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Mitteldeutsche Zeitung

Halle / MZ - Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) warnt Unternehmer davor, trotz Lockdown eigenm?chtig ihre Gesch?fte zu ?ffnen.

08.01.2021 - 04:07:34

Sachsen-Anhalt / Sachsen-Anhalt: Wirtschaftsminister warnt vor Gesch?fts?ffnungen aus Protest gegen Lockdown

Halle/MZ - Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) warnt Unternehmer davor, trotz Lockdown eigenm?chtig ihre Gesch?fte zu ?ffnen. Anlass ist ein bundesweiter Aufruf zum Bruch der Corona-Regeln mit dem Titel "Wir machen auf", den im Internet bereits Zehntausende Menschen unterst?tzen: H?ndler, Gastronomen und Dienstleister k?ndigen an, am 11. Januar die Gesch?fte trotz Verbot wieder zu ?ffnen. "Wer sich dieser Initiative anschlie?t, handelt unverantwortlich und gef?hrdet nicht nur sich selbst, sondern auch die Gesundheit seiner Mitmenschen", sagte Willingmann der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Freitagsausgabe).

Befeuert wird der neue Lockdown-Widerstand durch Unterst?tzer der "Querdenken"-Bewegung, die in Teilen vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Unterst?tzung kommt auch von der AfD. Der bundesweite Protestaufruf geht auf einen Kosmetikstudio-Betreiber in Nordrhein-Westfalen zur?ck. Im Messengerdienst Telegram schlossen sich binnen Tagen mehr als 56.000 Interessierte der Gruppe "Wir machen auf - Kein Lockdown mehr" an. Zur Vernetzung des Widerstands wurde eine eigene Website geschaltet. Der Burgenlandkreis k?ndigte gegen?ber dem Blatt verst?rkte Kontrollen der Gesch?ftsschlie?ungen an. Die Polizei sei aufgrund des Aufrufs bereits um Unterst?tzung gebeten worden, sagte ein Sprecher.

Wirtschaftsminister Willingmann zeigte sich indes ?berzeugt, "dass die ganz ?berwiegende Mehrzahl der Unternehmer in Sachsen-Anhalt wie in der Vergangenheit auch die Ma?nahmen zur Eind?mmung der Pandemie mittragen und sich derartigen Initiativen nicht anschlie?en". Zugleich m?ssten Bund und L?nder allerdings auch Sorge tragen, dass die Hilfsma?nahmen des Staates f?r Unternehmen kurzfristig ausgezahlt werden, so der Wirtschaftsminister. Dazu m?ssten noch "bestehende Hemmnisse bei der Gew?hrung von Unterst?tzung" abgebaut werden.

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