Unwetter, USA

Hurrikan «Irma» tastet sich an Florida heran und versetzt die Menschen in Angst und Schrecken.

10.09.2017 - 11:58:06

Tausende in Notunterkünften - Hurrikan «Irma» rast auf Florida zu. Schon die ersten Ausläufer bringen Stromausfälle, mehr als 70.000 Menschen haben sich in Notunterkünfte geflüchtet.

  • Miami - Foto: Roberto Koltun/Miami Herald/AP

    Ein Mann auf einer ansonsten leeren Autobahn in Miami. Rund 6,3 Millionen Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Foto: Roberto Koltun/Miami Herald/AP

  • National Hurricane Center - Foto: Andy Newman

    Ed Rappaport, Direktor des National Hurricane Centers in Miami, zeigt auf einer Karte die vorausgesagte Zugrichtung von Hurrikan "Irma". Foto: Andy Newman

  • Hurrikan Irma - Foto: Desmond Boylan

    Eine Frau und ein Kind versuchen sich auf Kuba mit einer Decke vor dem peitschenden Regen zu schützen. Foto: Desmond Boylan

  • Miami - Foto: Mike Stocker/Sun Sentinel/zuma

    Hurrikan "Irma" kommt: Ein Mann mit seinem Kind in Miami vor der Kulisse sturmgepeitschter Palmen. Foto: Mike Stocker/Sun Sentinel/zuma

  • Kuba - Foto: Ramon Espinosa

    Starke Wellen schlagen am späten Samstagabend an die berühmte Uferpromenade der kubanischen Hauptstadt Havanna. Foto: Ramon Espinosa

  • Notunterkunft - Foto: Gerald Herbert

    In einer langen Schlange stehen Menschen aus der evakuierten Region vor einer Notunterkunft an. Foto: Gerald Herbert

Miami - Foto: Roberto Koltun/Miami Herald/APNational Hurricane Center - Foto: Andy NewmanHurrikan Irma - Foto: Desmond BoylanMiami - Foto: Mike Stocker/Sun Sentinel/zumaKuba - Foto: Ramon EspinosaNotunterkunft - Foto: Gerald Herbert

. Auf Fernsehbildern waren hohe Wellen, starke Regengüsse, umgestürzte Bäume und beschädigte Gebäude zu sehen. Die Parteizeitung «Granma» berichtete von Überschwemmungen und Sachschäden. Meldungen über Tote lagen nicht vor. Zehntausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht.

Auf den betroffenen Inseln in der Karibik hatte der Sturm nach inoffiziellen Schätzungen insgesamt mehr als 20 Menschen das Leben gekostet, einige Gebiete gelten als unbewohnbar. Allein auf den britischen Jungferninseln starben vier Menschen, auf Anguilla gab es einen Todesfall, wie britische Medien am Samstag berichteten. Französischen Behörden zufolge kamen auf den Inseln Saint-Martin und Saint-Barthélémy neun Menschen ums Leben, 112 wurden verletzt.

In den von «Irma» schwer verwüsteten französischen Überseegebieten Saint-Martin und Saint-Barthélémy in der Karibik galt wegen eines weiteren Hurrikans die höchste Gefahrenstufe. Der französische Wetterdienst rief am Samstag die Alarmstufe Violett aus. Die Meteorologen rechneten damit, dass der Tropensturm «José» etwa 100 Kilometer nördlich der Inseln vorbeiziehen könnte.

Die Bewohner der Inseln Antigua und Barbuda konnten dagegen vorerst aufatmen: Laut der Prognose sollte der Sturm die Inseln voraussichtlich nicht direkt treffen. «Irma» war vor einigen Tagen direkt über Barbuda hinweggezogen und hatte die kleine Insel verwüstet.

Die Regierung von Antigua hob die Hurrikan-Warnung für die Inseln auf, eine Warnung vor einem Tropensturm blieb in Kraft.

Erleichterung auch auf Saint-Barthélémy und Saint-Martin: Das Zentrum von Hurrikan «José» hat die Karibikinseln verschont und zog in der Nacht auf Sonntag im Norden an den Inseln vorbei.

Frankreichs Wetterdienst Météo France hatte für die französischen Überseegebiete die höchste Sturm-Warnstufe ausgerufen. Doch kurz vor Mitternacht (Ortszeit) kam die Entwarnung: Das Zentrum des Hurrikans der zweithöchsten Kategorie vier sei 125 Kilometer nördlich von Saint-Martin. Die Auswirkungen auf die Überseegebiete seien damit weniger gravierend, teilte Météo France mit. Es wurden Windstärken von bis zu 60 Kilometer pro Stunde gemessen. Die Wellen waren mit drei Meter Höhe ebenfalls weniger hoch als zunächst befürchtet.

@ dpa.de

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