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Gesellschaft, Krankenhäuser

Hannover - Die Bewachung eines mutmaßlichen Clan-Mitglieds an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) hat fast 900.000 Euro gekostet.

24.02.2020 - 13:34:06

Rund 16.000 Personalstunden - Mutmaßlicher Clan-Patient: Schutz kostete fast 900.000 Euro. Das sagte der hannoversche Polizeipräsident Volker Kluwe am Montag in einer Ausschuss-Sondersitzung im Landtag in Hannover.

  • Medizinische Hochschule Hannover - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

    Polizei vor der Medizinischen Hochschule Hannover: Die Bewachung des mutmaßlichen Clan-Mitglieds soll fast 900.000 Euro gekostet haben. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

  • Bundespolizei - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

    Ein Hubschrauber der Bundespolizei brachte das mutmaßliche Mafia-Mitglied aus Montenegro zum Flughafen von Hannover. Foto: Julian Stratenschulte/dpa

  • Mutmaßliches Clan-Mitglied - Foto: Amadeus Sartorius/Hannoverreporter/dpa

    Das mutmaßliche Clan-Mitglied wird von der Bundespolizei in ein Privatflugzeug getragen. Foto: Amadeus Sartorius/Hannoverreporter/dpa

Medizinische Hochschule Hannover - Foto: Julian Stratenschulte/dpaBundespolizei - Foto: Julian Stratenschulte/dpaMutmaßliches Clan-Mitglied - Foto: Amadeus Sartorius/Hannoverreporter/dpa

Die Einsatzlage sei «sehr außergewöhnlich» gewesen. Insgesamt seien bei dem Einsatz 16.058 Personalstunden angefallen, die Polizisten hätten fast 2500 Schichten geleistet, erläuterte Kluwe.

Der 35-jährige Mann aus Montenegro war in der Klinik wegen Schussverletzungen behandelt worden. Rund zwei Wochen lang wurde er aufwendig von der Polizei bewacht. Am Freitag verließ er das Land in Richtung Istanbul, nachdem die Stadt Hannover in Abstimmung mit dem Innenministerium beschlossen hatte, den Mann auszuweisen. An dem Polizeieinsatz und den daraus entstandenen Kosten hatte sich ein heftiger politischer Streit entzündet.

Inzwischen habe das Land Niedersachsen den Vizepräsidenten der Klinik, Andreas Tecklenburg, mit sofortiger Wirkung freigestellt, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) in der Sondersitzung. Thümler bemängelte, sowohl intern bei der MHH als auch in der Meldekette von der Klinik zu den Sicherheitsbehörden und der Landesregierung habe es Defizite gegeben.

@ dpa.de