Konflikte, Autonomie

Geht er oder geht er nicht? Der abgesetzte katalanische Regierungschef Puigdemont hat sich erstmals zu der Entscheidung Madrids geäußert.

28.10.2017 - 15:28:05

Entmachtung amtlich - Puigdemont kündigt friedlichen Widerstand gegen Madrid an. Er zeigte sich dabei weiter kämpferisch.

  • Mariano Rajoy - Foto: Paul White

    Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat offiziell die Amtsgeschäfte des abgesetzten katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont übernommen. Foto: Paul White

  • Leere Reihen - Foto: Manu Fernandez

    Ein Exemplar der spanischen Verfassung, zurückgelassen von Mitgliedern der Opposition in den leeren Reihen des katalanischen Parlaments. Die Oppositionspolitiker hatten die Abstimmung über die Unabhänigigkeit von Spanien boykottiert. Foto: Manu Fernandez

  • Stimmabgabe - Foto: Jordi Boixareu

    Carles Puigdemont gibt am 27. Oktober seine Stimme im katalanischen Parlament in Barcelona ab. Foto: Jordi Boixareu

  • Daumen hoch - Foto: Jordi Boixareu

    Für die Unabhängigkeit von Spanien: Ein Parlamentarier reckt im katalanischen Parlament den Daumen nach oben. Foto: Jordi Boixareu

  • Gesplitterte Scheiben - Foto: Manu Fernandez

    Der öffentliche Radiosender Kataloniens, Radio Catalunya, wurde von Unabhängigkeitsgegnern attackiert. Foto: Manu Fernandez

  • Freude - Foto: Matthias Oesterle

    Befürworter der Unabhängigkeit schwenken in Barcelona katalanische Flaggen. Foto: Matthias Oesterle

  • Für die Unabhängigkeit - Foto: Emilio Morenatti

    Das Parlament von Katalonien hat am Freitag für die einseitige Erklärung der Unabhängigkeit von Spanien gestimmt. Foto: Emilio Morenatti

  • Demonstration in Madrid - Foto: Thomas Müller

    Mehrere Tausend Menschen demonstrieren auf dem zentralen Plaza Colon in Madrid für die Einheit des Landes. Foto: Thomas Müller

  • Krise in Katalonien - Foto: Manu Fernandez

    Der Chef der katalanischen Regionalregierung, Carles Puigdemont singt im katalanischen Parlament in Barcelona die katalanische Hymne. Foto: Manu Fernandez

Mariano Rajoy - Foto: Paul WhiteLeere Reihen - Foto: Manu FernandezStimmabgabe - Foto: Jordi BoixareuDaumen hoch - Foto: Jordi BoixareuGesplitterte Scheiben - Foto: Manu FernandezFreude - Foto: Matthias OesterleFür die Unabhängigkeit - Foto: Emilio MorenattiDemonstration in Madrid - Foto: Thomas MüllerKrise in Katalonien - Foto: Manu Fernandez

Barcelona - Der von der spanischen Zentralregierung abgesetzte katalanische Regierungschef Carles Puigdemont hat die Bevölkerung der Region zum friedlichen Widerstand gegen die von Madrid beschlossenen Zwangsmaßnahmen aufgerufen.

«Unser Wille ist es, weiter zu arbeiten, auch in Kenntnis der aktuellen Schwierigkeiten», sagte er an diesem Samstag in seiner ersten Rede nach der Absetzung. In den spanischen Medien wurde die Rede so interpretiert, dass er der Amtsenthebung nicht Folge leisten wolle. Puigdemont kündigte die Fortsetzung der Unabhängigkeitsbestrebungen an und rief zur «Gründung eines freien Landes» auf.

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat am frühen Morgen offiziell die Amtsgeschäfte Puigdemonts übernommen. Auch die übrigen Mitglieder der nach Unabhängigkeit strebenden Regierung in Barcelona wurden mit der offiziellen Veröffentlichung im Amtsblatt für abgesetzt erklärt.

Der spanische Senat hatte mit der Billigung des nie zuvor angewandten Verfassungsartikels 155 am Vortag den Weg für die Entmachtung der Regierung und für Neuwahlen am 21. Dezember freigemacht. Auch die beiden Chefs der katalanischen Polizeieinheit Mossos d'Esquadra, Pere Soler und Josep Lluís Trapero, wurden abgesetzt.

@ dpa.de

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