Internet, Gesellschaft

Im aktuellen Jahr ist der Anteil der Internetnutzer in Deutschland erstmals über 90 Prozent gestiegen.

10.10.2018 - 11:49:45

Studie: Erstmals über 90 Prozent der Deutschen online

Das ist das Ergebnis der ARD/ZDF-Onlinestudie 2018, die im Rahmen der Studienreihe "Medien und ihr Publikum (MiP)" im Auftrag der ARD/ZDF-Medienkommission durchgeführt und am Mittwoch vorgestellt wurde. Im Vergleich zum vorherigen Jahr sind demnach noch einmal knapp eine Million Internetnutzer hinzugekommen.

Auch die Nutzungszeit nimmt weiter zu. Der größte Zuwachs entfällt dabei auf das Sehen, Hören und Lesen von Inhalten sowie auf die Kommunikation im Netz. In diesem Jahr sind laut Studie 63,3 Millionen Menschen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren online, dies entspricht einem Anteil von 90,3 Prozent. Die Steigerung liegt bei 0,9 Millionen beziehungsweise 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich ist die Anzahl der Menschen gestiegen, die das Internet täglich nutzen: Das Plus liegt hier bei 3,8 Millionen. Seit 2015 hat sich dieser Personenkreis um knapp zehn Millionen Menschen, von 44,5 auf 54,0 Millionen, erhöht und liegt aktuell bei 77 Prozent, so die Studie. Zum Medienkonsum wird das Internet von 39 Prozent täglich genutzt. Der Rest verteilt sich auf die Individualkommunikation wie zum Beispiel das Schreiben von Nachrichten mit Messenger-Diensten sowie das Surfen, Shoppen, Suchen und Spielen. Auch die tägliche Nutzungszeit im Internet steigt weiter. Sie liegt aktuell bei 196 Minuten, im Vergleich zum Vorjahr 47 Minuten mehr. Bei den unter 30-Jährigen beträgt sie knapp sechs Stunden, während die ab 70-Jährigen nicht einmal eine Stunde pro Tag online sind. Differenziert nach den Feldern Sehen, Hören und Lesen von Inhalten, werden 82 Minuten für Mediennutzung aufgewendet. 87 Minuten werden mit Individualkommunikation verbracht, die in vielen Fällen auf Chatdiensten basiert.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

ROUNDUP/Haft im Prozess um Waffenkauf vor Münchner Amoklauf gefordert. Die Staatsanwaltschaft forderte am Mittwoch vor dem Landgericht Karlsruhe insgesamt neun Jahre und fünf Monate. Der 31 Jahre alte Angeklagte hat sich nach Überzeugung der auf Cyberkriminalität spezialisierten Anklagebehörde in Mannheim unter anderem der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung schuldig gemacht. KARLSRUHE/MÜNCHEN - Im Prozess gegen den Betreiber einer Darknet-Plattform im Zusammenhang mit dem Münchner Amoklauf vom Juli 2016 droht dem Angeklagten eine lange Haftstrafe. (Boerse, 12.12.2018 - 18:40) weiterlesen...

Prozess um Darknet-Waffenkauf vor Münchner Amoklauf fortgesetzt. KARLSRUHE/MÜNCHEN - Der Karlsruher Prozess gegen den Betreiber einer Darknet-Plattform im Zusammenhang mit dem Münchner Amoklauf vom Juli 2016 ist am Mittwoch fortgesetzt worden. Nach Aktenverlesungen wollte das Landgericht Karlsruhe mit den Plädoyers beginnen. Am Vormittag unterbrach der Vorsitzende Richter die Sitzung aber zunächst, um über einen Antrag auf Unterbrechung bis zum 19. Dezember zu entscheiden. Die Nebenklage möchte mehr Zeit bekommen, um Beweismittel auszuwerten. Prozess um Darknet-Waffenkauf vor Münchner Amoklauf fortgesetzt (Boerse, 12.12.2018 - 12:16) weiterlesen...

Huawei-Finanzchefin kommt gegen Kaution frei - Interveniert Trump? (neu: Außenministerium zu Ex-DiplomatI (Wirtschaft, 12.12.2018 - 10:06) weiterlesen...

Chinas Außenministerium ohne Informationen über Ex-Diplomaten Kanadas PEKING - Chinas Außenministerium hat "gegenwärtig" keine Informationen über den in China verschwundenen ehemaligen kanadischen Diplomaten Michael Kovrig. (Wirtschaft, 12.12.2018 - 09:00) weiterlesen...

Huawei-Finanzchefin kommt gegen Kaution frei (Wirtschaft, 12.12.2018 - 06:46) weiterlesen...

Gericht ordnet Freilassung von Huawei-Finanzchefin gegen Kaution an. Ein Gericht im kanadischen Vancouver stimmte am Dienstag (Ortszeit) nach dreitägigen Anhörungen einem entsprechenden Antrag der Verteidiger von Meng Wanzhou zu. Die Top-Managerin und Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei hinterlegt 10 Millionen kanadische Dollar (6,6 Mio Euro), um bis zur endgültigen Entscheidung über ihre drohende Auslieferung in die USA aus der Haft entlassen zu werden. VANCOUVER - Die in Kanada festgenommene Finanzchefin des chinesischen Telekom-Konzerns Huawei kommt vorerst gegen Kaution auf freien Fuß. (Wirtschaft, 12.12.2018 - 06:31) weiterlesen...