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Mitteldeutsche Zeitung

Halle / MZ - Der SPD-Bundesvorsitzende Norbert Walter-Borjans hat vor wirtschaftlichen Sch?den f?r Sachsen-Anhalt gewarnt, sollte die AfD bei der Landtagswahl ein starkes Ergebnis einfahren.

27.05.2021 - 18:43:03

Sachsen-Anhalt /Landespolitik/Wahlkampf/AfD/Wirtschaft/Tourismus / Landtagswahl: SPD-Vorsitzender Walter-Borjans warnt vor AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt

Halle/MZ - Der SPD-Bundesvorsitzende Norbert Walter-Borjans hat vor wirtschaftlichen Sch?den f?r Sachsen-Anhalt gewarnt, sollte die AfD bei der Landtagswahl ein starkes Ergebnis einfahren. Seine Sorge sei, "dass Menschen sich von falschen Propheten blenden lassen", sagte der Sozialdemokrat der in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Freitagsausgabe). "Die AfD setzt auf einen verh?ngnisvollen Kurs, der dazu f?hrt, dass die Vorz?ge Sachsen-Anhalts mit seiner Lage mitten in Deutschland nicht zur Geltung kommen", so der Bundesvorsitzende. "Wohlstand entsteht durch Offenheit f?r Neues und f?r Andere. Abschottung hat noch nie funktioniert. Die wirkt weder anziehend auf Investoren noch auf Touristen."

Eine neue Umfrage des Insa-Instituts f?r "Bild" hatte die AfD am Mittwoch erstmals als st?rkste Kraft im Bundesland eingestuft. Mit 26 Prozent lag die in Teilen rechtsextreme Partei einen Punkt vor der CDU. SPD-Chef Walter-Borjans kritisierte, dass Teile der CDU eine Zusammenarbeit mit der AfD in Erw?gung z?gen. "Ich werfe diesen Kr?ften in der CDU Opportunismus vor. Sie unterliegen dem falschen Schluss, mit dem Abkupfern bei der AfD selbst etwas gewinnen zu k?nnen." Dies habe auch Bayerns Ministerpr?sident Markus S?der erfahren m?ssen, "der erst rechts ?berholen wollte und es nun von der anderen - gr?nen - Seite versucht". Walter-Borjans betonte, f?r rechtschaffene Christdemokraten seien solche Flirts mit der AfD "ein Schlag ins Gesicht".

Der Sozialdemokrat warnte die CDU: "Wer aus taktischem Kalk?l eine Zusammenarbeit mit der AfD einkalkuliert, um an der Macht zu bleiben, untergr?bt das demokratische Fundament - und die Position seines Parteichefs Armin Laschet". Die Christdemokraten h?tten vor 72 Jahren das Grundgesetz mit aufgesetzt, mit einer AfD-Zusammenarbeit w?rden sie sich "an der Verantwortung f?r das ganze Land vers?ndigen", so Walter-Borjans. "Deshalb finde ich es unertr?glich, dass sich CDU-Chef Armin Laschet jetzt so raush?lt - zum Schaden Sachsen-Anhalts und der Demokratie insgesamt."

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Mitteldeutsche Zeitung Hartmut Augustin Telefon: 0345 565 4200 hartmut.augustin@mz-web.de

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