Notfälle, Verkehr

Großeinsatz mitten in Münster: Ein Kleintransporter fährt in eine Gruppe von Menschen, die vor einem Lokal sitzen.

07.04.2018 - 19:44:05

Täter tot und identifiziert - Kleintransporter rast in Menschenmenge - vier Tote. Dabei sterben mindestens vier Menschen und etwa 20 werden verletzt. Der Täter hat sich erschossen. Er soll sich um einen psychisch auffälligen Deutschen handeln.

  • Münster - Foto: Google/dpa

    Satellitenaufnahme zeigt die Straße Spiekerhof nördlich des Münsters. Vor einem in der Straße gelegenen Lokal fuhr ein Lastwagen in eine Gruppe sitzender Menschen. Foto: Google/dpa

  • Zwischenfall in Münster - Foto: dpa

    Einsatzfahrzeuge der Polizei in der Innenstadt von Münster. Foto: dpa

  • Rettungswagen - Foto: Fahrzeuge der Rettungsdienste und Feuerwehr in der Innenstadt von Münster.. Foto: dpa

    Fahrzeuge der Rettungsdienste und Feuerwehr in der Innenstadt von Münster.. Foto: dpa

  • Zwischenfall in Münster - Foto: dpa

    Einsatzfahrzeuge von Polizei und Feuerwehr stehen bereit. Foto: dpa

  • Feuerwehrleute - Foto: dpa

    Feuerwehrleute auf dem Weg in die Innenstadt von Münster. Hier sind mehrere Menschen gestorben, als ein Kleintransporter in eine Menschenmenge gefahren ist. Foto: dpa

  • Spezialeinsatzkräfte - Foto: Bernd Thissen

    Spezialeinsatzkräfte der Polizei stehen in der Innenstadt von Münster. Foto: Bernd Thissen

  • Zwischenfall in Münster - Foto: Friso Gentsch

    Teile der Innenstadt von Münster sind rund um den Tatort abgesperrt. Foto: Friso Gentsch

  • Schwer bewaffnet - Foto: Friso Gentsch

    Schwer bewaffneter Polizist in der Innenstadt von Münster. Foto: Friso Gentsch

Münster - Foto: Google/dpaZwischenfall in Münster - Foto: dpaRettungswagen - Foto: Fahrzeuge der Rettungsdienste und Feuerwehr in der Innenstadt von Münster.. Foto: dpaZwischenfall in Münster - Foto: dpaFeuerwehrleute - Foto: dpaSpezialeinsatzkräfte - Foto: Bernd ThissenZwischenfall in Münster - Foto: Friso GentschSchwer bewaffnet - Foto: Friso Gentsch

Münster - In Münster sind am Samstag mindestens vier Menschen gestorben, als ein Kleintransporter in eine Menschenmenge raste. Die Polizei in Münster spricht von etwa 20 Verletzten, sechs von ihnen sind schwer verletzt.

Der Täter habe sich nach der Tat selbst getötet, teilte die Polizei mit. Die Lage sei weiter unübersichtlich, hieß es bei Twitter. Und weiter: «Bitte keine Spekulationen.» Der Hintergrund des Vorfalls blieb zunächst unklar.

Laut einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» ist die Tat von einem psychisch auffälligen Deutschen begangen worden. Es liege offenbar kein terroristischer Hintergrund vor, berichtete die Zeitung am Samstag online weiter. Die Wohnung des Täters werde derzeit nach Sprengstoff durchsucht. Dafür gab es zunächst keine offizielle Bestätigung.

Die Beamten riefen die Bevölkerung am Nachmittag zu besonnenem Handeln auf. Es gebe einen Großeinsatz an der Gaststätte Kiepenkerl. «Bitte den meiden. Wir sind vor Ort.» Wenig später ergänzte sie: «Bitte auch den weiträumigen Innenstadtbereich verlassen, damit die Rettungskräfte in Ruhe arbeiten können.»

Laut Polizei gibt es nach dem Vorfall in Münster Gerüchte, wonach zwei weitere Menschen aus dem Transporter gesprungen und geflüchtet seien könnten. Das sei aber nicht sicher und müsse nun verifiziert werden, sagte ein Polizei-Sprecher.

Im Tatfahrzeug hat die Polizei einen verdächtigen Gegenstand gefunden. Deshalb sei der Tatort weiträumig abgesperrt worden, sagte ein Polizeisprecher in Münster. Um was für einen Gegenstand es sich handele und ob davon eine Gefahr ausgehe, müsse nun geklärt werden.

Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte, die Bundesregierung sei informiert. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Die Bundesregierung hat den ihr Beileid ausgesprochen. «Furchtbare Nachrichten aus Münster», schrieb die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer auf Twitter. «Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen.» Bundesjustizministerin Katarina Barley (SPD) dankte auf Twitter den Rettungskräften vor Ort. «Müssen alles tun, um Hintergründe der Tat aufzuklären», schrieb sie.

Die «Westfälischen Nachrichten» berichteten unter Berufung auf die Polizei, dass ein Auto in eine Gruppe sitzender Personen gefahren sei. Drei Menschen seien ums Leben gekommen - unter ihnen sei auch der Fahrer des Wagens. Feuerwehr, Rettungs- und Einsatzwagen der Polizei seien in der Innenstadt unterwegs.

Der Kiepenkerl ist eine bei Einheimischen und Touristen beliebte und traditionsreiche Gaststätte mitten in der historischen Altstadt von Münster mit ihren vielen schmalen Gassen. Bei gutem Wetter sitzen und stehen dort oft zahlreiche Menschen im Freien.

@ dpa.de