Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Kriminalität, Terrorismus

Großeinsatz im Morgengrauen: Rund 1400 Beamte durchsuchen Wohnungen und Büros in drei Bundesländern.

06.10.2021 - 13:28:10

Internationales Netzwerk - Großrazzia gegen Geldwäsche, Gewalt und Terror. Es geht um illegale Finanztransfers in Höhe von 140 Millionen Euro, aber auch um Gewalt und Terror.

Düsseldorf - Alles begann mit einem Turnbeutel: Mit einer Großrazzia von mehr als 1400 Beamten ist die Polizei in drei Bundesländern gegen ein internationales Netzwerk vorgegangen, das 140 Millionen Euro ins Ausland verschoben haben soll.

Die Ermittler stufen das Netzwerk als kriminelle Vereinigung ein und ermitteln gegen 67 Verdächtige. Elf von ihnen wurden am Mittwoch verhaftet. NRW-Justizminister Peter Biesenbach (CDU) sprach von einem «Paukenschlag» gegen die Organisierte Kriminalität.

Das Geldwäsche-Netzwerk hatte aber offenbar nicht nur rein kriminelle Ziele: Bei einem der Verhafteten, einem 39-jährigen Syrer, soll es sich um einen Terroristen der islamistischen Al-Nusra-Front handeln. Zwei weitere Verdächtige seien als islamistische Gefährder bekannt, vier als sogenannte «relevante Personen» des islamistischen Spektrums.

Über Zahlungsbüros in den Niederlanden soll das Geld in die Türkei und nach Syrien geflossen sein. Ein Gericht erließ Vermögensarreste in Höhe von 140 Millionen Euro, den Löwenanteil davon gegen die beiden Hauptbeschuldigten. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen wurden 81 Objekte in 25 Städten durchsucht: Wohnungen, Büros und Banken. Schwerpunkt der Maßnahmen war Nordrhein-Westfalen.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach von einem der größten Verfahren seiner bisherigen Amtszeit. Es seien Autos, Geld und Gold im Wert von mehr als drei Millionen Euro sichergestellt worden - und eine Stereoanlage im Wert von 100 000 Euro. Auch ein Steuerberater habe unangemeldeten Besuch bekommen. «Wir haben heute einen extrem ergiebigen Geldhahn abgedreht», sagte Reul. «Das war ein verdammt dickes Ding.»

Den Beschuldigten werden weitere Taten quer durch das Strafgesetzbuch vorgeworfen, darunter Geiselnahme, Raub, Drogenhandel, gewerbsmäßiger Bandenbetrug und Terrorfinanzierung. Die 67 Verdächtigen seien überwiegend Syrer (44), unter ihnen seien aber auch 10 Deutsche, 5 Jordanier und 4 Libanesen. Insgesamt zählten die Ermittler acht verschiedene Nationalitäten.

Sie sollen mit illegalen Zahlungsdiensten Gelder aus Straftaten gewaschen und für weitere Straftaten bereitgestellt haben. Zudem wird den Beschuldigten Sozialleistungsbetrug, Sozialversicherungsbetrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Bei der Verschleierung dieser Taten hätten sie sich gegenseitig geholfen.

Unter den mehr als 1400 Einsatzkräften waren am Mittwoch auch Spezialeinheiten, Staatsschützer, Finanzermittler und Steuerfahnder. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein fahrerisches Missgeschick im Mai 2020. Ein Auto war von der Fahrbahn der A61 abgekommen. Weil die Insassen sich verdächtig verhielten, wurden die Beamten misstrauisch und entdeckten in einem Turnbeutel 300.000 Euro. Dies habe die Ermittlungen ins Rollen gebracht, bestätigte Justizminister Biesenbach der Deutschen Presse-Agentur.

© dpa-infocom, dpa:211006-99-496145/7

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Norwegen - Bluttat in Kongsberg: Deutsche Frau unter den Opfern. Immer mehr Zweifel gibt es unterdessen an einem zunächst vermuteten islamistischen Hintergrund. Unter den fünf Opfern des Bogenschützen im norwegischen Kongsberg ist auch eine Deutsche. (Politik, 16.10.2021 - 20:12) weiterlesen...

Angriff mit Pfeil und Bogen - Kongsberg-Täter in U-Haft in medizinischer Einrichtung. Es mehren sich Zweifel an seiner Zurechnungsfähigkeit. Nach dem tödlichen Angriff mit Pfeil und Bogen in der norwegischen Stadt Kongsberg muss der Tatverdächtige in U-Haft unter ärztlicher Aufsicht. (Politik, 15.10.2021 - 19:06) weiterlesen...

Norwegen - Bogenschütze bislang nicht unter konkretem Terrorverdacht. Es mehren sich Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Mannes. Nach der Bluttat in Norwegen muss der Verdächtige für mindestens vier Wochen in Untersuchungshaft unter ärztlicher Aufsicht. (Politik, 15.10.2021 - 18:54) weiterlesen...

Bogenangriff - Tatverdächtiger in Norwegen in ärztlicher Behandlung Nach dem tödlichen Angriff auf zahlreiche Menschen im norwegischen Kongsberg ist die Polizei nicht sicher, ob der mutmaßliche Täter psychisch krank ist oder ob er aus politischen Motiven gehandelt hat. (Politik, 15.10.2021 - 11:02) weiterlesen...

Norwegen - Bogenangriff: Polizei zweifelt an Zurechnungsfähigkeit Nach dem tödlichen Angriff auf zahlreiche Menschen im norwegischen Kongsberg ist die Polizei nicht sicher, ob der mutmaßliche Täter psychisch krank ist oder ob er aus politischen Motiven gehandelt hat. (Politik, 15.10.2021 - 04:54) weiterlesen...

Kongsberg - Bogenangriff in Norwegen: Polizei schließt Terror nicht aus. Der mutmaßliche Täter kann gefasst werden. Er stand bereits im Fokus der Behörden. Fünf Menschen sterben, als ein Mann in der norwegischen Kleinstadt Kongsberg mit Pfeil und Bogen Jagd auf Menschen macht. (Politik, 14.10.2021 - 18:38) weiterlesen...