Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

trading-house Börsenakademie

Gemeinsam erfolgreich

MARKETSX
Konflikte, Schifffahrt

Im Tankerstreit reden London und Teheran zumindest wieder mit- und nicht mehr nur übereinander.

13.07.2019 - 20:56:07

Teheran soll Zweifel ausräumen - London will Öltanker gegen iranische Zusicherung freigeben. Beide begrüßen eine friedliche Lösung. Das könnte auch einer inhaftierten Britin zur Freiheit verhelfen.

  • Gibraltar stoppt Supertanker - Foto: Marcos Moreno/AP/

    Der Supertanker «Grace 1» neben einem Schiff der britischen Marine in den Gewässern von Gibraltar. Foto: Marcos Moreno/AP/

  • Supertanker «Grace 1» - Foto: Marcos Moreno/AP

    Wegen des Verdachts illegaler iranischer Öllieferungen für Syrien war der Supertanker «Grace 1» gestoppt worden. Foto: Marcos Moreno/AP

  • HMS Monrose - Foto: Steve Parsons/PA/Archiv

    Die britische Fregatte HMS Montrose. Foto: Steve Parsons/PA/Archiv

Gibraltar stoppt Supertanker - Foto: Marcos Moreno/AP/Supertanker «Grace 1» - Foto: Marcos Moreno/APHMS Monrose - Foto: Steve Parsons/PA/Archiv

London/Gibraltar/Teheran - Im Streit zwischen London und Teheran über einen in Gibraltar festgesetzten Öltanker gibt es erste Anzeichen einer Entspannung.

Der britische Außenminister Jeremy Hunt stellte eine Freigabe des Schiffes durch die Behörden in dem britischen Überseegebiet in Aussicht, sollte der Iran zusichern, dass die Ladung nicht für Syrien bestimmt ist. Das teilte Hunt am Samstag nach einem Telefongespräch mit seinem iranischen Kollegen Mohammed Dschawad Sarif per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Hunt bezeichnete das Gespräch als «konstruktiv». «Mir wurde von Außenminister Sarif gesagt, dass der Iran das Problem lösen will und keine Eskalation sucht.»

Das iranische Außenministerium in Teheran bestätigte auf seiner Webseite den Telefonkontakt der beiden Minister. «Wir hoffen, dass die rechtlichen Ermittlungen in Gibraltar schon sehr bald zur Freigabe des iranischen Tankers führen werden», wurde der iranische Chefdiplomat zitiert. Sarif erwarte, dass London umgehend ein Ende der illegalen Festsetzung des Tankers anordne. Der Iran hat zwar stets dementiert, dass der Tanker nach Syrien fahren sollte, hat aber nie mitgeteilt, was dann das Ziel der Reise war.

Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den unter der Flagge Panamas fahrenden Supertanker «Grace 1» in der vergangenen Woche vor Gibraltar wegen des Verdachts auf illegale Öllieferungen nach Syrien festgesetzt. Der Kapitän und drei weitere Mitglieder der Besatzung wurden vorübergehend festgenommen, sind aber inzwischen wieder auf freiem Fuß.

Der Iran protestierte, bestellte mehrmals den britischen Botschafter ein und forderte, das Schiff sofort weiterfahren zu lassen. Der Oberste Gerichtshof in Gibraltar ordnete jedoch an, dass das Schiff mindestens bis zum 21. Juli nicht wieder auslaufen darf.

Verschärft wurde der Streit durch einen Zwischenfall mit einem britischen Tanker in der Straße von Hormus am Mittwoch. Britischen Angaben zufolge hatten dort drei iranische Boote versucht, ein britische Handelsschiff an der Durchfahrt zu hindern. Eine Fregatte zwang sie jedoch zum Abdrehen. Teheran bestritt jedoch, in den Vorfall verwickelt zu sein.

Hunt und Sarif sprachen nach Angaben aus Teheran auch über die seit über drei Jahren im Iran inhaftierte Britin Nazanin Zaghari-Ratcliffe. Sarif habe erneut betont, dass Verurteilung der Frau, die auch die iranische Staatsbürgerschaft besitzt, rechtliche einwandfrei sei. «Der Iran erwartet daher, dass auch Großbritannien das iranische Recht und die Unabhängigkeit der Justiz respektiert», fügte Sarif hinzu. In den vergangenen Tagen kursierten Gerüchte, dass der Iran die 41-jährige Projektmanagerin der Thomson Reuters Stiftung im Gegenzug für die Freigabe des Tankers freilassen könnte.

