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EKD - Evangelische Kirche in Deutschland

Hannover - Untertitel: Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverb?nden und der Evangelischen Kirche in Deutschland stellt Handlungsempfehlungen vor Ein zivilgesellschaftliches B?ndnis hat heute seine Handlungsempfehlungen f?r eine sozial gerechte und ?kologische Mobilit?tswende vorgestellt.

15.04.2021 - 11:07:43

Breites B?ndnis fordert sozial- und klimavertr?gliche Mobilit?tswende /

Hannover - Untertitel:

Zusammenschluss aus Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverb?nden und der Evangelischen Kirche in Deutschland stellt Handlungsempfehlungen vor

Ein zivilgesellschaftliches B?ndnis hat heute seine Handlungsempfehlungen f?r eine sozial gerechte und ?kologische Mobilit?tswende vorgestellt.

DGB, IG Metall, ver.di, SoVD, VdK, AWO, BUND, VCD, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und NABU vertreten zusammen viele Millionen Menschen und signalisieren damit, dass weite Teile der Bev?lkerung dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Mobilit?tspolitik sehen. Entsprechend fordert das B?ndnis Sozialvertr?gliche Mobilit?tswende die Bundesregierung zu entschlossenerem Handeln auf: Es ist m?glich, gleichzeitig das Klima zu sch?tzen und die Lebensqualit?t von Millionen B?rgerinnen und B?rgern sp?rbar zu verbessern.

Der Beitrag des Verkehrssektors zum Klimaschutz ist l?ngst ?berf?llig. Gleichzeitig bietet der Umbau des Mobilit?tssystems die Chance, den unterschiedlichen Bed?rfnissen aller Menschen im Land gerecht zu werden: ob Menschen in der Stadt oder auf dem Land, Besch?ftigte mit hohem oder niedrigen Einkommensniveau, jung oder alt, gesund oder mit k?rperlichen Einschr?nkungen. Au?erdem geht es um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Mobilit?tswirtschaft.

Das B?ndnis Sozialvertr?gliche Mobilit?tswende hat sich gegr?ndet, um den gesamtgesellschaftlichen Dialog ?ber die Ausrichtung der Verkehrspolitik konstruktiv zu begleiten und einer weiteren Spaltung der Gesellschaft dar?ber entgegenzuwirken. Durch seine Arbeit strebt das B?ndnis an, die fortw?hrenden Auseinandersetzungen ?ber die Zukunft der Mobilit?t zu entsch?rfen. Die Vorschl?ge des B?ndnisses sollen dazu dienen, eine gemeinsame Vorstellung der k?nftigen Mobilit?tswelt zu entwickeln und daraus Handlungsschritte abzuleiten. Das vorgelegte Papier erhebt keinen Anspruch auf Vollst?ndigkeit, sondern dient als Debattenansto?. Ziel ist, die Ideen in den kommenden Monaten im ?ffentlichen Austausch mit den Menschen und B?ndnispartnern vor Ort weiter auszugestalten.

Die Arbeit des B?ndnisses wird gef?rdert und unterst?tzt durch die Stiftung Mercator und die European Climate Foundation.

Nachfolgend finden Sie die Zitate der beteiligten Organisationen f?r Ihre Berichterstattung:

NABU-Pr?sident J?rg-Andreas Kr?ger: "Die Mobilit?tswende hat das Zeug, als Gewinnergeschichte in die gesellschaftlichen Umbr?che des 21. Jahrhunderts einzugehen. Heute ist der Verkehrssektor ein entscheidender Treiber des Klimawandels und vieler anderer Umweltbelastungen. In den letzten 30 Jahren ist es uns nicht gelungen, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Das liegt auch an fehlenden guten Ideen f?r eine sozial gerechte Ver?nderung im Verkehrssektor. Kommen aber alle wesentlichen Akteure an einen Tisch, zeigt sich schnell, dass die Differenzen weit geringer sind, als von vielen vermutet. K?nftig kann ein ver?ndertes Mobilit?tssystem auch zum Erreichen der Klimaziele beitragen, die Lebensqualit?t aller erh?hen, den Wohlstand sichern und gesellschaftliche Teilhabe st?rken. Der Fahrplan des B?ndnisses Sozialvertr?gliche Mobilit?tswende hat heute den Grundstein daf?r gelegt."

