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Kriminalität, Kongsberg

In einer norwegischen Kleinstadt werden am Abend Menschen angegriffen.

13.10.2021 - 23:06:43

Kriminalität - Tote und Verletzte bei Gewalttat in Norwegen. Mehrere von ihnen sind nach Polizeiangaben tot. Das Wichtigste nach dieser Schreckensnachricht: Der Täter ist gefasst.

  • Kongsberg - Foto: H?kon Mosvold Larsen/NTB/dpa

    Polizisten ermitteln im Zentrum von Kongsberg nach der Gewalttat. Foto: H?kon Mosvold Larsen/NTB/dpa

  • Kongsberg - Foto: H?kon Mosvold Larsen/NTB/dpa

    Ermittlungen im Zentrum von Kongsberg. Foto: H?kon Mosvold Larsen/NTB/dpa

Kongsberg - Foto: H?kon Mosvold Larsen/NTB/dpaKongsberg - Foto: H?kon Mosvold Larsen/NTB/dpa

Oslo - Bei einer Gewalttat in Norwegen sind mehrere Menschen verletzt und getötet worden. Das teilte die norwegische Polizei auf einer Pressekonferenz mit.

Die Tat ereignete sich demnach gegen 18.30 Uhr im Zentrum der Stadt Kongsberg, die sich rund 80 Kilometer südwestlich von Oslo befindet. Die Polizei könne leider bestätigen, dass es mehrere Verletzte und auch Tote gegeben habe, sagte der zuständige Polizeichef Øyvind Aas.

Die Verletzten seien ins Krankenhaus gebracht worden. Wie viele Opfer es genau gab, konnte er auch am späten Mittwochabend nicht sagen. Die Zeitung «Verdens Gang» hatte zuvor unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, mindestens vier Menschen seien getötet worden.

Mann mit Pfeil und Bogen bewaffnet

Weiter sagte Aas, der Polizei sei um 18.13 Uhr von mehreren Personen gemeldet worden, dass sich ein Bewaffneter durch die Stadt bewege und mit Pfeil und Bogen auf Menschen schieße. Ob auch eine andere Waffe gebraucht wurde, sagte er nicht. Die Tat habe sich an mehreren Orten im Zentrum von Kongsberg ereignet.

Der Täter - ein Mann - habe sich über ein größeres Gebiet hinweg bewegt. Es sei natürlich, dass man auch überprüfe, ob es sich um eine Terrortat handle. Viele Fragen könne er noch nicht beantworten, betonte Aas. Es sehe nach einem Einzeltäter aus. Nach weiteren Tätern werde nicht gesucht.

Terror von Utøya vor zehn Jahren

Norwegen hat vor zehn Jahren den schwersten Terroranschlag seiner modernen Geschichte erlebt. Am 22. Juli 2011 hatte der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik zunächst im Osloer Regierungsviertel eine in einem weißen Transporter versteckte Bombe gezündet und dabei acht Menschen getötet.

Daraufhin fuhr er zur etwa 30 Kilometer entfernten Insel Utøya, wo er sich als Polizist ausgab und das Feuer auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jährlichen Sommerlagers der Jugendorganisation der sozialdemokratischen Arbeiterpartei eröffnete.

69 Menschen, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, kamen auf Utøya ums Leben. Breivik nannte rechtsextreme und islamfeindliche Motive für seine Taten. Er wurde im August 2012 zu einer langen Haftstrafe verurteilt.

© dpa-infocom, dpa:211013-99-587119/10

@ dpa.de