Terrorismus, Konflikte

Hunderte Menschen kamen am Bosporusufer zusammen, um in einem der berühmtesten Istanbuler Nachtclubs das neue Jahr zu feiern.

01.01.2017 - 08:14:04

Mindestens 39 Tote - Terrorangriff auf Nachtclub in Istanbul. Dann dringt ein Angreifer ein - und richtet ein Massaker an.

Istanbul - Bei einem Terrorangriff auf die Silvesterfeier in einem der größten Nachtclubs in Istanbul sind mindestens 39 Menschen getötet worden, darunter bis zu 16 Ausländer. Die Suche nach dem Attentäter werde fortgesetzt, sagte der türkische Innenminister Süleyman Soylu.

Darüber hinaus seien 69 Menschen verletzt in Krankenhäuser eingewiesen worden. Istanbuls Gouverneur Vasip Sahin sagte: «Das ist ein Terrorangriff.» Ein Angreifer habe sich Zugang zum Club verschafft, indem er am Eingang einen Polizisten und einen Zivilisten erschossen habe.

Justizminister Bekir Bozdag teilte auf Twitter mit: «Das ist ein hinterhältiger und verräterischer Terroranschlag gegen unsere Türkei, unseren Frieden, unsere Einheit, unsere Brüderlichkeit und gegen uns alle.» Der Kampf gegen den Terror werde «entschlossen» weitergeführt. Präsident Recep Tayyip Erdogan zeigte sich tief erschüttert über den Anschlag, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf Regierungskreise berichtete.

Die Nachrichtenagentur DHA meldete, nach ersten Informationen seien zwei Terroristen verkleidet als Weihnachtsmänner in den Nachtclub eingedrungen und hätten das Feuer mit automatischen Waffen eröffnet. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete dagegen - wie der Gouverneur - ebenfalls nur einen Bewaffneten, der sich gewaltsam Zutritt in den Club am Bosporusufer verschafft habe.

Die Nachrichtenagentur DHA berichtete, zum Zeitpunkt des Angriffs seien 700 bis 800 Menschen zu Silvesterfeierlichkeiten in dem Club gewesen. Einige seien in den Bosporus gesprungen, um dem Angriff zu entkommen, berichteten Augenzeugen. Sie seien von Polizisten gerettet worden. Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie zahlreiche Kranken- und Polizeiwagen vor dem Club Reina standen. Der Zeitung «Hürriyet» zufolge waren am Silvestertag erst acht Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat in Ankara festgenommen worden, die einen Anschlag Silvestertag geplant haben sollen.

Die Bundesregierung zeigte sich entsetzt über den Angriff. «Wir sind tief bestürzt und trauern mit den Menschen in #Istanbul», twitterte das Auswärtige Amt. Die US-Regierung sprach von einer Gräueltat ausgerechnet an Silvester, was die Brutalität der Angreifer nur noch unterstreiche. «Wir bekräftigen die Unterstützung der USA für die Türkei, unserem Nato-Verbündeten, in unserer gemeinsamen Entschlossenheit, alle Arten von Terrorismus zu bekämpfen und zu besiegen», erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Ned Price. Präsident Barack Obama bot den türkischen Behörden Hilfe an, wie das Weiße Haus mitteilte.

Die EU-Außenbeauftragte Frederica Mogherini schrieb auf Twitter: «2017 startet mit einem Angriff in Istanbul. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Wir arbeiten weiter daran, solche Tragödien zu verhindern.» Ähnlich äußerte sich Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Seine Gedanken seien bei denjenigen, die durch die Attacke betroffen seien und dem türkischen Volk, schrieb er auf Twitter.

Aus waren in der Silvesternacht Medienberichten zufolge 17.000 Polizisten in Istanbul im Einsatz. An der zentralen Ausgehmeile Istiklal Caddesi kontrollierten Sicherheitskräfte die Zugänge und durchsuchten Taschen.

Die deutsche Botschaft hatte in einer Mitteilung an Deutsche angesichts der Terrorgefahr mitgeteilt: «Die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen und Festlichkeiten an Silvester und Neujahr sollte verantwortungsvoll geprüft werden.»

@ dpa.de

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