Zaghari-Ratcliffe war nach einem Privatbesuch bei ihren Eltern im April 2016 verhaftet worden. Ihr werden Verschwörung, Zusammenarbeit mit westlichen Geheimdiensten und Spionage vorgeworfen. Die Doppelstaatlerin hat alle Vorwürfe zurückgewiesen, wurde aber trotzdem zu fünf Jahren Haft verurteilt. Alle diplomatischen Bemühungen der britischen Regierung, sie vorzeitig frei zu bekommen, sind bisher gescheitert.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Iran: Öltanker nach technischer Panne am Golf abgeschleppt. Das «ausländische» Schiff habe einen Notruf abgesetzt und solle in iranischen Gewässern repariert werden, sagte Außenamtssprecher Abbas Mussawi. Details zur Herkunft des Schiffes und dem genauen Ort des Vorfalls würden später bekanntgegeben. Zuvor hatte es Spekulationen über den Verbleib des Öltankers «Riah» gegeben. Die Lage am Golf ist wegen des Konflikts zwischen den USA und dem Iran derzeit sehr angespannt. Teheran - Ein Öltanker soll nach iranischen Angaben am Persischen Golf eine technische Panne gemeldet haben und daraufhin von iranischen Schiffen abgeschleppt worden sein. (Politik, 16.07.2019 - 22:46) weiterlesen...

London will iranischen Öltanker gegen Zusicherung freigeben. Der britische Außenminister Jeremy Hunt stellte eine Freigabe des Schiffes durch die Behörden in dem britischen Überseegebiet in Aussicht, sollte der Iran zusichern, dass die Ladung nicht für Syrien bestimmt ist. Das teilte Hunt nach einem Telefongespräch mit seinem iranischen Kollegen per Kurznachrichtendienst Twitter mit. Sarif habe versichert, dass der Iran das Problem lösen wolle und keine Eskalation suche, so Hunt. London/Gibraltar - Im Streit zwischen London und Teheran über einen in Gibraltar festgesetzten iranischen Öltanker hat es erste Anzeichen einer Entspannung gegeben. (Politik, 13.07.2019 - 20:52) weiterlesen...

Teheran soll Zweifel ausräumen - London will iranischen Öltanker gegen Zusicherung freigeben Wo wollte der Supertanker «Grace 1» hin, bevor er von der britischen Royal Navy in Gibralter festgesetzt wurde? Wenn der Iran diese Frage überzeugend beantwortet, könnte das Schiff seine Fahrt bald fortsetzen. (Politik, 13.07.2019 - 19:34) weiterlesen...

Iran: Syrien war nicht Ziel des Öltankers. «Falls die Briten sich von den USA beeinflussen und auf gefährliche Spielchen einlassen wollen, raten wir ihnen, dies lieber nicht zu tun», sagte ein Außenamtssprecher. Nach der Festnahme des Kapitäns und Ersten Offiziers des Tankers gestern habe das iranische Außenministeriums zum vierten Mal binnen einer Woche den britischen Botschafter in Teheran einbestellt. Der Sprecher bestritt, dass Syrien das Ziel gewesen sei. Der Tanker «Grace 1» ist nach seinen Worten zu groß, um in syrische Häfen einzulaufen. Teheran/London - Der Iran hat Großbritannien im Streit um einen in Gibraltar festgesetzten Supertanker eindringlich gewarnt. (Politik, 12.07.2019 - 19:10) weiterlesen...

Kapitän und Offizier von iranischem Tanker in Gibraltar festgenommen. Das teilte die Polizei des britischen Überseegebiets mit. Sie werden verdächtigt, mit Öllieferungen an Syrien gegen EU-Sanktionen verstoßen zu haben und sollten nun befragt werden, heißt es. Die Behörden in Gibraltar und die britische Royal Navy hatten den Supertanker in der vergangenen Woche vor Gibraltar festgesetzt. Iran protestierte, bestellte dreimal den britischen Botschafter in Teheran ein und forderte, das Schiff sofort weiterfahren zu lassen. Gibraltar - Der Kapitän und der Erste Offizier des in Gibraltar festgesetzten iranischen Tankers «Grace 1» sind festgenommen worden. (Politik, 11.07.2019 - 19:12) weiterlesen...

Iran soll britischen Tanker bedrängt haben. Nach britischen Angaben sollen sich drei iranische Boote in der Straße von Hormus dem Öltanker «British Heritage» genähert haben. Sie hätten «entgegen internationalem Recht» versucht, das Handelsschiff an der Durchfahrt zu hindern. Teheran bestritt, an einem Vorfall mit einem britischen Schiff beteiligt gewesen zu sein. Das Ziel solcher wertlosen Unterstellungen sei es lediglich, Spannungen zu provozieren, sagte der iranische Außenminister Sarif. London - Nach einem weiteren Vorfall mit einem Öltanker in der Golfregion wächst die Angst vor neuen Spannungen zwischen dem Iran und dem Westen. (Politik, 11.07.2019 - 16:24) weiterlesen...