Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Unwetter, Notfälle

Heftige Regengüsse haben sich am Samstag in Sachsen entladen.

18.07.2021 - 00:36:07

Hochwasser-Katastrophe - Regenmassen sorgen für Überflutungen in Sachsen. Wegen Überschwemmungen und Hangrutschen rückten Rettungskräfte vor allem in der Sächsischen Schweiz und in Ostsachsen zu Hunderten Einsätzen aus.

Bad Schandau/Bautzen (dpa) - Immense Regenfälle haben am Samstag in Teilen Sachsens heftige Überschwemmungen verursacht. In der Sächsischen Schweiz waren mehrere Ortslagen von Städten und Gemeinden nicht mehr erreichbar. Besonders betroffen seien Neustadt, Sebnitz, Bad Schandau, Reinhardtsdorf-Schöna und Gohrisch, informierte das Landratsamt am Abend. Die Bahnstrecke zwischen Bad Schandau und dem tschechischen De?in wurde gesperrt. «Die Situation ist angespannt, aber beherrschbar», erklärte das Lagezentrum des Innenministeriums in Dresden auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Nach Auskunft des Landeshochwasserzentrums hatte es im Einzugsgebiet der Kirnitzsch und der Sebnitz innerhalb von 24 Stunden teils mehr als 100 Liter pro Quadratmeter geregnet. In Lichtenhain-Mittelndorf seien es 110 Liter, in Weifa 104 Liter gewesen. Daraufhin waren die Wasserstände zahlreicher Flüsse rapide angeschwollen. So wurde an der Polenz die Alarmstufe 4 überschritten, in den Unterläufen der Kirnitzsch, der Sebnitz und des Lachsbaches habe es einen «extremen Wasserstandsanstieg» gegeben. «Es sind starke Überschwemmungen zu erwarten», hatten die Experten am Abend gewarnt.

Die regionale Leitstelle in Dresden sprach von mehr als 250 Einsätzen seit dem Nachmittag. In der Sächsischen Schweiz seien Straßen und Keller überflutet worden sowie Hänge abgerutscht. Neben kleineren Flüssen, die extrem angeschwollen seien, habe sich das viele Wasser an Hängen hinab den Weg gebahnt, hieß es. Von Verletzten oder größeren Evakuierungen war vorerst nichts bekannt.

Für weite Teile Sachsens hatte der Deutsche Wetterdienst am Samstag bis in die Nacht hinein vor Unwettern bis zur Stufe 3 von 4 gewarnt. Auch in anderen Regionen hatte es deswegen zahlreiche Einsätze von Rettungskräften gegeben - etwa in Ostsachsen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Auch dort hatte starker Regen Straßen und Keller unter Wasser gesetzt. Zudem stiegen die Wasserstände im Gebiet der Lausitzer Neiße erheblich an. So wurde am Pegel in Zittau die Alarmstufe 4 überschritten.

Auch aus Westsachsen wurde örtlich von Problemen mit überfluteten und Kellern berichtet, etwa in Hohenstein-Ernstthal, Oberlungwitz und Wüstenbrand. Teils errichteten Anwohner Blockaden, um ihre Häuser zu schützen.

Die Störung der Bahnstrecke zwischen Bad Schandau und De?in werde voraussichtlich bis Sonntagnachmittag dauern, informierte die Deutsche Bahn. «Züge des Fernverkehrs enden und beginnen in Dresden Hauptbahnhof.» Im Fernverkehr betrifft es die Verbindung Hamburg-Berlin-Dresden-Prag. Auch im Nahverkehr kam es zu Ausfällen, Ersatzverkehr durch Busse habe wegen schwieriger Straßenverhältnisse nicht eingerichtet werden können, hieß es.

© dpa-infocom, dpa:210718-99-422023/2

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Starkregen - Kräftige Unwetter in einigen Regionen Deutschlands. An anderen Orten gibt es dagegen wieder kräftige Unwetter - und auch am Montag kann es Starkregen geben. In den Katastrophengebieten konnten die Menschen etwas durchatmen. (Politik, 26.07.2021 - 11:56) weiterlesen...

Katastrophe - Mindestens 100 Tote nach Monsunregen in Indien. Die Philippinen sind auch betroffen. In Indien sind bei Unwettern im Zusammenhang mit dem Monsunregen mindestens 100 Menschen ums Leben gekommen. (Politik, 25.07.2021 - 14:38) weiterlesen...

Hochwasser - Katastrophengebiet von neuen Unwettern verschont. Politiker wollen sich derweil besser wappnen. Mit Sorge schauten viele auf die Hochwassergebiete: Für das Wochenende waren neue Unwetter befürchtet worden. (Politik, 25.07.2021 - 14:18) weiterlesen...

Hochwasserkatastrophe - Übergriffe auf Flut-Helfer der THW - Polizei prüft Berichte. Diese sollen beschimpft und mit Gegenständen beworfen worden sein. Die Polizei prüft die Vorfälle. Das Technische Hilfswerk berichtet von Übergriffen auf Helfer im Hochwassergebiet. (Politik, 25.07.2021 - 13:18) weiterlesen...

Hochwasser in Deutschland - Erneut setzt Regen in den Katastrophengebieten ein. Nun ist neuer Starkregen angesagt, wenn auch nur punktuell. Das Schlimmste scheinen die unwettergeschädigten Gemeinden im Westen bereits in der vergangenen Woche hinter sich gebracht zu haben. (Politik, 24.07.2021 - 21:54) weiterlesen...

Deutscher Wetterdienst - Warnung vor Unwettern mit Sturzfluten in Bayern. Besonders in der Nacht sollen die Regenfälle stärker werden. Doch es gibt Aussicht auf eine Entspannung der Lage. Einige Regionen Bayerns sind erneut von Unwettern geplagt. (Politik, 24.07.2021 - 17:22) weiterlesen...