Silvester, Krawalle

In einer Talkshow beklagt Friedrich Merz mangelnden Respekt vor Lehrkräften in Migrantenfamilien.

13.01.2023 - 10:00:54

Merz verteidigt Pascha-Aussage - Notwendige Diskussion. Die Aussage stößt auf heftige Kritik. Jetzt legt der CDU-Chef nach.

CDU-Chef Friedrich Merz hat seine in der ZDF-Sendung «Markus Lanz» getroffene Pascha-Aussage verteidigt. Es sei eine notwendige Diskussion, «dass wir uns über die Frage unterhalten: Was läuft in diesem Land eigentlich schief?», sagte er am Freitag im ZDF-«Morgenmagazin». Lehrerinnen und Lehrer hätten in den Schulen oftmals das Problem, anerkannt zu werden bei den Schülern - wobei es sich oftmals um Schüler aus Migrantenfamilien handle. Über diese Themen müsse man Merz zufolge diskutieren, denn «was in der Schule schief läuft, kann man hinterher in der Gesellschaft kaum noch wieder korrigieren».

Im Kontext der Krawalle in der Silvesternacht hatte Merz am Dienstagabend bei «Markus Lanz» über den Umgang mit Lehrerinnen und Lehrern gesagt: «Und dann wollen sie diese Kinder zur Ordnung rufen und die Folge ist, dass die Väter in den Schulen erscheinen und sich das verbitten. Insbesondere, wenn es sich um Lehrerinnen handelt, dass sie ihre Söhne, die kleinen Paschas, da mal etwas zurechtweisen.»

Bei der am Freitagabend beginnenden Klausurtagung des CDU-Bundesvorstandes in Weimar will die Partei laut März ihre wirtschaftspolitische Kompetenz wieder zurückgewinnen. Wie er im Morgenmagazin betonte, sollten Wirtschaft, Energie und Klima nicht mehr als getrennte Themen betrachtet werden. Der CDU-Chef möchte seine Partei in Sachthemen wieder «auf die Höhe der Zeit» bringen.

Als Hauptgegner in den bevorstehenden Wahlen in diesem Jahr habe die CDU die Grünen ausgemacht. Wobei Merz die Probleme, mit denen sich Deutschland auseinandersetzen müsse, nicht mit Verboten, sondern mit Anreizen, Forschung und Entwicklung entgegnen möchte. Dabei müsse sich auch mit der Frage beschäftigt werden, «wie wir denn mit dem Klimawandel leben können und müssen», sagte der CDU-Chef weiter.

@ dpa.de