Rente, Deutschland

Gute Nachrichten stehen den Rentnern in Haus - doch langfristig sind die Aussichten gar nicht rosig.

14.11.2017 - 12:02:05

Dramatische Prognose - Rentenbeitrag sinkt voraussichtlich auf 18,6 Prozent. Deshalb erreicht die Jamaika-Partner die Forderung, kräftig gegenzusteuern.

Würzburg - Der Beitragssatz für die gesetzliche Rente sinkt Anfang des kommenden Jahres voraussichtlich leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 18,6 Prozent. Das teilte der Vorstandsvorsitzende der entenversicherung, Alexander Gunkel, in Würzburg mit.

«Statt heute die Beiträge zu senken, sollte die Regierung an morgen denken und angemessene Rücklagen bilden», sagte das IG-Metall-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Urban der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Damit die Bezieher von Grundsicherungsleistungen etwas von der prognostizierten Rentenerhöhung haben, fordern wir einen Freibetrag von 200 Euro.» Bisher würden die Rentenerhöhungen komplett mit der Grundsicherung verrechnet. «Die Einführung eines Freibetrags wäre ein echter Schritt zur Armutslinderung.»

Über die Beitragsentwicklung sagte Urban: «Die Reduzierung des Beitragssatzes um 0,1 Prozentpunkte bringt für einen Durchschnittsverdiener eine Entlastung von knapp 1,60 Euro im Monat.» Er warnte davor, dass die Beschäftigen die Senkung spätestens ab 2023 bitter bezahlen müssten. Wegen des Übertritts immer mehr geburtenstarker Jahrgänge in die Rente steige dann der Beitragssatz über viele Jahre. Gleichzeitig werde das Rentenniveau kontinuierlich sinken, mahnte Urban.

@ dpa.de

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