Abdul Muhari. Er warnte auch davor, sich dem dortigen Fluss zu nähern, weil Schlammströme aus dem Vulkan, sogenannte Lahare, Überschwemmungen auslösen könnten.

Indonesien liegt auf dem sogenannten Feuer-Ring im Pazifik. Der Inselstaat mit rund 275 Millionen Einwohnern hat knapp 128 aktive Vulkane. In diesem Jahr waren bereits der Merapi auf Java, der Sinabung auf Sumatra und der Lewotolo auf Lembata ausgebrochen.

© dpa-infocom, dpa:211204-99-253386/9

@ dpa.de

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