Notfälle, Verkehr

Großeinsatz mitten in Münster: Ein Kleintransporter fährt in eine Gruppe von Menschen, die vor einem Lokal sitzen.

07.04.2018 - 20:10:06

Täter ist labiler Deutscher - Kleintransporter rast in Menschenmenge - vier Tote. Dabei sterben mindestens vier Menschen und etwa 30 werden verletzt. Beim Täter soll es sich um einen psychisch auffälligen Deutschen handeln.

  • Münster - Foto: Google/dpa

    Satellitenaufnahme zeigt die Straße Spiekerhof nördlich des Münsters. Vor einem in der Straße gelegenen Lokal fuhr ein Lastwagen in eine Gruppe sitzender Menschen. Foto: Google/dpa

  • Zwischenfall in Münster - Foto: dpa

    Einsatzfahrzeuge der Polizei in der Innenstadt von Münster. Foto: dpa

  • Rettungswagen - Foto: Fahrzeuge der Rettungsdienste und Feuerwehr in der Innenstadt von Münster.. Foto: dpa

    Fahrzeuge der Rettungsdienste und Feuerwehr in der Innenstadt von Münster.. Foto: dpa

  • Zwischenfall in Münster - Foto: dpa

    Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr stehen bereit. Foto: dpa

  • Spezialeinsatzkräfte - Foto: Bernd Thissen

    Spezialeinsatzkräfte der Polizei stehen in der Innenstadt von Münster. Foto: Bernd Thissen

  • Zwischenfall in Münster - Foto: Friso Gentsch

    Teile der Innenstadt von Münster sind rund um den Tatort abgesperrt. Foto: Friso Gentsch

  • Tatfahrzeug - Foto: Stephan R.

    Tatfahrzeug am Tatort, dem Lokale am Kiepenkerl in der Innenstadt von Münster. Foto: Stephan R.

  • Polizisten - Foto: Friso Gentsch

    Bewaffnete Polizisten in der Innenstadt. Nach der blutigen Tat in Münster gehen die Ermittler nach ersten Ermittlungen nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Foto: Friso Gentsch

Münster - Foto: Google/dpaZwischenfall in Münster - Foto: dpaRettungswagen - Foto: Fahrzeuge der Rettungsdienste und Feuerwehr in der Innenstadt von Münster.. Foto: dpaZwischenfall in Münster - Foto: dpaSpezialeinsatzkräfte - Foto: Bernd ThissenZwischenfall in Münster - Foto: Friso GentschTatfahrzeug - Foto: Stephan R.Polizisten - Foto: Friso Gentsch

Münster - In Münster sind am Samstag mindestens vier Menschen gestorben, als ein Kleintransporter in eine Menschenmenge raste. Die Polizei in Münster spricht von etwa 30 Verletzten, sechs von ihnen sind schwer verletzt.

Der Täter habe sich nach der Tat selbst getötet, teilte die Polizei mit. Der Hintergrund des Vorfalls blieb zunächst unklar.

Die Ermittler gehen nach ersten Ermittlungen nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Bei dem Mann am Steuer des Kleintransporters handelt es sich nach dpa-Informationen möglicherweise um einem psychisch labilen Einzeltäter. Es gebe zudem Hinweise darauf, dass es sich um einen Deutschen handelt. Nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» wurde die Wohnung des mutmaßlichen Täters am Abend nach Sprengstoff durchsucht. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Nach Informationen von NDR, WDR und «Süddeutscher Zeitung» ist der Mann Jahrgang 1969 und Deutscher ohne Migrationshintergrund. Er soll in der Vergangenheit psychisch auffällig gewesen sein, Hinweise auf Islamismus gebe es nicht. Auch dies wurde zunächst nicht offiziell bestätigt.

Von den rund 30 Verletzten seien sechs schwer verwundet, einige von ihnen schwebten noch in Lebensgefahr, hieß es aus Sicherheitskreisen. Die Einsatzkräfte untersuchten einen verdächtigen Gegenstand im Auto und prüften, ob er möglicherweise Sprengstoff enthielt.

Unklar war nach der Tat zunächst, ob der Mann alleine handelte oder ob ihm geholfen wurde. Laut Polizei gab es Gerüchte, wonach zwei weitere Menschen aus dem Transporter gesprungen und geflüchtet seien könnten. Das sei aber nicht sicher und müsse nun verifiziert werden, sagte ein Polizeisprecher.

Die Beamten riefen die Bevölkerung am Nachmittag zu besonnenem Handeln auf. Es gebe einen Großeinsatz an der Gaststätte Kiepenkerl. «Bitte den meiden. Wir sind vor Ort.» Wenig später ergänzte sie: «Bitte auch den weiträumigen Innenstadtbereich verlassen, damit die Rettungskräfte in Ruhe arbeiten können.»

Die Bundesregierung hat den ihr Beileid ausgesprochen. «Furchtbare Nachrichten aus Münster», schrieb die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer auf Twitter. «Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.» Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) dankte auf Twitter den Rettungskräften vor Ort. «Müssen alles tun, um Hintergründe der Tat aufzuklären», schrieb sie.

Der Kiepenkerl ist eine bei Einheimischen und Touristen beliebte und traditionsreiche Gaststätte mitten in der historischen Altstadt von Münster mit ihren vielen schmalen Gassen. Bei gutem Wetter sitzen und stehen dort oft zahlreiche Menschen im Freien.

@ dpa.de

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