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Konflikte, Luftbrücke

Für die einheimischen Mitarbeiter der Bundeswehr in Afghanistan hat die Luftbrücke in vielen Fällen keine Lösung gebracht.

30.08.2021 - 14:52:08

Afghanistan - Luftbrücke brachte 138 Ortskräfte aus Kabul nach Deutschland. In der Gesamtzahl der ausgeflogenen Afghanen sind sie eine kleine Minderheit.

Aus den Reihen der Bundeswehrhelfer und ihrer Familien sind inzwischen etwa 2000 Menschen in Deutschland - und überwiegend vor dem Fall Kabuls gekommen. Bei der Evakuierungsmission wurden nach Angaben aus der Bundeswehr nun noch 30 Ortskräfte und 80 Familienangehörige nach Deutschland geflogen, also 110 Menschen.

Allerdings hatten nach Angaben aus Militärkreisen am Freitag etwa 1000 Bundeswehr-Ortskräfte und Angehörige in Kabul außerhalb des Flughafens auf Rettung gewartet, im ganzen Land wird diese Zahl nun noch auf etwa 3000 Menschen beziffert. Darunter sind auch Afghanen, die wegen einer Arbeit für das deutsche Militär als besonders gefährdet gelten könnten.

Die Bundeswehr hatte in Kabul den militärisch geschützten Flugtransport organisiert, aber nicht die Auswahl der Passagiere getroffen. Insgesamt kamen mit der Luftbrücke nach Angaben des BMI 4587 Menschen nach Deutschland, davon 3849 Afghanen und 403 deutsche Staatsangehörige. Unter den Schutzbedürftigen waren auch Bürger zahlreicher anderer Staaten, wobei Deutsche wiederum auch vom Militär anderer Nationen ausgeflogen wurden - ein übliches Vorgehen unter Verbündeten.

Das Bundesinnenministerium hatte nach eigenen Angaben seit 2013 ungefähr 1500 Polizisten in Afghanistan im Einsatz gehabt und etwa 300 Ortskräfte. Bis zum 14. August hätten 4 Ortskräfte ihre Ausreise angemeldet. Allen sei die Ausreise angeboten worden, so der Sprecher. Drei Ortskräfte seien mit Familie ausgereist, die vierte Familie habe diese «aus persönlichen Gründen» nicht angetreten.

© dpa-infocom, dpa:210830-99-23098/4

@ dpa.de