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Deutsche Wildtier Stiftung

Hamburg - "Wenn sich Europas Biodiversit?t erholen soll, muss gehandelt werden", sagt Prof.

16.03.2021 - 11:07:56

Europa: Der wilde Patient ist krank / Zahlen der Europ?ischen Kommission best?rken Negativtrend - die Deutsche Wildtier Stiftung fordert die Magische 7 f?r eine Trendwende. Dr. Klaus Hackl?nder, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, angesichts des aktuellen EU-Berichtes ?ber den Zustand der Natur in Europa.

Hamburg - "Wenn sich Europas Biodiversit?t erholen soll, muss gehandelt werden", sagt Prof. Dr. Klaus Hackl?nder, Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung, angesichts des aktuellen EU-Berichtes ?ber den Zustand der Natur in Europa. "Der Druck, dem viele Arten ausgesetzt sind, ist immens - die Folgen dramatisch." Der R?ckgang der Arten h?ngt zwar auch mit dem Klimawandel zusammen, ist aber vor allem auf die anhaltende Intensivierung von land- und forstwirtschaftlich genutzten Fl?chen zur?ckzuf?hren. Das f?hrt schlie?lich zu drastischen Eingriffen in die Lebensr?ume von Wildtieren. "Dabei sind Erfolge im Naturschutz schon mit wenigen Ma?nahmen m?glich. "Wenn wir sieben Prozent der genutzten Fl?che als unproduktive Fl?che einfach der Natur ?berlassen, bedeutet das f?r die Artenvielfalt eine ?beraus positive Trendwende", betont Prof. Dr. Hackl?nder. Die "Magische 7" ist ein wissenschaftlich belegter Weg, um dem fortschreitenden Artensterben die Dynamik zu nehmen. "Bleiben sieben Prozent der genutzten Fl?che unbeackert, hat die Natur ein Mindestma? an Chancen - Insekten, V?gel und S?ugetiere finden Nahrungspl?tze und Brutgebiete. Wildtiere gewinnen mit der Magischen Sieben Lebensraum", sagt Prof. Dr. Hackl?nder.

Wie notwendig zum Beispiel Brachfl?chen in der Agrarlandschaft sind, zeigt das "Gesundheitszeugnis" der EU ?ber den Erhaltungszustand von gesch?tzten Arten und Lebensr?umen in Europa. Alle sechs Jahre geben die Mitgliedsstaaten der Europ?ischen Kommission eine Art Zustandsbericht der Natur auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet ab. Dieser Zustandsbericht wird von der EU Kommission erfasst und zusammengef?hrt. Die Negativ-Hitliste der Belastungen f?r gesch?tzte Lebensr?ume, Pflanzen und Tiere wird von der Landwirtschaft angef?hrt. "Und gerade an diesem Punkt kann die Magische Sieben f?r den wilden Patienten heilsam sein", sagt Hackl?nder. "Denn durch die Intensivierung in der Landwirtschaft sind mehr als ein F?nftel aller gesch?tzten Arten und Lebensr?ume betroffen."

Nat?rlich f?hren neben der Landwirtschaft auch die Fl?chenversiegelung und die nicht nachhaltige Forstwirtschaft zum Artenverlust in der Kulturlandschaft. Im Bericht aus Deutschland (Stand 2020) weist das Bundesamt f?r Naturschutz daraufhin, dass 63% aller nach EU-Recht gesch?tzten Arten und 69% der entsprechenden Lebensr?ume unter Druck stehen. Insbesondere Wiesen und Weiden, aber auch Seen und Fl?sse sowie K?sten sind am st?rksten betroffen. Ist die Situation f?r eine gef?hrdete Tierart besonders prek?r, dann wird dieser ein "schlechter Erhaltungszustand" attestiert. In Deutschland ist dies zum Beispiel bei Feldhamster, Wimpernfledermaus, Sumpfschildkr?te, Moorfrosch, ?sche oder Edelkrebs der Fall. "Wir brauchen neben anderen Ma?nahmen mehr Renaturierungsprogramme, ein Umdenken in der Land-, Forst- und Wasserwirtschaft, damit die Biologische Vielfalt in der Kulturlandschaft Europas eine ?berlebenschance hat", fordert der Vorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Aktuell h?ngt das Schicksal der Wildtiere in Deutschland insbesondere von den Verhandlungen zur Neuausrichtung der Europ?ischen Agrarpolitik ab. Denn dort wird gerade diskutiert, wieviel Prozent der Fl?che als ungenutzt den Wildtieren zur Verf?gung gestellt wird.

Auch die Weltnaturschutzunion IUCN ist davon ?berzeugt, dass sich die Erhaltung der Biodiversit?t und deren Nutzung nicht ausschlie?en. Die Deutsche Wildtier Stiftung arbeitet daher neben dem Schutz nat?rlicher Lebensr?ume auch an einer wildtierfreundlichen Bewirtschaftung der Kulturlandschaft. "Naturschutz darf sich nicht nur auf kleine Paradiese inmitten einer ausger?umten Landschaft beziehen, sondern muss in die Fl?che!", so Hackl?nder. Dann bewirkt die Magische Sieben wahre Wunder.

Quelle Bfn: https://www.bfn.de/fileadmin/BfN/natura2000/Dokumente/bericht_lage_n atur_2020.pdf

Pressekontakt:

Eva Goris Pressesprecherin Telefon: 040 9707869-13 mailto:E.Goris@DeWiSt.de http://www.DeutscheWildtierStiftung.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/37587/4864814 Deutsche Wildtier Stiftung

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