Bundestag, Parteien

Gleich zum Auftakt kracht es im neuen Bundestag.

24.10.2017 - 15:36:06

Wahl der Bundestags-Vizes - AfD-Kandidat Glaser im ersten Wahlgang durchgefallen. Der AfD-Politiker Albrecht Glaser fällt bei der Wahl der Bundestags-Vizepräsidenten erwartungsgemäß durch. Der neue Präsident Schäuble mahnt zu fairem Streit. Und dann gibt es da noch einen Vorgeschmack auf Jamaika.

  • Albrecht Glaser - Foto: Christoph Schmidt

    Albrecht Glaser war fast vier Jahrzehnte lang in der CDU. Foto: Christoph Schmidt

  • Bundestag - Foto: Wolfgang Kumm

    Der Plenarsaal des Bundestages vor der konstituierenden Sitzung. Foto: Wolfgang Kumm

  • Berlin - Foto: Bundespräsident Steinmeier (L), die scheidende Umweltministerin Hendricks, der bisherige Bundestagspräsident Lammert und Angela Merkel vor Beginn des Gottesdienstes zur konstituierenden Sitzung des Bundestages in der Französischen Friedrichstadtkirche in

    Bundespräsident Steinmeier (L), die scheidende Umweltministerin Hendricks, der bisherige Bundestagspräsident Lammert und Angela Merkel vor Beginn des Gottesdienstes zur konstituierenden Sitzung des Bundestages in der Französischen Friedrichstadtkirche in

  • Schneller Überblick - Foto: Wolfgang Kumm

    Schnell mal orientieren: Bundeskanzlerin Angela Merkel studiert während der konstituierenden Sitzung des Bundestages eine Übersicht über die neuen Abgeordneten. Foto: Wolfgang Kumm

  • Nach der Wahl - Foto: Wolfgang Kumm

    Nach der Wahl: Volker Kauder, Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion, gratuliert dem neuen Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble. Foto: Wolfgang Kumm

  • Neuer Arbeitsplatz - Foto: Wolfgang Kumm

    Neuer Arbeitsplatz: Sichtlich gut gelaunt sitzt Wolfgang Schäuble erstmals auf dem Platz des Bundestagspräsidenten. Foto: Wolfgang Kumm

Albrecht Glaser - Foto: Christoph SchmidtBundestag - Foto: Wolfgang KummBerlin - Foto: Bundespräsident Steinmeier (L), die scheidende Umweltministerin Hendricks, der bisherige Bundestagspräsident Lammert und Angela Merkel vor Beginn des Gottesdienstes zur konstituierenden Sitzung des Bundestages in der Französischen Friedrichstadtkirche in Schneller Überblick - Foto: Wolfgang KummNach der Wahl - Foto: Wolfgang KummNeuer Arbeitsplatz - Foto: Wolfgang Kumm

, sagte Schäuble. «Das sollten wir auch nicht verbal tun.» Im Parlament schlage «das Herz unserer Demokratie». Es sei der Ort des emotionalen, sachlichen, nachvollziehbaren Streits.

Schon zur Eröffnung der Sitzung hatte Alterpräsident Hermann Otto Solms zu gegenseitigem Respekt im Bundestag aufgerufen: «Wir alle haben das gleiche Mandat, gleiche Rechte, aber auch gleiche Pflichten.» Der FDP-Politiker warnte daher davor, auszugrenzen oder zu stigmatisieren.

Solms ist der Abgeordnete mit den zweitmeisten Dienst- (33) und auch den zweitmeisten Lebensjahren (76). Eigentlich hätte Schäuble mit seinen 45 Dienstjahren das Rederecht zur Eröffnung gehabt - er verzichtete aber. In der vergangenen Legislaturperiode waren noch die Lebensjahre für die Bestimmung des Alterspräsidenten ausschlaggebend. Kurz vor der Wahl wurde diese Regel aber geändert. Andernfalls hätte der 77 Jahre alte AfD-Politiker Wilhelm von Gottberg die erste Sitzung eröffnet.

Die AfD protestierte gegen dieses Vorgehen. «Wie groß muss die Angst vor der AfD und ihren Wählern sein, wenn Sie zu solchen Mitteln greifen», hielt der parlamentarische Geschäftsführer Bernd Baumann den anderen Fraktionen vor. Der alte Bundestag sei abgewählt worden. «Das Volk hat entschieden, nun beginnt eine neue Epoche», sagte Baumann in der ersten Rede eines AfD-Abgeordneten im Bundestag.

Obwohl die formellen Verhandlungen über eine Jamaika-Koalition noch nicht einmal begonnen haben, gab es im Bundestag schon einen ersten Vorgeschmack auf ein solches Bündnis. Gemeinsam schmetterten Union, FDP und Grüne einen SPD-Vorstoß ab, jetzt schon die Regeln für die Regierungsbefragung zu verschärfen. Ein entsprechender Antrag wurde zur späteren Beratung in den Ältestenrat überwiesen.

In der Unionsfraktion war am Vortag darauf hingewiesen worden, dass es angesichts der derzeit laufenden Gespräche über ein Jamaika-Bündnis ein «sondierungsfreundliches» Verhalten der möglichen Partner im Bundestag wünschenswert wäre.

Die SPD fordert in ihrem Antrag unter anderem, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mindestens vier Mal im Jahr bei der Regierungsbefragung Rede und Antwort steht. In einer Reihe weiterer Geschäftsordnungsanträge stimmten zum Teil die AfD-Abgeordneten mit SPD und Linken gegen die potenziellen Jamaika-Koalitionäre.

@ dpa.de

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