Konflikte, Syrien

Immer wieder kommt es im syrischen Bürgerkrieg zum Einsatz von Giftgas.

04.04.2017 - 11:50:07

Auch Kinder unter den Opfern - Aktivisten: Mindestens 58 Tote bei Giftgasangriff in Syrien. Die UN machte dafür vor Kurzem Syriens Regierung verantwortlich.

Damaskus - Bei einem Luftangriff mit Giftgas sind im Nordwesten Syriens Aktivisten zufolge mindestens 58 Menschen getötet worden, darunter elf Kinder.

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete aus dem Ort Chan Scheichun zudem Dutzende Verletzte. Zahlreiche Menschen seien in Ohnmacht gefallen, hätten sich erbrochen und Schaum vor dem Mund gehabt. Der Zustand vieler Verletzter sei ernst.

Flugzeuge hätten am Morgen mehrere Angriffe geflogen, berichteten Aktivisten. Sie machten für die Bombardierung Jets der syrischen Luftwaffe verantwortlich.

In einem Video berichtete ein Arzt, es habe einen sehr schweren Angriff mit Giftgas gegeben. Es gebe in seiner Klinik drei Patienten mit eindeutigen Symptomen eines Giftgaseinsatzes. Auf Bilden waren zahlreiche Leichen zu sehen. Aufnahmen zeigten, wie Verletzte mit Sauerstoffmasken behandelt wurden. Chan Scheichun liegt im Süden der Provinz Idlib, die von unterschiedlichen Rebellengruppen kontrolliert wird.

Die Menschenrechtsbeobachter sitzen in England, stützen sich bei ihren Angaben aber auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Ihren Angaben haben sich als zuverlässig erwiesen.

Eigentlich gilt in dem Bürgerkriegsland seit Ende des vergangenen Jahres eine von Russland und der Türkei ausgehandelte Waffenruhe. Diese ist jedoch brüchig. Ausgenommen von der Waffenruhe sind die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und die Al-Kaida-nahe Organisation Tahrir al-Scham. Diese ist besonders in der Provinz Idlib stark.

Syriens Opposition rief den UN-Sicherheitsrat zu einer sofortigen Sitzung und Ermittlungen auf. Die in Istanbul ansässige Syrische Nationale Koalition forderte Maßnahmen, damit die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden.

UN-Ermittler hatten Syriens Regierung im März vorgeworfen, in den vergangenen Monaten im Kampf um die Stadt Aleppo und andernorts Chlorgas eingesetzt zu haben. Ein Bericht der Untersuchungskommission des Menschenrechtsrates sprach von mindestens fünf Chlorgas-Angriffen regierungstreuer Kräfte seit Anfang dieses Jahres.

Bereits 2013 waren östlich der Hauptstadt Damaskus bei Angriffen mit Giftgas rund 1400 Menschen getötet worden. Die Opposition und der Westen machten dafür Syriens Regierung verantwortlich. Diese stimmte danach zu, alle Giftgasvorräte zu vernichten. Chlor fiel jedoch nicht unter das Verbot, weil es für zivile Zwecken benötigt wird.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Macron und Merkel wollen mit Putin über Syrien reden. Diese Resolution, die eine sofortige 30-tägige Waffenruhe fordert, sei ein «unverzichtbarer erster Schritt», heißt es nach Berichten französischer Medien in einer Erklärung des Elysee-Palastes. Mit dem Kremlchef solle noch heute über die Umsetzung der Resolution und eine «politische Roadmap» zu einem dauerhaften Frieden gesprochen werden. Paris - Angesichts der kritischen Lage der Zivilbevölkerung in Teilen Syriens wollen sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Kanzlerin Angela Merkel beim russischen Präsidenten Wladimir Putin für eine schnelle Umsetzung der jüngsten UN-Resolution einsetzen. (Politik, 25.02.2018 - 02:42) weiterlesen...

UN-Sicherheitsrat stimmt für Waffenruhe in Syrien. Nach anfänglichem Widerstand Russlands und tagelangen Verhandlungen stimmten die 15 Mitgliedsländer jetzt in New York geschlossen für eine entsprechende Resolution. Völkerrechtlich bindende Druckmittel zur Durchsetzung der Waffenruhe enthält der Text allerdings nicht. Die Resolution soll Helfern Zugang zu belagerten Gebieten verschaffen und UN-Helfern ermöglichen, Opfer in Sicherheit zu bringen. New York - Der UN-Sicherheitsrat hat für mindestens 30 Tage eine Waffenruhe für das Bürgerkriegsland Syrien gefordert. (Politik, 24.02.2018 - 22:30) weiterlesen...

30-tägige Feuerpause - UN-Sicherheitsrat stimmt für Waffenruhe in Syrien. Nach quälenden drei Tagen einigt sich der UN-Sicherheitsrat auf eine Resolution. Doch die ist nicht viel mehr als ein Appell. Tagelang ringen die UN-Botschafter in New York um eine Feuerpause für Syrien. (Politik, 24.02.2018 - 21:26) weiterlesen...

UN-Sicherheitsrat fordert 30-tägige Waffenruhe in Syrien. Nach anfänglichem Widerstand Russlands und tagelangen Verhandlungen stimmten die 15 Mitgliedsländer in New York geschlossen dafür. Die Resolution enthält allerdings keine völkerrechtlich bindenden Druckmittel zur Durchsetzung der Waffenruhe. Die Resolution soll humanitären Helfern Zugang zu belagerten Gebieten verschaffen und UN-Helfern sowie deren Partnern ermöglichen, Kriegsopfer in Sicherheit zu bringen. New York - Der UN-Sicherheitsrat hat per Resolution eine mindestens 30 Tage dauernde Feuerpause für das Bürgerkriegsland Syrien gefordert. (Politik, 24.02.2018 - 20:46) weiterlesen...

30-tägige Feuerpause - UN-Sicherheitsrat schafft Resolution zu Waffenruhe in Syrien Nach tagelangem Ringen hat es nun doch noch geklappt: Per Resolution fordert der UN-Sicherheitsrat eine 30-tägige Waffenruhe in Syrien. (Politik, 24.02.2018 - 20:36) weiterlesen...

30 Tage andauernde Feuerpause - UN-Sicherheitsrat schafft Resolution zu Waffenruhe in Syrien. Nach anfänglichem Widerstand Russlands stimmten die 15 Mitgliedsländer am Samstag in New York geschlossen dafür. Der UN-Sicherheitsrat hat per Resolution eine mindestens 30 Tage andauernde Feuerpause für das Bürgerkriegsland Syrien gefordert. (Politik, 24.02.2018 - 20:34) weiterlesen...