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Brände, Umwelt

Gelber Rauch, verbrannte Luft, Ascheregen - die Lage in den griechichen Brandregionen ist dramatisch.

06.08.2021 - 07:56:11

Verheerende Hitze-Folgen - Griechenland: Wind facht 86 neue Feuer binnen 24 Stunden an. Ministerpräsident Mitsotakis spricht von einem «Pulverfass». Auch die Türkei meldet außer Kontrolle geratene Feuer.

  • Waldbr?nde in der T?rkei - Foto: Uncredited/NASA/AP/dpa

    Diese NASA-Satellitenaufnahme zeigt mehrere Waldbr?nde an der Mittelmeerk?ste der T?rkei. Foto: Uncredited/NASA/AP/dpa

  • Waldbrand in Italien - Foto: Vigili del Fuoco/dpa

    Feuer auch in Italien: Ein Feuerwehrmann beobachtet einen Waldbrand. Foto: Vigili del Fuoco/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Giannis Spyrounis/ilialive.gr/AP/dpa

    Ein Flugzeug wirft L?schwasser ?ber einem Waldbrand in Olympia ab. Foto: Giannis Spyrounis/ilialive.gr/AP/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/dpa

    Einen gewaltigen Brand im Norden Athens konnte die Feuerwehr bis zum fr?hen Abend nicht unter Kontrolle bringen. Foto: Angelos Tzortzinis/dpa

  • Waldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/dpa

    Das Feuer n?rdlich von Athen ist am Abend erneut voll aufgeflammt. Foto: Angelos Tzortzinis/dpa

  • Niedergebrannter Wald - Foto: Uncredited/AP/dpa

    Die verheerenden Br?nde in der T?rkei hinterlassen verkohlte Landstriche. Foto: Uncredited/AP/dpa

Waldbr?nde in der T?rkei - Foto: Uncredited/NASA/AP/dpaWaldbrand in Italien - Foto: Vigili del Fuoco/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Giannis Spyrounis/ilialive.gr/AP/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/dpaWaldbr?nde in Griechenland - Foto: Angelos Tzortzinis/dpaNiedergebrannter Wald - Foto: Uncredited/AP/dpa

Athen/Istanbul - Im von verheerenden Waldbränden getroffenen Griechenland spitzt sich die Lage weiter zu. Seit den frühen Morgenstunden fachten starke Westwinde die zahlreichen Feuer weiter an.

Nördlich von Athen wurden die Menschen mehrerer Ortschaften aufgerufen, die Region zu verlassen. Sicherheitskräfte zogen von Haus zu Haus, damit niemand vergessen wird.

Binnen 24 Stunden gab es landesweit 86 neue Waldbrände, wie die griechische Feuerwehr twitterte. Selbst Dutzende Kilometer von den Bränden entfernt sehen die Menschen gewaltige gelbe Rauchwolken am Himmel, es riecht verbrannt, Asche regnet vom Himmel.

Rettung von Inselbewohnern per Boot

Auch auf der Insel Euböa und auf dem Peloponnes wüten die Feuer teils unkontrolliert. Auf Euböa mussten die Bewohner der Ortschaft Agia Anna im Nordosten der Insel mit Booten über das Meer in Sicherheit gebracht werden. Auch im Nordwesten brennt es, dort wurden ebenfalls zahlreiche Ortschaften evakuiert.

Am Morgen sei es zunächst nur darum gegangen, die Ausbreitung der Brände zu verhindern, berichtete die griechische Nachrichtenagentur ANA. Von einer Kontrolle der Flammen könne angesichts der starken Winde vorerst keine Rede sein.

Griechenland Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis schwor die Bürger auf weitere harte Tage ein. «Wir haben mit Dutzenden Waldbränden zu kämpfen. Drei davon - in Athen, auf dem Peloponnes und auf Euböa - sind von gewaltigem Ausmaß», sagte Mitsotakis bei einer Ansprache im Staatsfernsehen. Er warnte vor einem «noch nie da gewesenen Zustand, weil die vergangenen Tage der Hitze und Trockenheit das Land in ein Pulverfass verwandelt haben».

Bis mindestens Montag ist es den Griechinnen und Griechen untersagt, Wälder zu besuchen. Auch sind Arbeiten verboten, die Funken oder Flammen erzeugen könnten.

Türkei: Brände außer Kontrolle

Auch in der Türkei kämpfen die Einsatzkräfte weiter gegen die Flammen. 13 Brände in sechs Provinzen waren nach offiziellen Angaben am Abend noch nicht unter Kontrolle. Besonders betroffen sind die Urlaubsregionen Antalya, Marmaris und Bodrum, dort bekommen die Einsatzkräfte die Brände seit Tagen nicht in den Griff.

Die Einwohner sind verzweifelt und hoffen auf Regen - doch auch in den nächsten Tagen soll es extrem heiß werden. In Bodrum und Milas in der Provinz Mugla werden für heute mehr als 40 Grad erwartet.

Außenminister Mevlüt Cavusoglu, der seinen Wahlkreis in Antalya hat, machte zuletzt etwas Hoffnung: Der Wind werde heute in Antalya nachlassen und man hoffe, die Brände dort unter Kontrolle zu bringen.

Tausende Menschen mussten bereits ihre Häuser verlassen und wurden teils in Schulen und Sportstadien untergebracht. Die Behörden verbreiten immer wieder Listen mit Dingen, die benötigt werden: Besteck, Teller, Kissen und Decken - der Bedarf ist groß.

Das Feuer hat bereits weite Landstriche verwüstet. Acht Menschen kamen ums Leben, Schätzungen zufolge sind mindestens 100.000 Hektar Wald und Felder den Flammen zum Opfer gefallen. Es sind die schwersten Waldbrände seit mehr als 13 Jahren in der Türkei.

© dpa-infocom, dpa:210805-99-728418/8

@ dpa.de