Steuern, Natur

In der Debatte um eine CO2-Steuer hat der designierte neue Vorsitzende der Gewerkschaft Verdi, Frank Werneke, eine stärkere Belastung von Gutverdienern gefordert.

07.09.2019 - 10:11:32

Neuer Verdi-Chef will CO2-Steuer für Gutverdiener

Der klimaneutrale Umbau der Gesellschaft funktioniere nicht, "wenn das Einkommen von Normal- und Geringverdienern schrumpft und Wohlhabende sich gleichzeitig von allen Belastungen wie einer CO2-Steuer freikaufen und so ihren Lebensstil unverändert weiterführen können", sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Konkret forderte Werneke, der in zwei Wochen an die Spitze der Gewerkschaft rücken soll, eine einkommensbezogene CO2-Steuer.

Die Einnahmen daraus müssten in unterschiedlicher Höhe an die Bürger zurückfließen. "Diese Rückzahlung muss einkommensbezogen gestaffelt sein, das heißt, Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen bekommen proportional mehr zurückgezahlt als die mit hohen Einkommen. Das wäre gerecht", sagte Werneke, der aktuell Vize-Chef von Verdi ist. Um höhere Ticketpreise für Flugreisen zu bekommen, forderte Werneke als "einfachsten Weg" eine bessere Bezahlung der Mitarbeiter von Fluggesellschaften und Flughäfen: "Wenn es bei allen Billigairlines und bei den Bodendiensten halbwegs akzeptable Arbeitsbedingungen gäbe, wären auch die Ticketpreise realistisch." Er plädierte auch für einen massiven Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und für billigere Bahntickets. Das Geld dafür solle über neue Schulden aufgebracht werden. CDU und CSU müssten endlich bereit sein. "neue Schulden für diese große Zukunftsinvestition zu machen und sich von dem Dogma der schwarzen Null zu verabschieden." Der 52-jährige Werneke ist derzeit Vize-Vorsitzender der zweitgrößten Gewerkschaft Verdi. Er soll auf dem Verdi-Bundeskongress am 24. September zum Nachfolger von Frank Bsirske gewählt werden. Werneke ist der einzige Kandidat.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Landesministerin: Medienstaatsvertrag ist fast fertig. MAINZ/HAMBURG - Die Arbeit am Medienstaatsvertrag ist weit vorangekommen. "Er ist so gut wie fertig", sagte die rheinland-pfälzische Medienstaatssekretärin Heike Raab der Deutschen Presse-Agentur nach einem Treffen der Rundfunkkommission in Hamburg. "Die großen Punkte sind alle geeint." Die Liberalisierung der Werbung sei das letzte noch strittige Thema. Sie gehe aber davon aus, dass dies bei der nächsten Sitzung der Kommission am 25. Oktober im bayerischen Elmau geklärt werden könne, sagte Raab. Die SPD-Politikerin koordiniert in der Rundfunkkommission für das Vorsitzland Rheinland-Pfalz die Medienpolitik der Länder. Landesministerin: Medienstaatsvertrag ist fast fertig (Boerse, 23.09.2019 - 11:08) weiterlesen...

London lehnte Thomas-Cook-Anfrage über 150 Millionen Pfund ab. "Das ist natürlich eine Menge Steuergeld und stellt, wie die Menschen anerkennen werden, eine moralische Gefahr für den Fall dar, dass Unternehmen künftig mit solchen wirtschaftlichen Schwierigkeiten konfrontiert werden." Das sagte Johnson der britischen Agentur PA zufolge in der Nacht zum Montag noch vor der Einstellung des Geschäftsbetriebs von Thomas Cook. Von der Pleite sind allein etwa 150 000 britische Touristen betroffen, die derzeit im Urlaub sind. LONDON - Die britische Regierung hat nach Angaben des britischen Premierministers Boris Johnson eine Finanzierungsbitte des britischen Reisekonzerns Thomas Cook über 150 Millionen Pfund (knapp 170 Mio Euro) abgelehnt. (Wirtschaft, 23.09.2019 - 07:54) weiterlesen...

Merkel bei UN-Klimagipfel - Länder sollen neue Pläne vorstellen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird unter anderem die am Freitag beschlossene Strategie der Bundesregierung zur CO2-Reduzierung vorstellen, die Klimaschützer in Deutschland als nicht weitreichend genug kritisiert hatten. NEW YORK - Dutzende Staats- und Regierungschefs sollen beim UN-Klimagipfel in New York am Montag (ab 16 Uhr MESZ) neue Pläne im Kampf gegen die Klimakrise vorstellen. (Wirtschaft, 23.09.2019 - 06:33) weiterlesen...

Kubicki sieht Gefahr in 'Rigorismus' der Klima-Bewegung. "Der Rigorismus der Klima-Bewegung wird irgendwann dazu führen, dass Konflikte nicht mehr friedlich ausgetragen werden, sondern im Zweifel gewalttätig", sagte der Bundestagsvizepräsident der "Welt" (Montag). Viele Menschen seien jetzt schon genervt vom Auftreten der Fridays-for-Future-Bewegung. "Das Thema Klimaschutz überstrahlt momentan alles. Ich möchte auch, dass meine Enkel in einer lebenswerten Welt aufwachsen. Aber dass wir jetzt nur noch über Klimaschutz reden und alle anderen Themen ausblenden, halte ich für falsch und gefährlich." Hunderttausende hatten am Freitag in Deutschland für mehr Klimaschutz demonstriert. BERLIN - Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat der Klimaschutz-Bewegung eine zu starre Haltung vorgeworfen. (Wirtschaft, 23.09.2019 - 05:38) weiterlesen...

Schlechte Luft aus aller Welt: 'Pollution Pods' bei UN-Klimagipfel. Zum UN-Klimagipfel wurde die Installation "Pollution Pods" des britischen Künstlers Michael Pinsky im UN-Nordgarten aufgestellt. Sie sieht ein bisschen aus wie miteinander verbundene Iglus, doch in ihr stauen sich die Gerüche von Neu-Delhi, Sao Paulo, Peking, London und Tautra in Norwegen. Den Besuchern am Rande des Gipfels sollen damit die Unterschiede der weltweiten Luftqualität verdeutlicht werden. NEW YORK - Schlechte Luft aus aller Welt gibt es in diesen Tagen auf dem Rasen der Vereinten Nationen in New York. (Wirtschaft, 23.09.2019 - 05:35) weiterlesen...

Altmaier betont Dialogbereitschaft in Klima-Debatte und warnt Grüne. "Weil wir einen nationalen Klima-Konsens wollen, sind wir grundsätzlich zu Gesprächen, auch mit der FDP, bereit", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Mit Blick auf die Grünen fügte Altmaier an: "Die Grünen haben im Bundesrat keine Mehrheit. BERLIN - In der Debatte über das Klimaschutzpaket der Regierung hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier Gesprächsbereitschaft betont und die Grünen vor Selbstüberschätzung gewarnt. (Wirtschaft, 23.09.2019 - 05:22) weiterlesen...