Kriminalität, Polizei

Im Hörsaal der Uni Heidelberg eröffnet ein Mann das Feuer.

24.01.2022 - 17:26:38

Heidelberg - Amokläufer erschießt auf Uni-Campus einen Menschen. Es gibt ein Todesopfer und drei Verletzte.

  • Amoklauf auf Uni-Campus - Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpa

    Die Polizei ist mit einem Gro?aufgebot auf dem Gel?nde der Heidelberger Universit?t. Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpa

  • Amoklauf in?Heidelberg - Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpa

    Ein Einzelt?ter hat hier auf dem Gel?nde der Uni Heidelberg mit einer Schusswaffe mehrere Menschen verletzt. Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpa

  • SEK auf Campus - Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpa

    Mitglieder des SEK auf dem Gel?nde der Heidelberger Universit?t. Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpa

  • Krankenwagen - Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpa

    Not?rzte versorgen die Verletzten des Amoklaufes auf dem Gel?nde der Heidelberger Universit?t. Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpa

  • Spurensicherung - Foto: Uwe Anspach/dpa

    Polizeibeamte sichern Spuren am Gel?nde des Botanischen Gartens der Heidelberger Universit?t. Hier ist es zuvor zu einem Amoklauf gekommen. Foto: Uwe Anspach/dpa

  • Entwarnung nach Amoklauf - Foto: Uwe Anspach/dpa

    Inzwischen hat die Polizei Entwarnung gegeben.?Der Sch?tze war Einzelt?ter und ist tot. Foto: Uwe Anspach/dpa

  • Polizei auf dem Campus - Foto: Uwe Anspach/dpa

    Polizeibeamte sichern das Gel?nde des Botanischen Gartens der Heidelberger Universit?t. Foto: Uwe Anspach/dpa

Amoklauf auf Uni-Campus - Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpaAmoklauf in?Heidelberg - Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpaSEK auf Campus - Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpaKrankenwagen - Foto: R.Priebe//Pr-Video/dpaSpurensicherung - Foto: Uwe Anspach/dpaEntwarnung nach Amoklauf - Foto: Uwe Anspach/dpaPolizei auf dem Campus - Foto: Uwe Anspach/dpa

Heidelberg - Bei einem Amoklauf in einem Hörsaal der Universität Heidelberg hat ein Mann eine junge Frau erschossen und drei Menschen verletzt.

Die junge Frau sei ihren schweren Schussverletzungen wenige Stunden nach der Tat erlegen, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen. Sie habe einen Kopfschuss erlitten. Der Einzeltäter habe am Montagmittag mit einem Gewehr in einem Hörsaal bei laufender Vorlesung um sich geschossen, teilte die Polizei mit.

Täter schießt in Hörsaal um sich

Der Mann, der selbst Student gewesen sein soll, sei dann ins Freie geflohen. Er soll einen Rucksack mit weiteren Waffen dabei gehabt haben, erfuhr die dpa. Demnach soll er sich dann selbst erschossen haben. Die Polizei bestätigte bisher lediglich, dass der Täter tot ist. Er soll keine politischen oder religiösen Motive gehabt haben. Zur Identität der Verletzten und des Täters machte die Polizei zunächst keine Angaben.

Schon kurz nach der Tat am Mittag hatte die Polizei erklärt: «Wir gehen nicht von weiteren Tätern aus.» Zur Sicherheit werde das Gelände aber weiter abgesucht. Gegen 15.15 Uhr bestätigte die Polizei, der Mann sei ein Einzeltäter gewesen. «Derzeit ist keine Gefahrenlage mehr gegeben.»

Das Neuenheimer Feld vor den Toren der Heidelberger Altstadt war am Nachmittag weiträumig abgesperrt. Die Polizei forderte Autofahrer auf, das Gelände zu umfahren, damit Rettungskräfte freie Fahrt haben. Die Polizei richtete eine Hotline für Angehörige ein. Am Gelände der Universität standen Dutzende Polizei- und Krankenwagen. Experten untersuchten einen Rucksack, auch ein Gewehr war auf Bildern zu sehen. Vor den Absperrungen standen junge Leute beisammen.

Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) besuchte noch am Nachmittag den Tatort und zeigte sich erschüttert: «Ich bin entsetzt. Es lässt einen sprachlos zurück, wenn unschuldige junge Menschen im Hochschulbetrieb so etwas erleben müssen. Ich bin in Gedanken bei denen, die verletzt wurden und betroffen sind. Ich wünsche mir sehr, dass bald Genesung eintritt.»

Studierende geschockt

Auch die Studierendenschaft äußerte sich fassungslos. «Wir sind unendlich schockiert. Das ist eine Katastrophe, die sich allem Denkbaren zwischen Vorlesungen, Klausuren und Unileben entzieht», sagte der Vorsitzende Peter Abelmann.

Auch die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK) Karin Prien zeigt sich tief betroffen. «Es ist erschütternd, dass der friedliche Ort des gemeinsamen Lernens zum Ort eines bewaffneten Anschlags wurde», sagte die CDU-Politikerin. «Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Opfer, den Studierenden und Lehrenden und Universitäts-Angehörigen der medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg.»

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