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SoVD Sozialverband Deutschland

Gemeinsam f?r ein Europa ohne Armut

12.10.2020 - 10:52:16

Gemeinsam f?r ein Europa ohne Armut. Berlin - Der Sozialverband Deutschland (SoVD) und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) fordern anl?sslich der deutschen EU-Ratspr?sidentschaft gesamteurop?ische L?sungen f?r dr?ngende soziale Fragen. Auf der digitalen Veranstaltung "Europ?ische Strategien zur Armutsbek?mpfung - Perspektiven f?r ein Europa von morgen" am 12. Oktober stellen sie unter Beisein von ...

Berlin - Der Sozialverband Deutschland (SoVD) und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) fordern anl?sslich der deutschen EU-Ratspr?sidentschaft gesamteurop?ische L?sungen f?r dr?ngende soziale Fragen. Auf der digitalen Veranstaltung "Europ?ische Strategien zur Armutsbek?mpfung - Perspektiven f?r ein Europa von morgen" am 12. Oktober stellen sie unter Beisein von EU-Kommissar Nicolas Schmit und Bundessozialminister Hubertus Heil ihre Erkl?rung "Gemeinsam f?r ein Europa ohne Armut" mit neun Ma?nahmen f?r ein soziales und solidarisches Europa vor.

Im zweiten Halbjahr 2020 hat Deutschland die EU-Ratspr?sidentschaft inne. Der St?rkung der sozialen Dimension und insbesondere der Armutsbek?mpfung m?sse dabei eine weitaus h?here Priorit?t einger?umt werden, betonen SoVD und AWO. Denn: Bereits vor der Corona-Krise seien in der EU mehr als 109 Millionen Menschen von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht gewesen. Die schwierige soziale Lage in Europa werde durch die Corona-Pandemie weiter versch?rft. Es brauche deshalb konkrete Ziele und Ma?nahmen zur Armutsbek?mpfung auf europ?ischer Ebene.

Zu den Visionen der Europ?ischen Kommission f?r ein Europa von morgen ohne Armut hebt Nicolas Schmit, EU-Kommissar f?r Besch?ftigung und soziale Rechte, hervor: "In ganz Europa bieten Wohlfahrtsverb?nde und zivilgesellschaftliche Organisationen mit enormem Engagement der Pandemie die Stirn. Denn wir erleben gerade, dass zwar alle Bev?lkerungsgruppen unter dieser Krise leiden, sie aber die Schw?chsten in unserer Gesellschaft am h?rtesten trifft. Gut funktionierende soziale Sicherungssysteme und Zugang zu ?ffentlichen Dienstleistungen sind zentral. Die Kommission arbeitet aktiv an der Umsetzung der europ?ischen S?ule sozialer Rechte, f?r ein Europa ohne Armut und ein Europa der Chancengleichheit. Dazu geh?ren faire Mindestl?hne und eine Kindergarantie, die hilft, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen."

Bundessozialminister Hubertus Heil betont anl?sslich der Veranstaltung: "Wir wollen als Land in der Mitte Europas Br?cken bauen und die unterschiedlichen Interessen zusammenf?hren. Europa muss aus der Corona-Krise wirtschaftlich und sozial gest?rkt hervorgehen. Hierzu geh?ren f?r mich vor allem anst?ndige L?hne. Die Zahl derer, die trotz Arbeit von Armut bedroht sind, ist in den letzten Jahren gestiegen. Anst?ndige L?hne und soziale Sicherheit sind eine Frage sozialer und ?konomischer Vernunft. Wichtig daf?r sind starke Sozialpartner und Tarifvertr?ge. Deshalb sprechen wir nicht nur ?ber gemeinsame Kriterien f?r einen EU-Rahmen f?r Mindestl?hne, sondern auch ?ber die St?rkung der Sozialpartnerschaft, denn ein soziales Europa ist ein starkes Europa."

SoVD-Pr?sident Adolf Bauer f?gt hinzu: "Die Herausforderungen in der EU sind vielf?ltig und der Weg ist noch weit: Wir m?ssen die Gleichstellung der Geschlechter vorantreiben, bezahlbaren Wohnraum schaffen, Inklusion von Menschen mit Behinderungen umsetzen, fl?chendeckende Barrierefreiheit sicherstellen und daf?r sorgen, dass Pflege und Krankheit nicht zur Armutsfalle werden. Denn wir wollen ein Europa ohne Armut. Wir wollen ein Europa des sozialen Zusammenhalts, wir wollen ein soziales Europa."

Zur gemeinsamen Erkl?rung sagt AWO-Bundesgesch?ftsf?hrer Jens M. Schubert: "F?r die soziale Frage in Europa gibt es bislang zu wenige konkrete Antworten. Instrumente wie die Europ?ische S?ule sozialer Rechte sind begr??enswert, bleiben aber reine Absichtserkl?rungen. Wir brauchen L?sungen, die bei den Menschen ankommen. Das wird an vielen Stellen deutlich, zum Beispiel auch bei der Situation von Kindern und Jugendlichen: Sie sind mit gro?en Problemen konfrontiert - von Jugendarbeitslosigkeit bis hin zu existenziellen ?berlebensfragen: sei es der Zugang zu Gesundheitsversorgung, ein warmes Essen oder Wohnraum. Es ist nicht hinnehmbar, dass unsere Jugend im Europa des 21. Jahrhunderts um die Erf?llung elementarer Bed?rfnisse k?mpfen muss."

Pressekontakt:

SoVD-Bundesverband Murat Ham Pressesprecher und Leiter der Pressestelle Stralauer Str. 63 10179 Berlin Tel.: 030/72 62 22 129/ Sekretariat -123 Fax: 030/72 62 22 328 E-Mail: pressestelle@sovd.de Twitter: @sovd_bund

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/43645/4730907 SoVD Sozialverband Deutschland

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