Kriminalität, Kinder

In einem kleinen Ort werden zwei Kinderleichen gefunden.

21.04.2017 - 17:52:06

Familiendrama - Nach Ankündigung auf Facebook: Vater und Kinder sterben. Der Verdacht fällt auf den Vater, der sich selbst das Leben nahm. Einträge bei Facebook enthüllen sein mutmaßliches Motiv.

Unterensingen - Absperrbänder flattern vor einer Straße in dem beschaulichen 5000-Seelen-Ort Unterensingen in Baden-Württemberg. Aus einem mehrstöckigen, hellen Wohnhaus mit grauen Fensterläden tragen Männer zwei weiße Särge.

Am Freitagmorgen haben Ermittler hier einen grausigen Fund gemacht: zwei tote Kinder, ein vier Jahre alter Junge und seine acht Jahre alte Schwester. Getötet vom eigenen Vater, so der aktuelle Ermittlungsstand.

Früher am Morgen, kurz vor sieben Uhr, ging der erste Notruf bei der Polizei ein. Eine Anruferin meldet, dass ein Mann außerhalb eines Brückengeländers steht. Rettungskräfte rücken an, können aber nicht mehr verhindern, dass sich der Mann in den Tod stürzt. Erst danach werden die Ermittler zum Wohnhaus des 45-Jährigen gerufen, wo sie die Kinderleichen entdecken. Die Mutter bekommt psychologische Hilfe.

Die Polizei spricht von einem Familiendrama. Wie konnte es so weit kommen? Auf seiner Facebookseite postete der Mann noch am Morgen - offenbar kurz vor seinem Sprung - mehrere Beiträge und schilderte darin seine Sicht. Seine Frau habe seit mehreren Monaten eine Affäre, schrieb er. «Die Vorstellung, dass ich unsere Kinder nicht mehr jeden Tag sehe, dass ein anderer Mann sie anfasst, sie ins Bett bringt, sie in den Schlaf streichelt bringt mich um den Verstand.» Reicht das als Motiv aus, um seine eigene Familie auszulöschen? Viele äußern sich auf der Facebook-Seite fassungslos.

Die Polizei will sich zu den Hintergründen der Tat nicht äußern, bestätigt aber, dass sie soziale Medien in ihre Ermittlungen miteinbezieht. Die Ermittler äußerten sich auch nicht dazu, wie und wann genau der Junge und das Mädchen ums Leben kamen - und ob die Mutter ihre toten Kinder selbst fand.

Eine Obduktion Anfang nächster Woche soll Licht in die Todesumstände bringen. Eine Erklärung für die Familientragödie wird sie nicht liefern.

Immer wieder schockieren Fälle in Deutschland, in denen Väter ihre eigenen Kinder umbringen. In Hamburg fand die Polizei im März die Leichen eines 53-Jährigen und seines neun Jahre alten Sohnes - beide starben an einer Vergiftung.

Im vergangenen Jahr tötete ein zur Tatzeit ebenfalls 53-Jähriger in Ravensburg seine Frau und seine zwei Stieftöchter mit Beil und Messer. Der Mann nahm sich in der Untersuchungshaft das Leben.

Ebenfalls 2016 soll ein damals 42-Jähriger in Munderkingen versucht haben, seinen sechs Jahre alten Sohn und sich selbst mit einem Holzkohlegrill umzubringen, den er im Schlafzimmer entzündete. Der Junge starb ab einer Kohlenmonoxidvergiftung. Der Vater überlebte.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

13 gefangen gehaltene Kinder - Horrorhaus: US-Paar muss am Donnerstag vor Gericht. Das berichtete CNN am späten Dienstagabend (Ortszeit). Perris - Das kalifornische Ehepaar, das seine 13 Kinder unter grausamen Bedingungen gefangen gehalten haben soll, soll am Donnerstag vor Gericht erscheinen. (Politik, 17.01.2018 - 10:14) weiterlesen...

13 gefangen gehaltene Kinder - Horrorhaus: Eltern müssen am Donnerstag vor Gericht. Das berichtete CNN am späten Dienstagabend (Ortszeit). Perris - Das kalifornische Ehepaar, das seine 13 Kinder unter grausamen Bedingungen gefangen gehalten haben soll, soll am Donnerstag vor Gericht erscheinen. (Politik, 17.01.2018 - 10:12) weiterlesen...

13 gefangen gehaltene Kinder: Eltern müssen vor Gericht. Das berichtete CNN. Dem Paar aus der Stadt Perris südöstlich von Los Angeles werden schwere Misshandlung und Kindesgefährdung vorgeworfen, teilt das Bezirkssheriffbüro in Riverside mit. Die Behörde spricht dabei sogar von «Folter» (torture). Die Eltern wurden festgenommen, die Kaution für eine Freilassung wurde auf hohe 9 Millionen Dollar (7,3 Millionen Euro) pro Person festgesetzt. Perris - Das kalifornische Ehepaar, das seine 13 Kinder unter grausamen Bedingungen gefangen gehalten haben soll, soll am Donnerstag vor Gericht erscheinen. (Politik, 17.01.2018 - 09:52) weiterlesen...

Nach Missbrauchsfall: Barley will «mehr Sachverstand» an Gerichten. «Dazu gehören auch verpflichtende Fortbildungen, die sich konkret auf das Thema Missbrauch und Gewalt beziehen», sagte sie der «Bild»-Zeitung. Der Fall des Neunjährigen war vergangene Woche bekannt geworden und hatte auch zu Kritik an Justiz und anderen Behörden geführt. Die Mutter und ihr Lebensgefährte sollen den Jungen übers Internet für Vergewaltigungen angeboten haben. Dabei hätte der einschlägig vorbestrafte Mann gar keinen Kontakt zu Minderjährigen haben dürfen. Berlin - Nach dem jahrelangen Missbrauch eines Neunjährigen im Raum Freiburg fordert Bundesfamilienministerin Katarina Barley «mehr Sachverstand an den Gerichten». (Politik, 17.01.2018 - 01:22) weiterlesen...

Polizei spürt entführtes Baby in den Niederlanden auf. Niederländische Polizisten hätten die 10 Monate alte Yasmina aus Gransee bei Oranienburg am Sonntag in Herwijnen unversehrt in Obhut genommen, erklärte die Polizeidirektion Nord. Der mutmaßliche Entführer sei der 39 Jahre alte Vater des Kindes. Gegen ihn wurde Haftbefehl wegen Kindesentführung ins Ausland erlassen. Neuruppin - Die Brandenburger Polizei hat ein entführtes Baby in den Niederlanden aufgespürt. (Politik, 16.01.2018 - 16:58) weiterlesen...

Grausiger Fund in Kalifornien - Ein Horrorhaus: US-Paar hält seine 13 Kinder gefangen. In Kalifornien hält ein Ehepaar seine 13 Kinder gefangen. Sie bekommen kaum zu essen, einige waren angekettet. Abgründe tun sich auf, auch für die Polizei. So etwas möchte sich niemand vorstellen. (Politik, 16.01.2018 - 16:28) weiterlesen...