Notfälle, Tiere

Hannover - Eine deutschlandweite Regelung zur Haltung von Kampfhunden gibt es nicht.

10.04.2018 - 12:38:06

Hintergrund - Zahlen und Fakten zu Kampfhunden. Welche Rassen als gefährlich gelten, listen die einzelnen Bundesländer auf.

Häufig werden Rassen wie Pitbull Terrier, Bullterrier, Staffordshire Bullterrier oder American Staffordshire Terrier als gefährlich eingestuft. Für sie gilt auch ein bundesweites Importverbot.

In Hessen, wo jetzt ein Baby getötet wurde, ist das Halten von gefährlichen Hunden in einer speziellen Verordnung aus dem Jahr 2003 geregelt. Zur Liste der gefährlichen Hunde gehören zehn Rassen und Gruppen, darunter ist der Pitbull-Terrier oder der Staffordshire-Terrier.

Ein Halter braucht für diese «Listenhunde» - das Wort Kampfhund wird von den Behörden nicht verwendet - eine Erlaubnis der Ordnungsbehörden der jeweiligen Kommunen. Der Halter muss auch eine Sachkundeprüfung ablegen. Außerdem muss für den Hund eine «positive Wesensprüfung» vorliegen.

In Zusammenarbeit mit den drei Regierungspräsidien des Landes wird die Liste der gefährlichen Hunde regelmäßig angepasst. Zuletzt wurde 2008 der Rottweiler in die Liste neu aufgenommen. Aus der Liste gestrichen wurden die Rassen Mastiff, Mastino Napoletano und Fila Brasileiro.

Jährlich sterben in Deutschland im Schnitt drei bis vier Menschen an Hundebissen oder nach Hundestößen. Das Statistische Bundesamt zählte von 1998 bis 2015 insgesamt 64 Todesopfer.

Hundebisse werden bundesweit nicht statistisch erfasst. Für das Jahr 2010 zählte die gesetzliche Unfallversicherung 3610 gemeldete Bissverletzungen - davon etwa 75 Prozent durch Hunde und Katzen. In einer Dissertation, die Beißstatistiken der Bundesländer für 2012 auswertet, werden knapp 3000 Hundebisse an Menschen gezählt. Wenn die Attacken tödlich enden, sind demnach meist Menschen Opfer, die sich schlecht verteidigen können - also Ältere und kleine Kinder.

Bundesweit Aufsehen erregte im Juni 2000 der Fall des kleinen Volkan. Zwei freilaufende American-Staffordshire-Mischlinge stürzten sich auf einem Schulhof in Hamburg auf das spielende Kind und zerfleischten den Sechsjährigen. Daraufhin wurden in den Bundesländern die Gesetze verschärft. In Hannover biss der Staffordshire-Terrier-Mischling «Chico» Anfang April seine 52 Jahre alte, im Rollstuhl sitzende Besitzerin und deren 27 Jahre alten Sohn tot.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Surfwettbewerb in Australien nach Hai-Angriffen abgesagt. Wie die Chefin der Surfliga WSL, Sophie Goldschmidt, auf Twitter mitteilte, habe man sich wegen der aggressiven Haie dazu entschieden, den Wettbewerb bei Margaret River im Bundesstaat Western Australia zu beenden. Die Sicherheit der Teilnehmer und Mitarbeiter gehe vor. In den vergangenen Tagen waren zwei Hobby-Surfer in der Region angegriffen und gebissen worden. Beide seien vermutlich von einem Weißen Hai attackiert worden, meldete der Sender ABC. Margaret River ? Wegen Hai-Angriffen auf zwei Surfer haben die Veranstalter einen Profi-Surfwettbewerb in Australien abgesagt. (Politik, 18.04.2018 - 09:02) weiterlesen...

Tierschutzbund will Hundeführerschein für alle Halter. «Es geht darum, die Sachkunde der Hundehalter zu verbessern - und zwar in allen Bundesländern», sagte Verbandspräsident Thomas Schröder der dpa. Dagegen habe es keinen Sinn, Rasselisten mit angeblich gefährlichen Rassen zu erfinden, betonte er. In den vergangenen Wochen hatte es mehrere tödliche Angriffen von Hunden auf Menschen gegeben. Hannover - Angesichts der Beißattacken der jüngsten Zeit plädiert der Deutsche Tierschutzbund für die bundesweite Einführung eines Hundeführerscheins. (Politik, 17.04.2018 - 12:24) weiterlesen...

Hund «Chico» nach tödlicher Attacke eingeschläfert. Dazu entschied sich nach einer Untersuchung ein Expertenteam aus Vertretern der Stadt Hannover, der Tiermedizinischen Hochschule, des Tierheims und des Landwirtschaftsministeriums, wie die Stadt mitteilte. Der Staffordshire-Terrier-Mischling hatte vor zwei Wochen seine 52 Jahre alte, im Rollstuhl sitzende Besitzerin und deren 27 Jahre alten Sohn totgebissen. Hannover - Nach der tödlichen Attacke auf zwei Menschen in Hannover ist Hund «Chico» eingeschläfert worden. (Politik, 16.04.2018 - 17:02) weiterlesen...

Tier war nicht gesund - Hund «Chico» nach tödlicher Attacke eingeschläfert. Dazu entschied sich nach einer Untersuchung ein Expertenteam aus Vertretern der Stadt Hannover, der Tiermedizinischen Hochschule, des Tierheims und des Landwirtschaftsministeriums. Hannover - Nach der tödlichen Attacke auf zwei Menschen in Hannover ist Hund «Chico» eingeschläfert worden. (Politik, 16.04.2018 - 16:36) weiterlesen...

Waschbär hängt fest Erst hing der Waschbär fest, dann befreite er sich aber selbst als die Feuerwehr erschien, plumpste von dem zehn Meter hohen Hausdach und verschwand. (Media, 14.04.2018 - 13:52) weiterlesen...