Verena Bentele, Pr?sidentin Sozialverband VdK: "Die Verkehrswende wird unsere St?dte und D?rfer ver?ndern. Als Sozialverband VdK wollen wir diesen Wandel aktiv mitgestalten und uns f?r mehr Teilhabe und Gerechtigkeit stark machen. Barrierefreie Bahnh?fe, mehr Platz f?r Rollatoren und Kinderw?gen auf den Gehwegen oder vielf?ltige Sharing-Angebote auch auf dem Land: Eine soziale Mobilit?tswende muss gesellschaftliche Teilhabe f?r alle erm?glichen."

Dr. Ruth G?tter, Evangelische Kirche in Deutschland (EKD): "Seit vielen Jahren engagieren sich die evangelischen Landeskirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) f?r Klimagerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung. Der christliche Glaube an Gott, der nach biblischem Zeugnis alles Leben geschaffen hat, ist f?r uns als kirchlicher B?ndnispartner die entscheidende Motivation, f?r die Achtung und Erhaltung der Mitsch?pfung sowie f?r die W?rde und Lebensrechte aller Menschen der gegenw?rtigen und der zuk?nftigen Generation einzutreten. Die EKD hat in vielen Synodenbeschl?ssen und in Grundsatztexten die globalen Klimaziele und die Ziele f?r nachhaltige Entwicklung positiv gew?rdigt und festgehalten, dass die EKD selbst aktiv mit ihren M?glichkeiten dazu beitragen will, dass diese Ziele erreicht werden. Die Verkehrswende in Deutschland ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Umsetzung dieser Ziele."

SoVD-Pr?sident Adolf Bauer: "Der Schutz unserer Umwelt geht uns alle etwas an. Nur gemeinsam k?nnen wir es schaffen, den Klimawandel zu stoppen. Ein erster Schritt w?re ein klimaschonenderes Mobilit?tsverhalten. Das muss aber auch f?r Jedermann bezahlbar sein. Klimaschutz darf kein Elitenprojekt und ein umweltbewusstes Leben kein Luxus sein. Bei allen Ma?nahmen muss die St?rkung der sozialen Gerechtigkeit und v. a. eine gerechte Verteilung der Lasten sowie ein gleicher Zugang zu Mobilit?t mitgedacht werden. Nur so k?nnen wir langfristig eine Mobilit?tswende erreichen, von der am Ende alle profitieren."

Stefan K?rzell, DGB-Bundesvorstandsmitglied: " Die Transformation unseres Mobilit?tssystems muss untrennbar mit sozialer Sicherheit und guter Arbeit verkn?pft werden: Mitbestimmt, tariflich bezahlt und sozial abgesichert. Die Bundesregierung muss endlich damit beginnen, den Strukturwandel in der Mobilit?tswirtschaft aktiv zu gestalten. Dazu geh?ren eine regionale Strukturpolitik, eine aktive Industriepolitik, Weiterbildungsinitiativen und eine Qualifizierungspolitik, die den Strukturwandel entschlossen gestaltet. Dort, wo Arbeitspl?tze verloren gehen, muss es neue Perspektiven f?r die Besch?ftigten geben: im Fahrzeugbau, bei der Bahn, im ?ffentlichen Nahverkehr, in den Planungsverwaltungen oder in der Softwareentwicklung. Dabei geht es auch um gleichwertige Lebensverh?ltnisse: Viele l?ndliche R?ume sind inzwischen vom ?ffentlichen Verkehr abgekoppelt. Der ?PNV ist das R?ckgrat einer Mobilit?tswende f?r alle."

Christine Behle, stellvertretende Vorsitzende ver.di-Vorsitzende: "Die Mobilit?tswende geht alle an und sie kann nur gelingen, wenn die Politik handelt. Bei einem Blick in die Betriebe wird deutlich, wie gro? der politische Handlungsdruck im ?PNV ist. Bis 2030 werden 100.000 neue Besch?ftigte ben?tigt, zugleich schrecken die Arbeitsbedingungen viele Bewerber*innen ab. Mit dem Ausbau des ?PNV und Investitionen ins Personal kann die Wende ins Rollen gebracht werden, so dass die Umwelt, die Besch?ftigten und die Nutzer*innen am Ende profitieren. Gute Arbeitsbedingungen sind daf?r eine wichtige Voraussetzung."

Dr. Lars Grotewold, Leiter Klimaschutz der Stiftung Mercator: "Mit der F?rderung des B?ndnisses m?chte die Stiftung Mercator zu einem konstruktiven und l?sungsorientierten zivilgesellschaftlichen Diskurs ?ber die Umsetzung einer Mobilit?tswende beitragen, die signifikante Minderungen von Emissionen mit wirtschaftlicher Prosperit?t und sozialer Gerechtigkeit verbindet".

