Westfalenpost

Hagen - In unserem zunehmend leistungsorientierten Schulsystem führt die politische Bildung ein Schattendasein.

11.10.2018 - 00:16:17

Westfalenpost: Martin Korte zum Vorschlag der Kulturminister, an Schulen Demokratienoten einzuführen. Das ist kein Vorwurf an die Lehrer: Sie sollen ja schon genug andere gesellschaftliche und soziale Defizite ausbügeln.

Hagen - In unserem zunehmend leistungsorientierten Schulsystem führt die politische Bildung ein Schattendasein. Das ist kein Vorwurf an die Lehrer: Sie sollen ja schon genug andere gesellschaftliche und soziale Defizite ausbügeln. Jetzt stellen Wissenschaftler und Politiker fest, dass immer mehr junge Menschen unser politisches System und seine Geschichte nicht kennen und deswegen Gefahr laufen, es infrage zu stellen. Uninformierte Menschen sind für Populisten eine leichte Beute. Höchste Zeit also für den Vorstoß der Kultusminister, die Demokratieerziehung stärken. Allerdings müssen den Schulen auch die erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden: Zeit und Personal. Die Einrichtung der Stelle eines Beauftragten in jeder Schule ist daher eine sinnvolle, weil greifbare Idee. Die Schüler selbst müssen aber auch mehr Gestaltungsbefugnisse erhalten. Mehr Demokratie zu wagen, ist gut. Aber bitte nicht nur in der Theorie.

OTS: Westfalenpost newsroom: http://www.presseportal.de/nr/58966 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_58966.rss2

Pressekontakt: Westfalenpost Redaktion Telefon: 02331/9174160

@ presseportal.de