Prozesse, Kriminalität

Fünf Angeklagte sollen im Ruhrgebiet eine Reihe von Schülerinnen vergewaltigt haben.

13.07.2018 - 12:38:05

Opfer sind Schülerinnen - Gruppenvergewaltigungen: Ein Angeklagter legt Geständnis ab. Zu Prozessbeginn in Essen legt einer ein Geständnis ab: «Ich schäme mich», lässt er seinen Verteidiger erklären.

  • Polizeiwache - Foto: Roland Weihrauch

    Polizeiwache in Gelsenkirchen Süd: Der letzte noch gesuchte Verdächtige hat sich hier den Behörden gestellt. Foto: Roland Weihrauch

  • Prozess wegen Vergewaltigung - Foto: Marcel Kusch

    Die 17 bis 24 Jahre alten Männer sollen in den vergangenen Monaten sieben Mädchen vergewaltigt haben. Foto: Marcel Kusch

Polizeiwache - Foto: Roland WeihrauchProzess wegen Vergewaltigung - Foto: Marcel Kusch

Essen - Im Prozess um eine Serie von Gruppenvergewaltigungen im Ruhrgebiet hat einer der fünf Angeklagten ein Geständnis abgelegt.

«Ich stehe zu meinen Taten und möchte mich in aller Form entschuldigen», ließ der 20-jährige Gelsenkirchener über seinen Verteidiger am Freitag vor dem Landgericht Essen erklären. Darüber hinaus bot er allen betroffenen Schülerinnen ein angemessenes Schmerzensgeld an. Er schäme sich für seine Taten.

Die Staatsanwaltschaft wirft den fünf 17 bis 24 Jahre alten Deutschen Übergriffe in wechselnder Beteiligung auf insgesamt sieben Schülerinnen vor.

In fünf Fällen soll es zu Vergewaltigungen gekommen sein. Laut Anklage verabredeten sich die Täter stets mit einzelnen Mädchen und fuhren dann mit diesen in abgelegene Waldgebiete oder auf Feldwege. Unter dem Vorwand, mal kurz telefonieren zu müssen, sollen sie Handys abgenommen haben, ehe es zu sexuellen Übergriffen kam. Außerdem sollen sie mehrere Opfer zuvor geschlagen und bedroht haben.

Die Angeklagten hatten sich im November 2017 zu zwei Gruppen im Kurznachrichtendienst «WhatsApp» zusammengeschlossen. Darin sollen sie sich über Frauen unterhalten, Verabredungen getroffen und sich auch über die angeklagten Taten ausgetauscht haben.

@ dpa.de

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