Antje von Broock, Gesch?ftsf?hrerin Politik und Kommunikation des BUND: "Das Klima zu sch?tzen und den sozialen Zusammenhalt unserer Demokratie zu erhalten, sind die gro?en Aufgaben unserer Zeit. Um unsere Klimaziele zu erreichen, werden einschneidende Ver?nderungen notwendig. Sie bergen die Chance f?r einen nachhaltigen Umbau unserer Gesellschaft. Daf?r m?ssen wir die Umwelt, die Verkehrsteilnehmer*innen und auch die Besch?ftigten im Mobilit?tssektor gleichzeitig im Blick behalten. Die Arbeit in diesem B?ndnis hat gezeigt, dass wir diese Erkenntnis teilen und gemeinsame Ziele haben. Gemeinsam k?nnen wir die Mobilit?tswende, ein bedeutendes und zugleich herausforderndes Projekt, stemmen. Wir haben vorgelegt, die neue Bundesregierung muss ab Herbst folgen."

Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des ?kologischen Verkehrsclub VCD:

"Die Verkehrswende ist seit seiner Gr?ndung oberstes Ziel des VCD. Unsere Klimaziele f?r den Verkehrsbereich schaffen wir nur, wenn wir Mobilit?t ?kologisch und sozial gerecht gestalten. Dieser Herausforderung stellen wir uns mit dem B?ndnis Sozialvertr?gliche Mobilit?tswende. Wenn Menschen aller Alters- und Einkommensgruppen besser und barrierefrei an Bahn, Bus, Fu?- und Fahrradinfrastruktur angebunden sind, profitieren davon am Ende alle. Nachhaltige Mobilit?t erm?glicht gesellschaftliche Teilhabe, schont Klima und Umwelt und schafft neue, zukunftsf?hige Jobs in der Mobilit?tswirtschaft. Deshalb ist die Verkehrswende sozial."

J?rg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall:

"Es ist unbestritten, dass wir eine Mobilit?tswende brauchen, ihr Wie bleibt auszuhandeln. Wer die Mobilit?tswende sozial gestalten will, muss auch die Interessen vieler hunderttausend Menschen in der Automobil- und Zulieferindustrie im Wandel ber?cksichtigen. Nur mit guter Vermittlung zwischen ?kologischer und sozialer Perspektive auf Mobilit?t kann dieses gesellschaftliche Mega-Projekt gelingen. Daf?r hat die IG Metall gemeinsam mit vielen Partnern das "B?ndnis Sozialvertr?gliche Mobilit?tswende" ins Leben gerufen. Die IG Metall freut sich sehr, in diesem Rahmen Unterst?tzung f?r ihre Forderung einer umfassenden industrie-, regional-, arbeitsmarkt- und weiterbildungspolitischen Begleitung der Transformation zu finden. Auch das gewerkschaftliche Leitbild "gute Arbeit" f?r die gesamte Mobilit?tswirtschaft und die Anerkennung der enormen Investitionsbedarfe sind Teil dieses integrierten Blicks auf die Mobilit?tswende."

Brigitte D?cker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes:

"Unser Ziel ist eine inklusive Mobilit?t, die fl?chendeckend f?r alle zug?nglich ist und gleichzeitig Verkehr reduziert und verlangsamt - das ist die Vision, auf die die Politik konsequent hinarbeiten muss. F?r mehr Lebensqualit?t, f?r mehr Gesundheit und Gerechtigkeit gegen?ber k?nftigen Generationen. Die aktuelle Verkehrspolitik in Deutschland verfehlt nicht nur Klimaziele, sondern ist auch in sozialer Hinsicht sprichw?rtlich vom Kurs abgekommen. Es mangelt ihr an einem Selbstverst?ndnis, das gesellschaftliche Teilhabe und Gemeinwohl in den Mittelpunkt und vor die Interessen Einzelner bzw. gro?er Konzerne stellt."

Die Brosch?re steht als Download unter https://www.ekd.de/klimaschutz-und-mobilitaetswende-64191.htm zur Verf?gung.

Hannover, 15. April 2021

Pressestelle der EKD

Annika Lukas

Diese Pressemitteilung wird zeitgleich von den Pressestellen der im B?ndnis vertretenen Organisationen verschickt. Mehrfachversendungen bitten wir zu entschuldigen.

Pressekontakt:

Carsten Splitt Evangelische Kirche in Deutschland Pressestelle Stabsstelle Kommunikation Herrenh?user Strasse 12 D-30419 Hannover Telefon: 0511 - 2796 - 269 E-Mail: presse@ekd.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/55310/4889360 EKD - Evangelische Kirche in Deutschland

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